Montag, 14. August 2017

20 Facts about me 2.0

Ihr Lieben, ich blogge jetzt schon seit einiger Zeit und war gerade beim Durchstöbern erstaunt, was sich alles bei den "20 Facts about me" geändert hat!

Darum gibt es jetzt nach 2 Jahren die Version 2.0 :)

1) Manche Dinge verändern sich nicht! In meiner Familie ist es ein festes Weihnachtsritual,die Muppets Weihnachtsgeschichte anzuschauen. Mindestens einmal pro Jahr. 
2) Ich bin seit 2008 Vegetarierin und will mich auch bald zumindest zuhause vegan ernähren. Bis jetzt blieb es bei der vegetarischen Ernährung #oops
3) Unsere Meerschweinchen Erna und Bärbel sind im Juni ausgezogen :(
4) #ichhäkelalles. Momentan aber hauptsächlich Vögel, Wolken und Sterne für @my.little.crochet.corner
5) Eine Disco habe ich immer noch nicht von innen gesehen.
6) Ich mag Schokolade. Und Chips. Am besten gleichzeitig. Das ist ein Problem.
7) Mit 11 Jahren war ich das erste Mal Babysitterin. 
8) Ich studierte Frühpädagogik. Jetzt hab ich meinen Bachelorabschluss.
9) Jetzt könnt ihr euch denken, dass ich Kinder wirklich gerne mag. jajaja!
10) Ich versuche umweltbewusst zu leben, wo es geht. Zum Beispiel haben wir kein Auto. Wir haben jetzt ein Auto und ich bin sogar täglich damit zur Arbeit gefahren :( Trotzdem versuchen wir es so wenig wie möglich zu nutzen und umweltbewusst zu leben! 
11) Ich bin inkonsequent, aber ich arbeite daran...immer mal wieder ;). Aber ich bin begeisterungsfähig. Ich arbeite noch daran :D

Die nächsten Fakten waren alles Dinge aus meiner Kindheit, die sich nicht ändern konnten. Darum gibt es jetzt 9 brandneue :D

12) Vor uns liegen spannende Monate. Ich hatte am Freitag meinen letzten Arbeitstag und im Dezember gehen Tobias und ich nach Australien und dann für eine längere Zeit nach Neuseeland!
13) Nächsten Monat sind wir bereits 5 Jahre verheiratet und wollen das auch feiern!
14) Ich leite die Mutter-Kind-Gruppe "Springmäuse" in unserer Kirche seit 1 3/4 Jahren.
15) Im Oktober nehmen wir am Muskathlon in Indonesien teil und sind auch im Leitungsteam für Deutschland.
16) Ich habe deshalb schon vor vielen Monaten angefangen, mit Babbel indonesisch zu lernen und bin nur ein paar Lektionen weit gekommen. Jetzt wird die Zeit knapp und ich ärgere mich darüber...
17) Wir haben 4 Compassion Patenkinder: in Ghana, in Tansania, in Uganda und in El Salvador. Leider keins in Indonesien. 
18) Unser Patenkind Dorcus aus Uganda haben wir letztes Jahr beim Muskathlon kennen gelernt.
19) Ich mag BibleArtJournaling super gerne und habe mit einer Freundin eine Gruppe in der Kirche gestartet, weil ich es allein viel zu selten mache.
20) Ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch der Welt, der im Urlaub nicht gerne Postkarten verschickt. Ich kann damit auch selbst wenig anfangen und freue mich natürlich, wenn ich eine bekomme. Aber dann weiß ich oft nicht, wo ich sie aufbewahren soll oder ob ich sie wegschmeißen kann :D

Na das ist doch mal ein Fakt zum Abschluss.... so ein bisschen was zum besser Kennenlernen zwischendurch. Erzählt mir doch ein paar Fakten über euch in den Kommentaren :)

Love,
Anni

Sonntag, 6. August 2017

Segnungsparty für meine schwangere Freundin

Meine liebe Freundin Katharina erwartete im Mai ihr drittes Baby und wir haben eine Babyparty für sie geplant. Es sollte aber keine amerikanische "Babyshower" mit Spielen und viel Trara werden, sondern ganz schlicht, einfach ein Vormittag mit guten Freundinnen, Frühstück und Gebet für ihren ungeborenen Sohn, für eine gute Geburt und für sie und ihre Familie.
Ein paar Ideen, die ich mir gemacht habe, möchte ich euch gerne weitergeben, vielleicht hast du ja auch eine schwangere Freundin, die du besonders segnen oder ehren möchtest.

