Montag, 16. November 2015

Love is a verb

Love is a verb!
Ich bin sehr erschrocken, schlafe schlecht und beim Aufwachen mache ich sofort das Radio an und checke den Nachrichtenticker auf dem Handy.
Ich bin sehr betroffen und mein Mann und ich sprechen lange miteinander und mit Gott darüber, was passiert ist. Ein großes "Warum?" bleibt in der Luft zwischen uns hängen.
Man muss es gar nicht direkt sagen, jeder weiß um was es geht, denn die Anschläge in Paris am 13.11. sind in aller Munde.
Paris ist nah, man liest "Dieser  Anschlag gilt uns allen." Google, YouTube, Facebook, Amazon und viele, viele Menschen weltweit bekunden ihre Solidarität. In vielen Unterhaltungen und in den Nachrichten spürt man die Angst. 

Wie auch schon bei den Anschlägen auf Charlie Hebdo bin ich bei Instagram auf die Anschläge aufmerksam geworden.
Als in Facebook dann mehr und mehr Profilbilder blau, weiß und rot gefärbt werden denke ich, wie auch schon bei #jesuischarlie: Ich finde es wichtig und bin total berührt von dieser Anteilnahme. Ich trauere mit, ich bete mit. 

Aber ich bin genauso schockiert darüber, dass täglich 18000 Kinder sterben! Ohne dass ein Wort darüber verloren wird! Alle 5 Sekunden stirbt irgendwo auf der Welt ein Kind. Eins, zwei, drei, vier, jetzt! Eins, zwei, drei, vier, jetzt! Eins, zwei, drei, vier, jetzt! Schon 3 Kinder sind eben gestorben! Und nun schon wieder eins! 
Es gibt so viel Leid und so viel Schlechtes und zwar täglich! Ich kann nicht unterscheiden zwischen schlimmem Leid und Leid, das mich nicht berührt, weil es weit weg und jeden Tag passiert. 
Das Profilbild zu färben ist ein guter und wichtiger Anfang. Einige wehren sich und sagen, das würde nichts nutzen. Das glaube ich nicht. Solidarität zu zeigen ist ein Anfang, sich für die Schwachen einzusetzen, Liebe zu zeigen. Aber das will ich nicht nur virtuell, sondern auch im echten Leben!

Kennst du den Spruch "love is a verb"

Die Liebe der Menschen scheint allerdings faul zu sein. Die Welt ist grausam und man kann wirklich Angst bekommen. Leid und Terror scheinen zu überwältigend. Aber es gibt Hoffnung, denn Jesus will uns Frieden geben. In Johannes 16,33 (Gute Nachricht) steht das so schön, dass wir uns in seinem Frieden geborgen fühlen dürfen. Denn Jesus hat die Welt besiegt! Gott hat gehandelt, er hat sich selbst gegeben, Gottes Liebe ist wirklich ein Verb!
Samuel Harfst verpackt das so: Fürchte dich nicht vor der Welt, denn ich hab sie überwunden.

Sing mit, hab keine Angst und lass deine Liebe sprechen, lass deine Liebe wachsen, zeig deine Anteilnahme und färbe dein Profilbild in den Farben Frankreichs, wenn du willst.
Von ganzem Herzen mein tiefstes Beileid für jeden, der einen geliebten Menschen verloren hat. Ob in Paris oder auf einem anderen Ort auf der Erde.

Love,
Anni

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