Montag, 17. September 2018

Ehe - ein Leib

Am Samstag haben wir unseren 6. Hochzeitstag gefeiert. Es war ein sehr schöner Tag, der letzte, an dem wir unser Kind noch im Bauch, aber noch nicht in den Armen haben :)
Wir haben ein bisschen auf die letzten Hochzeitstage zurück geschaut und das war toll. Wir haben keine richtigen Rituale für den Hochzeitstag. Wir verbringen einfach Zeit zusammen und lassen ein bisschen Revue passieren, was Gott Gutes gemacht hat.
Was macht ihr denn jedes Jahr an eurem Hochzeitstag?

Passenderweise hat Tobias am Freitagabend, dem Abend vor unserem Hochzeitstag, einen interessanten Gedanken von Gott bekommen.
Er leitet hier momentan eine Männergruppe an, die sich einmal wöchentlich trifft. In der Gruppe tauschen die Männer sich aus, ermutigen sich und entdecken zusammen den Schlüssel, um sexuell rein zu leben, also frei von Pornographie, anderen sexuellen Süchte und natürlich treu. Am Freitagabend bereitete Tobias die Session für die kommende Woche vor, bei der es um die "Waffenrüstung Gottes" aus Epheser 6 geht.
Beim "Gürtel der Wahrheit" bekam Tobias eine Offenbarung, einen persönlichen Gedanken von Gott für unsere Ehe.
Der Gürtel der Wahrheit wird als erstes erwähnt. Sie hält alles zusammen - den Rest der Rüstung, ja eigentlich das ganze Leben. Die Wahrheit Gottes ist die Grundlage für die geistliche Kampfführung, denn der Feind, Satan, ist der Wortverdreher und Lügner schlechthin. Seine Hauptstrategie: stehlen, töten und zerstören. (Johannes 10,10).

Für die meisten Männer dieser Gruppe bedeutet das in der aktuellen Lebenssituation: ehrlich vor sich selbst und vor Gott sein, ehrlich untereinander sein, einander Rechenschaft geben und sich dadurch stärken, widerstehen und sexuell rein sein.

Für Tobias war klar: die volle Wahrheit beginnt schon beim Denken, die volle Wahrheit beginnt im Kopf. Und für Tobias ist die Situation natürlich ein bisschen anders, da er, anders als die meisten anderen Teilnehmer, verheiratet ist.
Bei unserer Hochzeit werden wir vor Gott "ein Leib", also ein Körper, eine Person. Natürlich sind wir physisch immer noch zwei Menschen, zwei Individuen mit zwei Gehirnen, Herzen, Seelen etc. Aber gleichzeitig sind wir eins vor Gott, für die unsichtbare Welt.
Ein Leib und ein "Kopf" (mind).

Und darum wollen wir nun in Zukunft schon viel früher miteinander teilen, was uns beschäftigt und in uns vorgeht: sei es ein Gedanke, der uns dem anderen nicht näher bringt oder auch eine Enttäuschung, etc. 

(Sexuelle) Lust beginnt meistens mit einem ziemlich harmlosen Gedanken. Aus diesem wird ein Verweilen, man denkt länger darüber nach und Begierde kommt auf. Und aus der Begierde wird dann das Tun, wenn wir uns nicht unter Kontrolle haben und unseren Begierden und Gelüsten nachgeben. 
Wenn wir schon diesen harmlosen ersten Gedanken mitteilen und ihn somit aus der Dunkelheit (dein Geheimnis) ins Licht (die Wahrheit) stellen, so unsere Überlegung, so kann er sich deutlich schwerer oder sogar gar nicht weiterentwickeln. Und weil wir wissen, dass der Partner davon weiß, ist es leichter, sich selbst zu kontrollieren. Ja, es zeigt definitiv von Stärke, wenn man seinem Partner Süchte, sündhafte Taten oder Gedanken gesteht, Dinge offenbart, die bisher im Verborgenen lungerten, aber ist es nicht noch viel stärker, wenn man bereits den ersten Gedanken teilt, sodass der Feind erst gar keine Chance hat mehr Unheil anzurichten? Wir denken schon! Zugleich zeigt man damit auch Demut, dass man nicht erst versucht selbst mit den schrägen Gedanken klarzukommen, was man vielleicht gar nicht immer schafft! Lasst uns also im Licht wandeln.
Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft miteinander. Und das Blut, das sein Sohn Jesus Christus für uns vergossen hat, befreit uns von aller Schuld. 
- 1. Johannes 1,7 (Hoffnung für Alle, Bibel)

Zudem leben wir, was wir einander vor 6 Jahren versprochen haben: ein Leib zu sein. Ein göttliches Prinzip und Geheimnis, das so wunderbar ist, dass wir es nie ganz verstehen werden. 