In meinen Überlegungen ist mir nämlich ganz neu bewusst geworden, wie gut ich es finde, eine Frau zu sein. Und dass neues Leben in meinem Körper wachsen kann, irgendwann. Ist das nicht cool? Gott vertraut uns eine Hammer große und wunderschöne Aufgabe an! Und viel zu oft, ich empfinde immer mehr, wird das Wunder Schwangerschaft und Geburt und auch Muttersein heruntergespielt und nicht geehrt. Obwohl immer mehr neue Erfindungen und Innovationen die Schwangerschaft begleiten und Babyratgeber den Markt fluten.
Ich denke, was eine Frau braucht ist Intuition, Unterstützung und Gnade. Frauen sind dafür ausgestattet und gemacht, Mamas zu werden und zu sein. Und das meine ich überhaupt nicht herabsetzend, dass sie auf das Mamasein reduziert werden. Sondern total ehrfurchtsvoll, was gibt es schöneres als Ehefrau und Mutter zu sein? Darum war es mir so wichtig, meiner Freundin Ehre zu bringen und sie zu segnen.

Mein Geschenk an meine Freundin ist eine Patchworkdecke, die alle Freundinnen zusammen mitgestalten konnten, indem sie auf ein Stoffstück einen Wunsch, einen Vers, ein Wort, ein Bild...zeichneten. Ich sticke diese Worte nach und dann wird die Decke für das neue Baby zusammengenäht. Viel Arbeit aber eine lange Investition, drum wollte ich auch nicht dass die Decke zu klein ist, sondern dass sie lange in ihr gekuschelt werden kann.

Außerdem habe ich einen Blumenkranz binden lassen, den die Hauptperson des Tages tragen durfte. Welche Frau wünscht sich nicht einen schönen Blumenkranz an einem besonderen Tag :) Die Floristin hat ganz verwundert gefragt, ob geheiratet wird ;) Nein, "nur" gesegnet und geehrt :)
Nun wird der Kranz getrocknet und aufgehängt. Ich habe mich für schlichtes Schleierkraut, Eukalyptus und weiße schlichte Blümchen entschieden und bin gespannt, wie er getrocknet aussieht.

Am Ende haben wir alle für die werdende Mama gebetet. Als Zeichen der Verbundenheit als Frauen und dass wir sie weiterhin im Gebet unterstützen, haben wir uns einen Faden um das Handgelenk geschlungen und das Wollknäuel zur nächsten Frau weitergegeben, bis alle durch den Faden verbunden waren. Dann haben wir miteinander gebetet und das Baby, die Geburt, die Familie, die beiden älteren Geschwister, den Vater, den Körper der Mutter und noch viel mehr gesegnet und um Gottes Schutz gebeten. Nach unserem Gebet haben wir den Faden zwischen uns durchgeschnitten und so blieb bei jeder Frau ein Stück um den Arm geschlungen, das wir uns als Armband festgeknotet haben und bis zur Geburt als Gebetserinnerung tragen können.

Eine weitere Möglichkeit (haben wir allerdings nicht gemacht) besteht darin, Ermutigungen für die letzte Zeit der Schwangerschaft und die Geburt auf Steine zu schreiben, das können Bibelverse sein oder einfach Zusprüche. Die Steine sollten nicht zu klein sein, so können sie auch mal umklammert werden und außerdem muss die Schrift ja auch gut leserlich sein und die Steine sollen auch kein Risiko für Kinder im Haus darstellen.

Möglich wäre es auch, die Ermutigungen auf Bauklötze zu schreiben und diese dann mit speichelechtem Lack zu lasieren, so hat das Baby dann auch noch was davon. Holzklötze habe ich zum Beispiel bei Dawanda gefunden.
Das sind ein paar Alternativen zum Bodys bemalen und Kuchen essen :)
Was macht ihr gern bei Babypartys?
Love,
Anni

Mittwoch, 2. August 2017

Wie sportlich muss ich sein, um beim Muskathlon teilzunehmen?

