Sonntag, 5. Januar 2020

Hebammengeschenk - ich nehme dich mit durch's 1. Jahr

Unsere Tochter kam zuhause auf die Welt, unsere Hausgeburtshebamme hat uns diese wunderbare Erfahrung und diesen Start in Lous Leben ermöglicht.
Ein angemessenes Dankeschön für so eine Arbeit zu finden ist schwierig.
Mit Geld könnte ich meine Dankbarkeit kaum ausdrücken und erst recht nicht mit einer Packung Pralinen. Auch nicht mit der 10. Filzfee oder dem 4. Wiegetuch. Dann kam mir eine Idee: da wir bald umziehen würden, würde unsere liebe Hebamme Lou nicht weiterhin bei der Babymassage oder der Rückbildung sehen, wie die anderen Babys und Mamas aus meinem Geburtsvorbereitungskurs. Und da sie den sanften Start zuhause ermöglicht hat, wollte ich unserer Hebamme ermöglichen, Lous Entwicklung im 1. Jahr mitzuverfolgen.

Jeden 5. des Monats machte ich ein Foto von meiner Tochter, schrieb auf der Rückseite ihre Entwicklungsschritte, Beobachtungen, lustige Anekdoten und manchmal auch, wie es mir ging. Dazu noch eine Kleinigkeit, passend zur Jahreszeit: Blumensamen, ein Entspannungsöl, selbstgekochte Marmelade, einen Pflanzen-Ableger... und zum Abschluss, zu Lous 1. Geburtstag, einen Saunagutschein.

Es war nicht so sehr der Wert der Geschenke, sondern die Dankbarkeit und das immer-wieder-aneinander-denken, das dieses Geschenk auch für mich besonders gemacht hat. Nun ist ein Jahr vorbei und ich werde diese monatlichen Updates vermissen. Ich denke, zum 2. Geburtstag werde ich ihr sicher wieder schreiben :)


Was hast du deiner Hebamme geschenkt?

love, anni

Dienstag, 31. Dezember 2019

2019

2019 ist schon fast Geschichte.

Es war das 1. ganze Jahr als Eltern.
Es war unser "Jahr danach", wieder zuhause aus Neuseeland.
Es war das Jahr, in dem wir 5 Mal umzogen.
Es war das Jahr, in dem wir Gottes Ruf gefolgt und Vollzeit-Missionare wurden.
Es war das Jahr, in dem wir viele neue Freundschaften schlossen.

Und noch so viel mehr.
Vieles davon, was dieses Jahr passierte, ist nur der Anfang von dem, was noch kommt. Freundschaften wachsen. Wir verwurzeln in unserem neuen Ort und Haus. Und hoffentlich wurzelt und wächst nächstes Jahr auch so einiges im Garten.

Wir sind angekommen. Zurück in Deutschland. Sind nicht mehr "erst wiedergekommen". Wir sind voll im Alltag. In einem wunderschönen, nicht immer planbaren, gottgeführten, bunten Familienalltag als Missionarsfamilie im Inland.
Genau das, was ich mir nie hätte vorstellen können.

So schreibt Gott seine Geschichte mit uns.
Was bleibt von unserer Geschichte 2019?
Gott ist treu! Sein Frieden übersteigt unser Denken!



Hier war es letztes Jahr sehr still. Unser Leben war es nicht. In meinem Kopf auch nicht. Mehr Gedanken als je zuvor fahren Achterbahn. Ich versuche, einen richtigen Umgang zu finden, wie und mit wem ich sie teile. Vielleicht hier, vielleicht auch nicht. Wir werden sehen.

love, anni



Montag, 30. Dezember 2019

Häkelanleitung: Geburtstagskrone

Mein Mädchen wurde diesen Monat ein Jahr alt! Um das zu feiern und ihre Identität als Königskind Gottes klar zu zeigen, habe ich ihr eine Geburtstagskrone gehäkelt.

Zur Feier des Tages teile ich die Anleitung mit euch und hoffe, dass sie euch Freude bereitet.

Es ist ein schnelles Projekt für zwischendurch, an einem Abend schnell geschafft. Ich habe die Anleitung mehr oder weniger grob mitgeschrieben, falls du Anfänger bist und Hilfe brauchst, schreib mir gerne. Für Fortgeschrittene, die auch mal gern „pi mal Daumen“ häkeln, ist es sicher kein Problem 
:)

Ich habe Baumwollgarn verwendet und die kleinere angegebene Nadelstärke. 