Für so eine Ehrlichkeit miteinander benötigt es ein gutes Fundament und beide Partner müssen den Willen zeigen, für die Beziehung zu kämpfen! Sonst kann es unter Umständen eher destruktiv sein, alle Gedanken miteinander zu teilen. Vielleicht ist es erst dran, sich in Selbstbeherrschung zu üben, bevor man diesen Schritt geht.


Was denkst du? Wo beginnt sexuelle Unreinheit und ab wann ist es wichtig, mit dem Partner zu teilen, um ehrlich miteinander zu sein. 

love, anni

Sonntag, 9. September 2018

Gott, was denkst du über...die Geburt?

Natürlich setze ich mich momentan vermehrt damit auseinander, wie ich mein Baby gebären möchte. Ein bisschen was dazu habe ich hier ja schon geteilt.
Je mehr Bücher und Artikel ich  zum Thema Hausgeburt und schmerzfreie Geburt lese, desto mehr fällt mir auf, dass die Autoren für das Unverständnis hierfür in unserer Gesellschaft oft als einen der Gründe anführen, dass das christliche Weltbild nur eine schmerzvolle Geburt zulässt. Denn schließlich wird schon im 3. Kapitel der Bibel erwähnt, dass eine Geburt schmerzhaft sein soll. Und zwar als Strafe dafür, dass Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen hat. Eine weitere Konsequenz dafür ist die „Vertreibung aus dem Paradies“, also dass die Menschen nicht mehr in ständiger Gemeinschaft mit Gott leben konnten. Denn Gott ist heilig und Sünde kann nicht in seiner Heiligkeit sein. Die alttestamentliche Ära begann, in der die Menschen mit ihren Opfern ihre Sünden vor Gott bereinigen mussten. Doch vor 2000 Jahren hat sich das geändert. Jesus wurde zum Fluch (und hat ihn damit gebrochen)  und zum endgültigen Opfer, und obwohl wir auf der Erde und nicht im Paradies leben, können wir durch den Heiligen Geist in Gemeinschaft mit Gott leben und durch Jesu Opfer sind wir rein vor Gott.

Gilt es also noch, dass wir unter Schmerzen gebären müssen?
Ich denke, die Realität ist, dass unsere Körper sich verändert haben. Wenn im Garten Eden vor dem Sündenfall Geburten schmerzfrei waren, dann müsste am Geburtsprozess etwas anders gewesen sein. Ein 50cm großes Baby aus der Gebärmutter heraus durch den Geburtskanal und die Vagina zu pressen, die weniger als 50cm weit sind, ist rein physisch ein Problem, das überwunden werden muss.

Dass es weh tun wird, stelle ich nicht in Frage. Aber ich bin überzeugt, dass es mit der richtigen Technik und Atmosphäre, Vorbereitung und Einstellung und noch weiteren Faktoren, definitiv Schmerzen sind, die aushaltbar sind. Die ohne Medikamente oder medizinische Eingriffe ausgehalten werden können.
Aber will Gott das überhaupt?
Wir dürfen aus der Kraft Gottes leben. Auch als Frauen. Auch unter der Geburt.
Schon im alten Testament lesen wir (trotz Fluch), dass Gott unser Leiden in Freude verwandeln will (z.B. Psalm 30,11-13).
Zudem hat Gott uns den Heiligen Geist geschenkt, der nicht mehr nur ausgewählt auf Propheten kommt, sondern in jedem Christen lebt.
Mit den Früchten (Auswirkungen)  und der Kraft des Heiligen Geistes in mir, habe ich keine Zweifel daran, dass ich mein Baby gut auf die Welt bringen kann und das auch ohne dabei von Schmerzen völlig überwältigt zu werden.