21,1 km joggen? Oder noch schlimmer: 42,2km! Das schaffe ich nicht und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust dazu. Ich bin keine Läuferin und werde es auch nie sein. Das regelmäßige Training ist für mich ein großes Opfer, sowohl zeitlich gesehen als auch von der Überwindung her.
Ich kann beim Laufen weder beten noch abschalten, wie ich es oft höre. Es ist einfach nur anstrengend für mich und ich muss mich sehr konzentrieren. Durch regelmäßiges Training würde sich das vielleicht ändern, aber dann habe ich Mal eine Woche keine Zeit und fange wieder bei Null an...nunja, es ist ein negativer Kreislauf.
Den Muskathlon laufe ich nicht, weil ich Sport liebe oder um eine Halbmarathon Bestzeit hinzulegen, sondern um mich für Gerechtigkeit einzusetzen und um den Kindern in Indonesien Gottes Liebe zu zeigen. Das tue ich nicht, in dem ich hochkonzentriert und schwitzend an ihnen vorbeijogge, sondern in dem ich mir für sie Zeit nehme, mit ihnen an der Hand laufe oder einfach stehen bleibe. Der Lauf ist ein elementarer Bestandteil in der Muskathlon Woche, da bin ich ganz sicher und das soll jetzt auch nicht zu Missverständnissen führen. Gott benutzt diesen Lauf um Mauern zu durchbrechen und auch um extremen Einsatz zu fordern. Beide Seiten gibt es und man findet wahrscheinlich erst am Lauf selbst heraus, was Gott vorhat. Ich bin gespannt und trainiere so gut ich kann, wissend, dass es eigentlich nicht genug ist. Und bin gespannt, wie Gott mich dann herausfordern und beschenken wird.


Sport ist (in Maßen ) gesund und natürlich fühle ich mich nach einem Lauf auch gut und fit. Aber sportlich zu sein ist keine Voraussetzung um am Muskathlon teilzunehmen. Wer bereit ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen kann auch ein paar Lauftrainings in Kauf nehmen. Und wenn das Herz stimmt, dann laufen die Beine hinterher. Also keine Angst, meld dich an!
Hier geht's zur Anmeldung für Tansania im Mai 2018!
Was hindert dich jetzt noch? :)
Love, Anni

Montag, 31. Juli 2017

Freundinnen auf dem Weg zur Hochzeit begleiten

Im September heiratet mein Schwager eine ganz wunderbare junge Frau, die mir zu einer engen Freundin geworden ist. Ich möchte sie in der Zeit vor der Hochzeit begleiten und da sie bereits im Juni standesamtlich geheiratet haben und wir sie zu diesem Anlass gesehen haben, haben wir bereits einen Teil der Geschenke verschenkt.


Geschenke müssen nichts Materielles sein. Die richtigen Worte, Zeit und Ermutigung sind mindestens genau so wertvoll für junge (Ehe-)Paare.
Zur Heirat vor dem Staat haben wir den beiden verschiedene Gutscheine geschenkt. Einen aus einem Café und einen aus einem Restaurant aus einer Stadt in ihrer Nähe und einen Gutschein für die Therme. Denn zwei Dinge wissen wir sehr gut. 1.: Zeit zu zweit ist nicht nur schön, sondern auch essentiell, um eine Ehe aufzubauen. Und 2.: Gemeinsame Unternehmungen müssen zwar nicht viel kosten, aber ab und zu mal Essen zu gehen oder in die Therme ist wie ein Kurzurlaub. Wir waren beide Studenten und konnten uns daher nicht viel leisten. So kamen wir auf die Idee mit den Gutscheinen. Nicht sehr persönlich und oft ein Notgeschenk bei Ideenlosigkeit, aber in diesem Fall absolut berechtigt und liebevoll ausgewählt. Für die individuelle Note habe ich eine Mappe mit den Namen beschriftet, die können sie weiterhin benutzen, wenn sie wollen und könnte man auch noch persönlicher gestalten.



Außerdem habe ich einen Hochzeitscountdown für die kirchliche Trauung gestaltet. Auch diesen kann man aufwendiger gestalten wenn man möchte, ich habe ihn bewusst schlicht und einfach gehalten​. Ich selbst hatte vor unserer Hochzeit ein Maßband aus dem Möbelhaus, bei dem ich die cm-Angaben als Tage angesehen und täglich einen abgerissen habe. Daran habe ich mich auch beim Basteln orientiert. Vier Streifen, die jeweils 1cm breit sind werden in 1x1cm Kästchen aufgeteilt, der Länge nach auseinander​geschnitten und einfach aneinander geklebt. Zahlen 1-100 eintragen, fertig! Viel Liebe in einfachen Papierstreifen.
In meinem Kalender habe ich mir im 10Tagesrhytmus ebenfalls den Countdown abgespeichert, so kann ich meiner Freundin am jeweiligen Tag eine kurze Nachricht oder sogar auch Mal eine Karte oder einen Brief schreiben und mitfiebern.