Also los - 
das musst du können:
LM: Luftmasche
KM: Kettmasche
fM: feste Masche
St: Stäbchen
DSt: Doppelstäbchen

Start:
Wir beginnen unsere Krone mit einem elastischen Maschenanschlag. Dieser ist sehr hilfreich, wenn man ein Stirnband oder eine Mütze von unten häkelt. Auch für die Krone passt es sehr gut. Hier kannst du dir auch ein Video dazu anschauen. 
(Natürlich kannst du auch mit einer Luftmaschenkette starten, wenn das leichter für dich ist. Aber versuch es doch mal mit etwas neuem)
Für den elastischen Maschenanschlag beginnst du mit 2 Luftmaschen, stichst in die erste LM mit der Nadel ein, holst den Faden durch und dann häkelst du eine feste Masche, also nochmal Faden durchholen, so dass du 2 Schlingen auf der Nadel hast, und dann nochmal Faden holen und durch beide Schlingen ziehen. 
Dann stichst du durch den „Fuß“ der fM, holst den Faden, und dann folgt wieder eine fM. Es ist schwierig zu erklären, am besten schaust du dir das verlinkte Video an. Man häkelt nicht eine Reihe, sondern stell es dir so vor: du häkelst die LMK und die erste Reihe miteinander von einer Seite zur anderen.

Achte darauf, dass der Maschenanschlag (oder die LMK) gedehnt so lang oder nur etwas länger (falls du ein Gummiband einnähst) ist, wie der gewünschte Kopfumfang. 





Basis:
Jetzt häkeln wir in Reihen. Du kannst so viele Reihen fM häkeln, wie hoch deine Krone werden soll. Für den ersten Geburtstag meiner Tochter habe ich die Zacken direkt auf den Maschenanschlag gehäkelt. Wenn du mit einer LMK gestartet hast musst du mindestens eine Reihe fM häkeln.

Bordüre:
Für die Bordüre und als Vorbereitung für die Zacken häkeln wir eine Reihe wie folgt:
4 Steige LM, eine Masche überspringen, 
in die 2. M: (1 St, 1 LM, 1 St), 1 LM
dann 1 M auslassen
in die 4. M: (1 St, 1 LM, 1 St), 1 LM, 1 M auslassen
so entsteht das Muster
Es macht nichts, wenn es nicht ganz aufgeht mit den Maschen. Mut zur Lücke ;) Falls du am Ende eine Masche übrig hast, lass sie einfach aus. Du kannst hier ein bisschen kaschieren, da wir nach dem letzten Stäbchen wie gewohnt eine LM häkeln und nun in RUNDEN weiterhäkeln! Wir schließen also die LM an die 3. Steige LM vom Anfang der Reihe an! Achtung, nicht das gehäkelte Band verdrehen J Die Reihen werden mit wenigen Stichen zusammengenäht ODER du nähst hier ein kleines Stück Gummiband ein.

Zacken:
Auf die Bordüre häkeln wir die Zacken. 
Eine Zacke wird wie folgt in einen Zwischenraum von zwei St aus der Vorreihe gehäkelt (um die LM):
(2 St, 2 DSt, 1 LM, 2 DSt, 2 St), KM in oder um die LM im nächsten Zwischenraum.
Die äußeren Stäbchen „legen“ sich dann auf die vorige Reihe.
So oft wiederholen, bis die Krone alle Zacken hat ;)

Das war’s schon! 
Viel Spaß beim Geburtstag oder einfach nur das Leben feiern, ihr geliebten Königskinder!

love, anni

PS: Wie süß wäre ein Kronen-Stirnband für draußen aus etwas dickerer Merino-Wolle? Ich glaub, das probiere ich für den nächsten Winter!














Dienstag, 5. November 2019

Ein Projekt: Kalender für 2020

12 ganz unterschiedliche Frauen, die sich noch nie getroffen haben, haben drei Gemeinsamkeiten:

  1. die Liebe zu Jesus
  2. ein kreatives Hobby
  3. einen Instagram Account
Und so haben wir diese drei Dinge genutzt und gemeinsam einen Kalender gestaltet.
"Schätze für mein Leben", so heißt er, und ein Schatz ist er wirklich. 
Jede von uns teilt ihren Schatz mit dir. Jede von uns hat einen Vers als Kalenderblatt gestaltet, der ein Schatz für sie ist. Auf der Rückseite erfährst du ganz kurz etwas über die Künstlerin und über die Bedeutung des Verses. Jeden Monat hast du so einen neuen Schatz, den du in den mitgelieferten Holzblock stecken und aufstellen kannst.
Und wenn der Monat vorbei ist? Dann schneidest du die Monatsübersicht ab, drehst das Kalenderblatt um, schreibst ein paar liebe Zeilen (vielleicht warum der Vers auch für dich zum Schatz wurde) und schenkst es einer Person, die du magst oder die Gott dir zeigt. Und dann kann es schließlich auch für diese 3. Person ein "Schatzausgraben" werden.