Ich denke nicht, dass Gott sich wünscht, dass jede Geburt möglichst schmerzhaft ist. Ich denke, dass er uns für eine möglichst angenehme und schmerzarme Geburt ausrüsten will, soweit das mit unserem menschlichen Körper eben möglich ist.
Ich gehe in das letzte Schwangerschaftstrimester und die Geburt mit Geschenken von meinem himmlischen Papa:
Liebe, Frieden, Kraft, Freude, Selbstbeherrschung, Geduld, Güte, Sanftmut, Vertrauen.
love, anni

Sonntag, 2. September 2018

Gesund in Körper, Geist und Seele: richtig ruhen

Vor ein paar Wochen hatten wir ein spannendes Thema in den Lectures. Unser Sprecher Femi aus England hat uns angeregt, darüber nachzudenken, was wir brauchen, um gesund zu sein. Was brauche ich? Ich, das setzt sich zusammen aus meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist.

Was braucht mein Körper, um gesund zu sein? Das ist eigentlich einfach: Nahrung und Wasser, Schlaf, Schutz und Bewegung.

Was braucht meine Seele, um gesund zu sein? Meine Seele, das sind meine Emotionen, mein Wille und mein Denken. Um gesund zu sein braucht meine Seele Liebe, Hoffnung, Motivation und Ruhe, die sich im Frieden Gottes ausdrückt.

Was braucht mein Geist, um gesund zu sein? Mein gesunder Geist steht in intimer Beziehung mit Gott, in Gottes Gegenwart, ist gefüllt von Glauben, hat ein lehrbares Herz, Freude und Ruhe, die sich in ruhiger Gewissheit über den Sinn des Lebens ausdrückt.


Immer wieder kommt es auf: der Körper braucht Ruhe, die Seele braucht Ruhe und mein Geist brauch Ruhe. Ich brauche Ruhe, in jedem Bereich meines Lebens. Ruhe, die nur der gute Hirte gibt, der mich zu frischem Wasser führt und meine Seele erfrischt (Psalm 23). Ruhe, die soviel mehr ist als Schlaf oder Ausruhen. Ruhige Gewissheit über meine Bestimmung, meinen Sinn hier auf der Welt und Frieden Gottes darüber.
Ich fühle mich ertappt. In den letzten Wochen habe ich oft gesagt, dass es mir so gut geht und ich mich nur nicht richtig erholt fühle. Gerade jetzt in der Schwangerschaft braucht mein Körper mehr Ruhe. Ja, auch mehr Schlaf. Aber auch mehr Ausruhen. Morgens bin ich nicht gut aus dem Bett gekommen, egal, wie viel ich geschlafen habe, und meine Zeiten mit Gott am Morgen sind oft ausgefallen oder haben sich auf ein kurzes Gebet beschränkt.
Aber ich merke, wie sehr ich diese Ruhe am Morgen schon brauche, diese ruhige Gewissheit: ich gehe nicht allein durch diesen Tag.
Die letzten Wochen seitdem hat es besser geklappt, auch wenn mein erster Gedanke am Morgen nicht gerade Begeisterung pur war, so habe ich es dank Gebetsunterstützung meiner Freunde hier geschafft und ich fühle mich ausgeruhter, obwohl ich früher aufstehe. Weil ich nicht nur frühstücke, sondern auch mein "manna" für den Tag bei meinem guten Hirten abhole, weil ich Gott Zeit und Raum gebe, meiner Seele und meinem Geist Nahrung zu geben.

Wer ausgeruht ist, schläft besser. Das ist schon bei Neugeborenen so. Wenn Säuglinge am Tag sehr aufgewühlt sind und schlecht schlafen, ist auch der Nachtschlaf schlechter.
Interessant. Wir brauchen diese Ruhephasen am Tag, abschalten, nichts tun, bei Gott zur Ruhe kommen.

Fällt dir das leicht oder eher schwer? Leg die To-Do-Liste mal zur Seite. Lass Psalm 23 auf dich wirken. Lies ihn ein paar mal durch, schließ die Augen, genieße. Vielleicht hilft dir ein Spaziergang beim Abschalten.
Ich wünsche dir tiefe Ruhe. In Jesus.