Was habt ihr noch für Ideen? Was war euer schönstes Hochzeitsgeschenk?

Love, Anni

Freitag, 23. Juni 2017

Wie meine Meerschweinchen meine Ehe gerettet haben

Am Sonntag habe ich meine Meerschweinchen abgegeben. Nicht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie ich erst dachte, sondern mit zwei weinenden. Es war kein einfacher Schritt für mich, aber ich habe ein gutes neues Zuhause bei der Meerschweinchen-Nanny gefunden, die wiederum ein tolles langfristiges Zuhause für die Dicken finden wird. Dafür sind wir ein ganzes Stück gefahren, aber es war mir so wichtig, dass gut für die Tiere gesorgt ist.
Ja, es sind nur Meerschweinchen. Aber es sind Tiere, für die ich die Verantwortung übernommen habe, von einem Tag auf den anderen und ziemlich undurchdacht und ungeplant. Aber mit vollem Herzen.
Ich habe Erna und Bärbel adoptiert, sie waren auf eBay Kleinanzeigen eingestellt und da werden Kleintiere dann oft als Schlangenfutter gekauft. Oder geraten in falsche Hände und zu kleine Käfige. Sicher, ganz optimal und vor allem naturnah war ihr Leben bei uns bestimmt auch nicht. Aber wir haben unser bestes getan ihnen ein tolles Schweineleben zu ermöglichen.
1. Morgen mit den Dicken
Und nur weil unsere Lebens- und Wohnsituation sich ändern wird, kann ich sie nicht einfach ins Tierheim geben und mich um diese Verantwortung drücken.
Dazu erzähle ich bald mehr, jetzt soll es erst noch um Erna und Bärbel gehen. Denn diese zwei kleinen flauschigen Wesen haben meine Ehe gerettet. Das ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt, aber tatsächlich empfinde ich es so, denn ich habe durch sie viel über mich selbst gelernt und wie ich Beziehungen lebe. 
Mini Erna und Mini Bärbel
Meerschweinchen sind Fluchttiere und man braucht viel Geduld (und Gurken) bis sie Vertrauen fassen. Wenn ich sie auch gerne kuscheln und herzen würde, es entspricht überhaupt nicht ihrer Natur, sie kuscheln nicht einmal häufig miteinander. Ich muss ihnen so begegnen und sie respektieren, dass sie sich geliebt fühlen. Das gilt auch für Beziehungen zu Menschen und ganz besonders zu meinem Mann. Ich muss ihm auch in seiner Liebessprache sagen, dass ich ihn liebe, sonst versteht er mich vielleicht nicht! Kennst du die 5 Liebessprache und viel wichtiger, kennst du die Liebessprache deines Partners und auch deine eigene? 
Erna
Bärbel







Außerdem war ich während des Studiums viel allein zu Hause, weil mein Mann bereits gearbeitet hat. Das viele Alleinsein in einem ganz neuen Umfeld hat sich ziemlich einsam angefühlt. Wenn mein müder Mann abends von der Arbeit nach Hause kam, dann war mein "Liebestank" leer und ich erwartete von ihm, dass er ihn füllte. Was natürlich nicht seine Aufgabe war, denn zuerst will ich mich immer an Jesus wenden, der die Liebe ist. Aber die Meerschweinchen haben mir dabei geholfen. Sie haben mir das Gefühl vermittelt, dass ich nicht allein bin und Leben in unsere Wohnung gebracht. Ich hatte etwas, um das ich mich kümmern konnte. So wurde ganz viel Erwartungsdruck aus unserer Beziehung genommen. Ganz genau muss ich da jetzt auch nicht drauf eingehen, ich denke jedes Paar bzw. jede Person hat eigene Themen, denn das war ja eher etwas, das ich an mir selbst reflektieren musste (und muss).

Für mich waren die Meerschweinchen ein Geschenk, das Balsam für meine Ehe war. Und jedes gute Geschenk kommt von Gott! Dieser Vers aus Jakobus 1 erinnert mich immer wieder daran, wie gut unser Vater im Himmel zu uns ist. Und für mich waren die Meerschweinchen ein Geschenk Gottes.
Die leichte Decke aus Nelefees Babydeckenshop gibt es auch mit anderen Versen. Wir haben sie umfunktioniert als Wandbehang, bis irgendwann das größte Geschenk darin kuscheln darf. ;)

Love, Anni

Samstag, 17. Juni 2017

Muskathlon 2017

Ihr Lieben,

ich habe hier noch gar nicht besonders viel über den Muskathlon 2017 berichtet. Und das, obwohl der Muskathlon in Ruanda schon im Mai stattgefunden hat! Auf Instagram habe ich darauf hingewiesen, aber für den Blog hatte ich gar nicht so viel Zeit in den letzten Wochen. Ziemlich vieles ist in den letzten Wochen zu kurz gekommen und ich weiß gar nicht genau, was mich eigentlich so beschäftigt hat.