Wunderbar?
Finden wir auch.

Fakten:
1 Kalender
= 12 Postkarten
+ 1 Holzaufsteller
+ Aufbewahrungsbox aus Pappe
17,70€ inklusive Versand

Und es gibt nur eine limitierte Stückzahl! Also, falls du einen möchtest, überlege lieber nicht zu lange.

Bestellungen bitte an schaetzefuermeinleben@yahoo.com (oder schreib mir einfach)

Welcher Vers ist ein Schatz für dich?

love,
anni

Sonntag, 3. November 2019

Neubeginn

Es ist November. Ein neuer Monat.
Drehst du gerne das Kalenderblatt um? Oder ist das etwas, das du ständig vergisst?
Ich mache das sehr sehr gerne. Nicht nur, weil ich jetzt selbst bei einem Kalenderprojekt für 2020 dabei sein durfte und ein Kalenderblatt gestalten durfte (mehr Infos im nächsten Beitrag, ganz bald!). Auch nicht, weil ich immer neugierig auf das Design des nächsten Monats im Kalender bin.

Ich liebe es einfach, wenn der neue Monat unberührt und frisch vor mir liegt. Ich liebe die "kleinen Zahlen" im neuen Monat, die erste Woche finde ich irgendwie immer besonders. Ab den 20ern verliere ich gerne auch mal den Überblick, welcher Tag eigentlich ist.
Aber nun habe ich etwas verstanden.
Ist dir eigentlich klar, wie sehr Gott Neuanfänge lieben muss? Er gibt uns so viele: ein neues Jahr! (wer liebt es nicht und macht sich viele Vorsätze), ein neuer Monat, ein neuer Tag.
Oder sogar: ein neues Leben! Neue Wege. Neue Entscheidungen. Neue Freundschaften. Neue Kraft.
Der Mond, die Erde, die Ernte. Das Leben. Alles hat Zyklen, Ende und (Neu)Anfang.



Gottes Gnade ist jeden Morgen neu, heißt es in der Bibel (Klagelieder 3,23). So ein wertvoller Schatz für mich, besonders seit ich Mama bin. Aber auch unabhängig davon. Für mich ist GENUG Gnade da. Jeden Morgen neu.
Gott ist ein Gott der Neuanfänge. Jeder Sonnenaufgang ist eine Bestätigung dafür.

Kannst du es glauben? Kannst du es fühlen?

love,
anni


Mittwoch, 17. Juli 2019

#thedietrichadventures continue!

Seit Mitte Mai wohnen wir nun in unserer neuen Wohnung - nur wir drei. Das 1. Mal seit 1,5 Jahren wieder in einer eigenen Wohnung - jetzt als Familie!

Vieles ist anders als vorher.
Aber eines hat sich nicht verändert:
meine LIEBE zu Gott, dass ich IHM mein Leben HINGEBEN möchte. Der innere Drang und die Unruhe, (seine) LIEBE WACHSEN ZU SEHEN!

Vieles ist jetzt leichter als vorher: Hier wächst ganz automatisch Liebe, denn unsere kleine Lou wird immer größer und ist jetzt schon 7,5 Monate alt!

Manches ist schwerer als vorher: Zum Beispiel mein Herz. Man muss wahnsinnig sein freiwillig in der Welt herum zu reisen und überall, an Orten und an Menschen, ein Stück seines Herzens dazulassen...
Oder Bloggen! Denn da ist ein kleiner Mensch, der es nicht mag, wenn die Mama mit starrem Blick an ihr vorbei in einen Bildschirm schaut, wo sie selbst nicht reinschauen soll.