love, anni


Psalm 23
aus der Volxbibel

1 Gott höchstpersönlich ist mein Dauergastgeber, [whoa] der mich nonstop erfüllt, denn seine Power ist unfehlbar. 
2 Er bringt mich zu einer All-you-can-eat-Bar mit allem, was mein Herz begehrt und liebt [whoa / ja]. // 
3 Darauf folgt ’ne lange Ruhepause im Chill-out-Raum. Somit kann ich erfrischt und gestärkt zu ihm aufschauen. Er allein zeigt mir, wie ich mit Qualität leben kann. Letztlich geht es um ihn, wie ich seinen Namen ehren kann. // 
4 Und wenn ich mal keinen Ausweg sehe, mich die Depression packtwie ’ne dunkle Wolke, hab ich dennoch keine Angst. Denn ganz egal, wie verfahren die Situation auch ist, vertrau ich ihm, weil er mich sicher wieder herauszieht. //Und die Krönung ist, er setzt sogar noch einen drauf: 
5 Er bereitet vor mir ein Buffet, so lang wie ’n Reihenhaus und das, obwohl alles um mich herum nach Kampf aussieht. Er spricht ’nen Toast auf mich aus, weil er mich nie aufgibt. //Es kommt noch besser, er rollt den roten Teppich vor mir aus, 
6 er ehrt mich, denn ich nehme Anteil an seinem Haus. Mein Leben lang gibt er mir Gutes und hält nie was zurück. Nur bei ihm bin ich zu Hause, in jedem Augenblick! 

Freitag, 31. August 2018

Geburtsgedanken

Die Geburt ist gefühlt noch ewig weg, aber ich beschäftige mich schon länger damit. Auch vor meiner eigenen Schwangerschaft habe ich mich dafür interessiert und auf youtube Hausgeburtsvideos angeschaut. Als ich am Anfang der Schwangerschaft ein Geburtsvideo anschaute, traf es mich plötzlich schlagartig: Ich habe tatsächlich ein Baby im Bauch und das muss irgendwie rauskommen! Eine leichte Panik stieg in mir auf.

mehr Freiheit, mehr Selbstliebe
Dann habe ich das Buch "Meisterin der Geburt" von Jobina Schenk gelesen und viele hilfreiche Tipps daraus gezogen. Es ist relativ esoterisch, aber ich habe einfach das für mich rausgezogen, was für mich gut war. Ich bin auch nicht gegen Kontrollen in der Schwangerschaft, Ultraschalls, Blutproben etc. Aber ich bin für mehr Selbstbestimmung, weniger Angstmachen und dafür lieber mehr auf sich selbst, den eigenen Körper und den des Babys hören und schon in der Schwangerschaft Verbindung aufbauen und Mutterinstinkt wachsen lassen.
Besonders inspirierend finde ich den Grundgedanken, dass Geburt natürlich ist und mein weiblicher Körper dafür ausgestattet ist, es allein zu schaffen.
Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass wir nicht nur das Selbstbewusstsein dafür verlieren, sondern auch das Wissen darum. Beispielsweise die Medizinbranche, die leider nicht darauf ausgerichtet ist, Menschen zu helfen, sondern den eigenen finanziellen Vorteil sieht oder die Filmindustrie, die auf diesen Zug aufspringt und Geburten möglichst dramatisch mit viel Schmerz und noch mehr Blut darstellt. Die Kirche (Kirche, die Institution! nicht zwangsläufig das gleiche wie die Gemeinde!) hat leider nicht gerade einen positiven Part gespielt, mit der mittelalterlichen Verfolgung von Hebammen und generell dem Frauenbild. Als Adam und Eva sündigen, ist die Konsequenz, dass Eva unter Schmerzen gebären wird. Damit will ich mich in einem anderen Post genauer auseinander setzen.

Wie Geburten in Krankenhäusern ablaufen, die Hebammensituation und wie hoch die Kaiserschnittrate (1/3) in Deutschland ist, finde ich einfach nur traurig.

Wir planen daher eine Hausgeburt. Denn da finde ich den größten Raum für Selbstbestimmung, Selbstliebe und einen Start für mein Baby, wie ich ihn mir vorstelle. Zuhause. In Liebe, Geborgenheit und ohne Stress ankommen.
Mit Gottes Hilfe hat meine Mama für mich eine Hausgeburtshebamme gefunden, die wir im Oktober kennen lernen.
Die Vorteile einer Hausgeburt liegen für mich auf der Hand.
Ich kann mein Kind zuhause gebären. Also warum sollte ich ins Krankenhaus?
Wir können selbst bestimmen, was wir wann machen wollen, wie ich ich bewegen will.
Ich habe weniger Hemmungen ich selbst zu sein, wenn ich mich zuhause fühle. Ich kann besser loslassen, wenn es mir gut geht. Egal wie laut oder leise, wie nackt oder in welcher Position.
Ich muss mich mehr auf meine Stärke als Frau und meine Verbindung mit Tobias einlassen, ich bin auch überzeugt, dass Tobias dadurch mehr mit mir kooperieren kann.