Darum hole ich es jetzt nach. Denn der Muskathlon ist meine Herzensangelegenheit! Die Kinder sind meine Herzensangelegenheit!

Der Muskathlon ist ein sportliches Ereignis, das extreme Ausdauer erfordert und an einem außergewöhnlichen Ort stattfindet. Dadurch werden finanzielle Mittel in großem Maßstab gesammelt und Ungerechtigkeit bekämpft. Der Muskathlon in Indonesien wird vom 7.-15. Oktober 2017 stattfinden und auf Bali starten. Von Bali werden wir nach Sumba fliegen; eine Insel extremster Armut, die kaum besucht wird. 
Der Muskathlon wird von der 4te Musketier (4M) in Zusammenarbeit mit Compassion organisiert: Ein Hilfswerk, das Kinder in Jesu Namen aus Armut befreit. 

Ihr Lieben, ich habe euch schon oft von Compassion erzählt und ich kann immer nur wiederholen, dass die Arbeit mich einfach überzeugt! Kinder werden nicht einfach nur gefördert um aus Armut befreit zu werden, sondern die Armut wird aus den Kindern herausgeholt. Sie werden ermutigt und befähigt und sie lernen Jesus kennen.
Bei Compassion lernt jedes Kind eine ganz besondere Person durch Briefe und evtl. sogar durch einen Besuch kennen. Eine Person, die sich für sie interessiert, die sie fördert, die sie ermutigt. Eine Person, die ihr Leben verändert. Eine Person, dank der sie nicht von ihren Eltern getrennt werden. Eine Person, dank der die kranke Mutter medizinische Hilfe bekommt und das untergewichtige Geschwisterchen überleben wird.
Eine Person, die ihre Verantwortung wahr nimmt und dafür sorgt, dass die ganze Welt dieses Kindes verändert wird.

DU KANNST DIESE PERSON SEIN!

Du kannst eine Patenschaft für 30€ im Monat übernehmen, du kannst ein Kind ermutigen, es fördern und unterstützen.
Hier kannst du online eine Patenschaft abschließen oder du hinterlässt mir einen Kommentar, dann helfe ich dir.

Wie auch letztes Jahr schon:
Wer bis zum Muskathlon eine Patenschaft übernimmt und meinen Namen im Kommentarfeld angibt (Annika Dietrich, Muskathlon Indonesien 2017) bekommt von mir ein Überraschungspaket, denn jede abgeschlossene Patenschaft wird auf mein Spendenkonto angerechnet.
Auch wenn du einfach eine Geldsumme (statt einer Patenschaft) spenden möchtest bekommst du eine kleine Überraschungspost von mir. Gib unbedingt deine Emailadresse mit an, dass ich mich auch bei dir melden kann! :)

Also ich finde, es lohnt sich doppelt.

Und für nächstes Jahr kannst du dich selbst beim Muskathlon in Tansania anmelden und nich nur Leben verändern, sondern es auch hautnah miterleben und selbst verändert werden!

Sei dabei, für den König und für die Kinder!
Lass deine Liebe wachsen! Love,
Anni

Mittwoch, 14. Juni 2017

Wertschätzung für Mamas

Hallo ihr Lieben :) 

Ich habe für die Mamis in meiner Krabbelgruppe eine kleine Überraschung vorbereitet und wollte euch gern daran teilhaben lassen. Vielleicht ist ja auch unter euch die eine oder andere, die beruflich, ehrenamtlich oder privat viel Kontakt mit Mamas hat. Oder du bist selbst eine Mama. :)
Der Anlass war zwar Muttertag, aber Mamas sind so wertvoll und wichtig, da braucht es eigentlich keinen Grund sie wert zu schätzen!

Zuerst habe ich einen Bibelvers herausgesucht, den ich den Mamas zusprechen wollte und habe ihn mit Hilfe eines kostenlosen Online Bildbearbeitungs- und Designprogramms aufgeschrieben. 