Aber eins ist sicher:
Unser Alltag ist geprägt von der Liebe Gottes durch unsere neue Arbeit als Missionare bei Free!ndeed.
Es geht uns richtig gut. Uns als Familie und mit der neuen Aufgabe.
Und bald erzähle ich gerne mehr dazu!

love, anni



Donnerstag, 28. Februar 2019

Familienfokuszeit

Fast 5 Monate sind wir nun schon wieder in Deutschland. Oft hört man, dass der Wiedereinstieg nach einem längeren Auslandsaufenthalt schwierig sein kann.
Außerdem wurde unsere Lou geboren und wir finden uns als Familie zusammen. Auch fest verankert in Umfeld und Beruf etc. ist das schon eine schwierige Aufgabe.

Wir wohnen bei Freunden und Tobias arbeitet bei seinem Papa. Keine eigene Wohnung, kein richtiger Job. Es könnte so wirken, als ob wir noch nicht richtig angekommen sind oder es nicht schaffen, wieder ins "normale Leben" einzusteigen. Denn wir sind ja immer noch in einer "Übergangssituation".....
Aber wir sind voll angekommen im Leben! Im Leben als Familie und im Leben, so wie wir es für uns gestalten wollen. Im Leben, in dem Gott uns führt und leitet.

Als wir gerade wieder angekommen waren in Deutschland sind wir nach Lörrach gefahren. Ich war hochschwanger und fand die Fahrt ziemlich anstrengend. Und als ich so über unsere Situation nachgedacht habe, ist es mir ganz wichtig geworden, dass die damals noch vor uns liegenden Monate keine Übergangszeit sein sollen. Und auch rückblickend kann ich das voll so sehen, was ich damals gefühlt habe: es war und ist keine Übergangszeit! Wir nennen es Familienfokuszeit.

Eine Zeit, in der wir vielleicht noch nicht an einem festen Ort wohnen und Tobi keinen festen Job hatte, aber in der wir uns ganz viel Zeit nehmen konnten, als Familie anzukommen.
Es waren die wichtigsten Monate in unserem Leben, in denen wir unsere Tochter auf der Welt willkommen geheißen haben. Das soll keine Übergangszeit sein und ich wehre mich vehement gegen diesen Begriff.

Jetzt kommen langsam immer mehr Nachfragen, vor allem da die erste Idee - zurück nach Eimeldingen - nun nicht mehr aktuell ist. Ja, wir haben neue, spannende Ideen! (Und sind gespannt im März mehr darüber zu erfahren.)
Aber momentan genießen wir es, genau so wie es ist. Leben im Jetzt, nicht mehr im Morgen. Jede Phase, egal ob sie laut ist oder still (unsere Tochter hat sehr viele sehr laute Phasen *lach*). Jeden Tag der Woche, nicht nur am Wochenende. Jeden Monat, auch wenn wir noch nicht wissen, wo wir im nächsten Monat wohnen werden.
Das ist total ok für uns. Weil wir in Neuseeland gelernt haben: Gott versorgt uns. Er ist JAHWEH, er ist, der er ist. Außerhalb von Zeit und vor allem daran interessiert, mit uns im JETZT zu SEIN.

Der Hauptaspekt unserer letzten Monate lag natürlich auf Lou. Ihr Zeit zu geben, auf der Welt richtig anzukommen, erstmal uns als Eltern und dann auch unsere Geschwister und unsere Eltern und Großeltern kennen zu lernen. Aber unsere Familienfokuszeit heißt konkret auch: Tobias arbeitet 50%, um viel Zeit für uns zu haben, auch weil eine Elternzeit jetzt nicht möglich war. Er arbeitet bei seinem Papa im Geschäft und hat dort intensiveren Kontakt mit seinen Eltern. Wir haben vier Wochen im Dezember bei meinen Eltern gewohnt. Wir wohnen mit unseren engen Freunden, die wir nun auch zur Familie zählen.
Der Fokus ist zuerst auf unserer neuen, kleinen Familie, aber nicht nur.

Jetzt fühlen wir uns schon richtig gut angekommen und können unseren Fokus wieder etwas erweitern. Und darauf freuen wir uns. Wir drei :)

love, anni

PS: Alle Fotos sind übrigens von der großartigen Anne Schlingheider, schaut doch mal bei ihr vorbei :) Kaum zu glauben, dass es ihr erstes Neugeborenen Shooting war. Die Frau hat Talent!

Hebammengeschenk - ich nehme dich mit durch's 1. Jahr

Unsere Tochter kam zuhause auf die Welt, unsere Hausgeburtshebamme hat uns diese wunderbare Erfahrung und diesen Start in Lous Leben ermögli...

besonders gern gelesen