mehr Vertrauen, mehr Liebe, tiefere Verbindung

Und mittlerweile ist es schon so normal für mich, dass wir unser Baby nicht im Krankenhaus zur Welt bringen, dass ich echt verwirrt bin, wenn ich von Kliniktaschen etc. lese ;)

Meine anfängliche Panik, nachdem ich das Geburtsvideo gesehen hatte, hielt vielleicht 20 Minuten. Seitdem bin ich tiefenentspannt und freue mich sehr auf die Geburt. Ja, ich denke es wird Arbeit und es wird weh tun. Aber ich habe einen Plan, ich weiß, dass mein Körper die Geburt schaffen kann und ich habe den besten Partner für die Geburt, meinen Mann. Ich habe einen Ort für die Geburt gewählt, an dem ich ich sein kann und mich fallen lassen kann, wo ich die Kontrolle nicht einfach abgebe und auf Gott vertrauen kann.
Mini Kiwibaby im Bauch, aber die Jacke geht noch zu :)
Ich habe keinen Plan B. Wenn es nicht klappt, ist die Klinik nicht weit weg, aber darüber denke ich nicht aktiv nach. Meinen Geburtsplan kann ich theoretisch an jedem Ort umsetzen. Ich fühle mich vorbereitet und ich freue mich so darauf, Und dann natürlich darauf, unser Baby kennenzulernen, seinen Namen auszuwählen, Familie zu sein. Gottes Vaterherz auf neue Weise und tiefer verstehen zu können. Das wird gut. Es ist nicht egal, wie wir geboren werden. Weder für die Kinder, noch für die Mütter und die Familie.
Das wichtigste ist: Wir haben unser Baby in Liebe empfangen und es soll in Liebe geboren werden. Egal wo :)

love, anni

Mittwoch, 29. August 2018

Gedanken zum Blog

Im Mai 2015 habe ich mit dem Bloggen begonnen. Mit dem Ziel, dass Jesus geehrt wird, ich inspirieren und Denkanstöße geben kann und hier ein Austausch entsteht. (erster Blogbeitrag hier nachzulesen)

Das will ich immer noch. Vielleicht sogar mehr als vor über 3 Jahren. Ich will ein Influencer sein. Nicht Influenza, die Grippe, sondern von dem englischen Wort "influence", Einfluss, Prägung, Auswirkung. Ich glaube jeder Mensch versucht auf eine Art, irgendwie eine Spur zu hinterlassen, das eigene Leben wertvoll zu machen.

Ich weiß, dass ich das nicht muss. Jesus gibt meinem Leben wert und ich muss nichts erreichen oder tun, um geliebt zu sein und dass mein Leben wertvoll ist.
Ich bin. Ich bin geliebt. Das reicht. 

Aber von dieser Grundlage aus, geliebte Tochter Gottes, möchte ich so gern Einfluss nehmen. Diesen Blog und instagram sehe ich wie die meisten Blogger als ein Hobby. Ja, ich schreibe und poste Bilder für mich. Ich mag es, ab und an in den alten Beiträgen zu stöbern oder durch meinen Feed in instagram zu scrollen.
Aber ich mache es nicht nur für mich.

Ich will Anderen erzählen, wie wichtig es ist, unsere Umwelt zu erhalten und bewusst im Umgang mit der Natur zu sein. Niemanden zu vergessen, der benachteiligt ist, sondern für Menschen einzustehen. Nicht nur ein paar Leuten, denen meine Bilder bei instagram gefallen. Ich will es der ganzen Welt erzählen.
Ich will Anderen erzählen, dass Ehe in Einheit gelebt viel schöner ist und wie man zu mehr Nähe und Liebe zueinander finden kann. Nicht nur meinen Freundinnen. Ich will es der ganzen Welt erzählen.
Diese Leidenschaften, die in mir brennen, lassen sich alle im letzten Punkt vereinen:
Ich will Anderen erzählen, wie wunderbar gut Gott ist. Nicht nur 10 Leuten, die meinen Blogbeitrag lesen. Ich will es der ganzen Welt erzählen.