Geworden ist es die Tageslosung von Muttertag am 14.5.17 - 1. Johannes 3,1a

Ich habe den Vers mehrmals ausgedruckt und zurechtgeschnitten und die Ausdrucke dann auf Tonkartonkarten geklebt.
Während der Krabbelgruppe habe ich mit den Kindern ihre Handabdrücke auf die Karten gestempelt. Dazu habe ich Wasserfarbe benutzt, weil es gut wieder abgeht, ich hatte einfach nur nasse Waschlappen dabei. 

In der Krabbelgruppe lese ich ab und zu einen "Liebesbrief von Jesus" an die Frauen vor, aus dem Buch "Ich bin bei dir" von Sarah Young. Zum Muttertag habe ich selbst einen Liebesbrief aus der Perspektive von Gott, dem himmlischen Vater, verfasst. Auch mit dem oben ausgewählten Vers wollte ich den Mamas zeigen, dass sie nicht allein sind, dass sie nicht allein kämpfen und dass Gott ihr Papa ist, den sie um Rat, Kraft und Hilfe bitten dürfen. Ja, sie sind Mütter. Und haben eine große Verantwortung. Und fühlen sich damit vielleich tmanchmal alleine. Aber sie sind es nicht, denn sie dürfen Kinder Gottes sein!

Hier findest du den Liebesbrief von Jesus an dich, du wertvolle Frau, Tochter und Mutter:




Love, Anni

Montag, 12. Juni 2017

Hot Summer Days

Der Sommer ist da! Und das genieße ich! Obwohl ich nie ein großer Fan des Sommers war und die Hitze auch nicht besonders gut aushalten kann, freunde ich mich mehr und mehr mit dem Sommer an.
Trotzdem braucht man ab und zu eine Abkühlung - und wo findet man die? Natürlich im Schwimmbad oder in unserem Fall auch am Rhein! Nur blöd, dass jeder diese Idee hat, vor allem an so einem heißen und sonnigen Sonntag wie letztes Wochenende. 

Gott hat uns noch eine andere Art von Abkühlung geschenkt, und nein, obwohl ich Eis liebe, meine ich etwas anderes: Baumschatten
ich durfte auch mal in die Hängematte

Nach dem Gottesdienst haben Tobias und ich uns aufgerafft, ein paar Sachen zusammen gepackt, sind ein Stück gefahren bis zur Nähe eines schönen Waldstücks und haben uns dort dann zwischen Buchen niedergelassen. Tobias hat es sich in der Hängematte gemütlich gemacht und ich auf einer Decke. Und mit einem Kissen war mein Laubbett auch wirklich bequem. In der Kühle des Waldes konnten wir den ganzen Nachmittag gut aushalten und waren fast erschlagen von der hohen Temperatur, als wir nach einigen Stunden am Abend aus dem Wald raus und zurück zum Auto liefen. 

Wir haben hauptsächlich die Ruhe genossen, auf die unzähligen Waldgeräusche gelauscht (und dabei ein tolles Spiel gespielt: wer hört mehr unterschiedliche Geräusche?), gelesen, gebetet und die Zweisamkeit genossen. Es war ja niemand da, denn die Wanderer und Spaziergänger waren alle als Schwimmer unterwegs am Wasser. ;)

Probiert es doch mal aus, ein bisschen Zeit im Wald zu verbringen um dort Abkühlung zu finden. Keine Berührungsängste. Einfach eine Decke mitnehmen und ein schönes Plätzchen suchen! :)

Love,
Anni

PS: Ich hoffe euch gefällt mein neues Design :)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Geschenke zur Geburt eines weiteren Kindes

Meine gute Freundin hat letzte Woche ihr drittes Kind bekommen und heute durfte ich den kleinen Ari kennenlernen. Was schenkt man aber zur Geburt des 3. Sohnes? Ich kaufe zwar super gern Babykleidung ein oder häkle ein süßes Tierchen, aber das ist in diesem Fall wohl eher unangebracht und schon x-fach vorhanden. Darum, und auch weil ich finde, dass es wichtig ist, habe ich mich entschieden, die Mama zu beschenken! Wenn es der Mama gut geht, geht es auch dem Baby gut, oder?
Ich habe mich für das Buch "Unendlich wertvoll - Sofapausen für junge Mamas" von Anne Löwen entschieden. Die Beschreibung hat mich einfach überzeugt und erst vor kurzem habe ich den Mamas in meiner Krabbelgruppe Ähnliches erzählt. Nämlich, dass Muttersein so wichtig und wertvoll ist und auch ein Aspekt von Gottes Liebe widerspiegelt. Wie krass oder?! Und auch den Aspekt, dass man auch als Mama selbst Tochter Gottes ist - einfach wichtig und genial!
Für den kleinen Ari habe ich eine wunderschöne Karte von Gretas Schwester ausgesucht, leider habe ich vergessen sie zu fotografieren. Schaut sie euch doch hier an: klick (soooo ein süßer Shop!)


Und das wichtigste bei einem Neugeborenen-Besuch: Essen mitbringen! 
Wir organisieren uns in der Kirche über WhatsApp oder Doodle, sodass für frischgebackene Mamas der "Kochservice" aktiv wird und die glückliche Familie die ersten Tage oder sogar Wochen mit Frischgekochtem versorgt wird.

Weitere Geschenkideen zur Geburt findet ihr hier und hier.

Das wars mal wieder von mir :)
Love, Anni :)

Montag, 24. April 2017

Achtung, Falle!

Gerade lese ich in Hiob. In Kapitel 12, 12 steht: Weisheit gehört dem Alter, und Erkenntnis denen, die schon viele Jahre gelebt haben.

Gemein, denke ich. Ich will auch weise sein. Zack, die Falle ist zu. Ich nenne sie: die "Irgendwann-will-ich-auch-mal-so-sein"-Falle. Oder auch: die "Ich-bin-(noch)-nicht-gut-genug"-Falle.

Dass mit dem Alter die Erfahrung wächst ist wohl meistens tatsächlich der Fall. Ich bewundere Frauen, die älter sind als ich, für die Erfahrungen und Erlebnisse, die sie mit Jesus haben und um ihre Weisheit und Tiefe. Wenn ich mich so anschaue, dann bin ich manchmal meilenweit davon entfernt, was oder wie ich gerne wäre. Zu schüchtern. Zu ungesprächig. Zu stumpf. Zu teilnahmslos. Zu vorschnell. Zu ...

Dabei sagt Gottes Wort mir auch etwas ganz anderes:

"Niemand soll dich verachten, weil du noch jung bist. Sei allen Glaubenden ein Beispiel mit deinem Reden und Tun, deiner Liebe, deinem Glauben und deiner Reinheit."
1. Timotheus 4,12

Diesen Vers kenne ich schon lange und konnte ihn mir aus zwei Gründen immer gut merken. Erstens, und das ist etwas banal, ist der 4.12. mein Geburtstag und so konnte ich mir die Stelle gut einprägen.
Und zweitens habe ich schon als Jugendliche das Gefühl gehabt, noch nicht an dem richtigen "Punkt" angekommen zu sein, wo Gott mich wirklich gut gebrauchen kann oder vielleicht eher, wo ich selbst sein will. Das Denken war auf eine falsche Vorstellung von Gott gegründet. Gott liebt mich. Und er will mich. JETZT schon und genau so wie ich bin. Denn in seinen Augen bin ich schon so, wie er mich gemacht hat. In seinen Augen bin ich die, die ich in meinen Augen vielleicht nie sein werde. Aber ich halte mich daran fest: GOTT WILL MICH!

Wie sieht es heute aus? Jetzt bin ich Mitte 20 und fühle mich manchmal steinalt, doch für vieles immer noch zu jung. Für die Weisheit zum Beispiel.
Aber nun sind auch einige Jüngere unter mir. Die soll ich nicht verachten, das ist die Aufforderung von Paulus an die Älteren.
Aber ich verachte doch niemanden! Das ist so ein krasses Wort! Aber belächle ich nicht manchmal die ein oder andere eifrige Idee oder die Naivität, die Weltanschauung, die Unwissenheit, die Ungestümheit?

Was bedeutet denn dieser Vers von Paulus genau? Eigentlich ist der Vers oben nur ein kleiner Satz eines Freundes. Paulus schreibt seinem Freund Timotheus einen Brief, und wir dürfen hineinspickeln. Offensichtlich hat Paulus auch eine Vaterrolle für Timotheus eingenommen. Timotheus leitet eine Gemeinde und wird als "junger Mann" beschrieben. Da er eine Gemeinde leitet schätze ich jetzt aber mal, dass er nicht jugendlich ist, sondern wahrscheinlich sogar schon älter als ich. Und Paulus ermutigt Timotheus.