Das mache ich auch für dich. Weil ich glaube, dass du von meinen Erfahrungen profitieren kannst, so wie ich von anderen Bloggern profitiere. Wir können uns gegenseitig inspirieren.



Da die Geburt unseres Kindes näher rückt und wir nur noch 1,5 Monate in Neuseeland sind, mache ich mir meine Gedanken, wie es hier mit dem Blog weitergeht. Ich will definitiv weniger Zeit "online" verbringen, wenn unser Baby da ist. Gleichzeitig will ich meine Gedanken teilen, prägen, Einfluss haben. Teilen, was Gott mir schenkt. Soll ich das vorrangig im echten Leben machen, von Mensch zu Mensch? Oder soll ich mich mehr auf instagram konzentrieren? Oder doch lieber den Blog ausbauen und regelmäßig hier posten?
Ich weiß es gerade nicht und ich wünsche mir auch Feedback :) Auf instagram habe ich eine Umfrage dazu gemacht, ihr könnt mir gerne auch einen Kommentar hinterlassen und eure Gedanken dazu mitteilen. Ich bin im Gebet darüber und freue mich auch auf eure Antworten, hier und auf instagram :)

love,
anni

Dienstag, 14. August 2018

Halb(Kugel)Zeit

Ich bin jetzt in der 24. Schwangerschaftswoche, also ist schon ein bisschen mehr als die Hälfte der Schwangerschaft vorbei.
Und ich bin so dankbar für diese Schwangerschaft.
Denn ich fühle mich großartig, vielleicht sogar besser, als vor der Schwangerschaft. 
Ich fühle mich weiblich, wohl mit meinem Körper und in meiner Bestimmung. Ich weiß, dass es die richtige Zeit ist, dass Gott uns dieses Kind schenkt. 
Ich habe keine Angst und ich freue mich auf die Geburt. Wir planen eine Hausgeburt bei meinen Eltern zuhause. Ich bin gespannt, meine Hebamme im Oktober kennen zu lernen und bin so dankbar, dass wir einen Platz bei ihr bekommen haben!

Gelüste habe ich kaum. Worauf ich wirklich Lust habe ist frisches Obst und das habe ich hier an der Base genügend, Äpfel, Birnen, Orangen, Bananen und Kiwis gibt es immer kostenlos. Leider habe ich auch Lust auf Cola, was ich aber so viel wie möglich vermeide, ab und zu gönne ich mir aber etwas. Außerdem hat meine liebe Mama mir Ahoj-Brause geschickt, da ich darauf so eine große Lust hatte. Und ich freue mich auf Mamas Spinatlasagne! Und Brot, Brezeln, deutsches Essen...wobei das nicht nur mit der Schwangerschaft zusammenhängt. 

Ich brauche mehr Schlaf und Erholung als sonst und auch sonst fühlt sich mein Körper nicht immer ganz gut. Ich schnaufe beim Berg hoch laufen wie eine Dampflok; mein Baby liegt mir so auf den Lungen und auf dem Magen, dass ich wenig Hunger habe und keine Luft zum Berge hochlaufen oder im Stehen Singen oder lange Texte vorlesen.
Letzte Woche hatte ich an einem Tag das Gefühl, das Baby möchte umziehen und noch weiter in mich reinkriechen. Ist es tatsächlich auch. Meine Gebärmutter ist nun gut 2 cm höher als vorher. Der Umzug war irgendwie nicht so angenehm für mich. Aber es waren nur ein paar Stunden Ziehen und Stechen.
Die Lieblingsseite von meinem Baby ist meine rechte Seite, es vergräbt seinen Kopf gern in der Plazenta, das hat es zumindest während dem Ultraschall gemacht. 
21. SSW
Ich habe unser Baby das erste mal in der 18. Schwangerschaftswoche (17+4) gespürt. Tobias hat es ungefähr in der 22. Woche gespürt, aber erst jetzt ist es richtig gut von außen spür- und sichtbar. Die Tritte von meinem Baby in meinem Bauch zu spüren ist eins der schönsten Gefühle, die ich kenne. Eigentlich ist es wie ein Anstupsen von innen, jetzt wird es immer mehr auch ein richtiges Entlangstreichen und Kicken, je nach dem wie das Baby sich bewegt. 

Ich spreche übrigens von dem "Baby" da wir uns mit dem Geschlecht überraschen lassen wollen. Das war ein langer Entscheidungsprozess, aber wir finden es schön so. Es ist in meinen Gedanken auch einfach ein Baby, ohne ein spezifisches Geschlecht. Einfach mein Kind. 
Das Geschlecht herauszufinden gibt dann während der Geburt vielleicht nochmal mehr Ansporn ;) 

Unsere Hebamme Tertia betreut uns wunderbar, alle vier Wochen haben wir einen Termin bei ihr. 
Ich bin fleißig am Stricken, auf instagram zeige ich da immer ein bisschen mehr Einblicke. Ein Jäckchen ist schon fertig und bei der ersten Hose fehlen nur noch 2 cm Bündchen am Bein. Wir wollen unser Baby in natürliche Materialien hüllen, der sanften Babyhaut und der Umwelt zuliebe. Also Wolle, Baumwolle etc. Hier in Neuseeland habe ich Schaf- und Alpakawolle gekauft, von Bauernhöfen, die wir selbst besucht haben. Und auch beim Spielzeug etc. wollen wir möglichst auf Plastik verzichten. Außerdem werden wir mit Stoffwindeln wickeln.
Wenn du einen Blick auf unsere Wunschliste werfen willst: tadaaa
Eigentlich wollten wir keine Amazon Wunschliste, aber die anderen Anbieter haben mich leider nicht wirklich überzeugt. 

So, das reicht erstmal. Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir doch und ich greife sie gerne im nächsten Post auf! :)
love, anni

Montag, 13. August 2018

Mamaglucke

Heute morgen beim Frühstück hatten wir eins dieser „es ist viel zu früh und deshalb denken wir über komische Dinge nach“ Gespräche. 
Einer der am Tisch sitzenden fragte, warum Hühner Eier ausbrüten wollen, obwohl sie ja eigentlich wissen müssten, dass das Ei nicht befruchtet wurde. 

Ich überlegte kurz, streichelte über mein „Küken“ und sagte, dass die Hühnermamas wahrscheinlich alles probieren, das in ihrer Macht steht, dass es ihrem Baby gut geht. 
Genau so wie ich.

In meiner "Zeit mit Gott" erinnerte Gott mich daran, was ich gestern im Lobpreis für Gedanken hatte. Wir haben das Lied Reckless Love von Cory Asbury gesungen. 

In der Bridge heißt es: 

There's no shadow you won't light up
Mountain you won’t climb up
Coming after me
There's no wall you won't kick down
Lie you won't tear down
Coming after me

(deutsch etwa: 
"Es gibt keinen Schatten, den du nicht hell machst und keinen Berg, den du nicht überwindest, um mir nachzukommen. Es gibt keine Wand, die du nicht einreißt und keine Lüge, die du nicht zerschmetterst, um mir nachzukommen")

Ich dachte an mein Baby, und dass ich das zwar gern für mein Kind tun würde, aber es unmöglich tun kann. 
Ich werde nicht jeden Berg aus dem Weg räumen können. Ich werde nicht jede Lüge vernichten können.
Ich kann mein Baby nicht vor der Welt beschützen. 
Es wird verletzt werden, körperlich und seelisch und es wird schlimme Erfahrungen machen. 

Aber es wird auch Gott kennenlernen. Und Gott möchte für unser Kind genau das sein, was ich nicht sein kann. Immer da. Immer nah. Eine lebenslange Herzensbeziehung. Beschützer. Vater. Mutter. Heiler. Versorger. Freund. Liebhaber. Und noch so viel mehr. 

Es gibt keinen Berg, den Gott nicht aus Liebe für seine Kinder überwinden würde. Nichts kann dich von Gottes Liebe trennen, mein Baby. 
Ich hoffe, dass mein Kind das erfahren wirst. 

Und das gilt auch für DICH. Und für dein Kind! Für deinen Partner, für deine Mutter...gib deine Sorgen ab und versuch nicht, das Huhn zu sein, das auf den unbefruchteten Eiern sitzt. Du kannst das Unmögliche nicht alleine möglich machen. Aber alle Dinge sind möglich, dem der glaubt! (Markus 9,23)


Love, anni