Ich erinnere mich an eine "Ermutigung", die ich erhalten habe.
"Pfff, also das Abi ist echt total leicht, das schaffst du locker. Ach was, das ist doch nicht viel zu lernen. Fang erstmal mit dem Studium an, dann hast du die Menge an Stoff in einem Semester."
Was denkst du? War das eine Ermutigung für mich? Nicht wirklich. Ich habe mich total herabgesetzt gefühlt und nicht gewürdigt in meiner subjektiven Wahrnehmung, dass ich vor einem großen und schweren Ereignis in meinem Leben stehe. Natürlich war es gut gemeint. Aber eine Ermutigung war es nicht für mich.

Ich will junge (jüngere) Menschen ermutigen und sie nicht verachten! Genau so, wie ich nicht verachtet werden will, weil ich noch nicht den Erfahrungsschatz einer 40- oder 80-Jährigen habe. Und auch nie haben werde. Ich werde den 2. Weltkrieg nicht miterleben, eine 80-Jährige kann dafür vielleicht kein Smartphone bedienen. Akzeptieren wir doch einfach, dass wir einander in unserer Unterschiedlichkeit und mit unseren unterschiedlichen Erfahrungen brauchen. Ich möchte ermutigt werden und ermutigen.
Ich will auch nicht in die "Ach-damals"-Falle rutschen sondern ermutigen, jede Phase des Lebens zu genießen und zu nutzen. Ich will auch nicht mehr in der "Irgendwann-will-ich-auch-mal-so-sein"-Falle landen, sondern jetzt schon leben. Und es gibt unzähliger solcher Fallen.
Ich will deshalb jeden Morgen neu meine Identität in Jesus neu begreifen. Ich bin gut und gewollt. Ich muss mir keine Sorgen machen (Phil. 4,1). Ich kann alles durch den, der mich stark macht (Phil. 4,13). Ich kann jetzt sogar schon ein Beispiel sein (siehe Bibelvers). Unabhängig von meinem Alter, meiner Weisheit, meinen Erfahrungen. Unabhängig von Bad Hair Day, Montagslaune und irgendeiner Falle, in die ich zu stürzen drohe. Denn Gott ist Liebe.

Liebe soll wachsen,
love
Anni

Montag, 17. April 2017

#unterwegs auf dem Westweg [Teil 1]


Ich habe euch hier schon ein bisschen mit durch den Schwarzwald und durch Südbayern mitgenommen. Ich möchte dies in eine Rubrik "Urlaub in Deutschland" erweitern und euch ermutigen, Deutschland zu erkunden! Es ist so ein schönes Land, mit vielen Ecken, die es zu entdecken gibt. Außerdem ist es ökologisch und ökonomisch sinnvoll :) Ich mache zwar auch sehr gerne Urlaub in einem anderen Land, dafür gibt es viele Gründe. Aber mir ist es auch wichtig, zu sehen und zu kennen, was vor meiner Haustür liegt.


Dazu erstmal folgende Eckpunkte:

Dauer:
2 Nächte (Samstag-Montag)

Unsere Route: 
Pforzheim - Dobel - Gernsbach 
Unsere Kosten: ca. 93€
2x Baden-Württemberg-Ticket Young: 52€, Verpflegung: ca. 35€, Eis: 6€ ;), Ausrüstung: bereits vorhanden

Drei lange freie Tage liegen vor uns, mit wunderschönem Wetter, laut Vorhersage. Tobias und ich packen die Rucksäcke, ziehen die Wanderschuhe an und los geht's einmal quer durch Baden-Württemberg mit dem Zug. Unser Ziel: die goldene Pforte und der Beginn des deutschen Fernwanderwegs "Westweg".
Der Westweg führt durch den ganzen Schwarzwald von Pforzheim bis Basel, ca. 285 Kilometer erkennbar an der "roten Raute".
Und da wir so nah am Schwarzwald wohnen kennen wir einige südliche Wegstücke. Tobi will schon lange den Westweg laufen, aber die 11 Tagesetappen am Stück zu schaffen braucht einen längeren Urlaub, der so schnell nicht in Sicht ist. Daher haben wir beschlossen, die Etappen aufzuteilen. Kurzerhand bestellen wir noch einen Westwegführer, den wir durch das praktische Format gerne weiterempfehlen.

Am Samstag Vormittag kommen wir in Pforzheim an und ein bisschen später auch an der 2km entfernten Goldenen Pforte. Der Weg dorthin führt ein Stück durch die Innenstadt und durch einen Park, entlang eines Lehrpfads über die Goldstadt Pforzheim und ist gut ausgeschildert.
Bei den insgesamt 11 Pforten kann man sich Stempel abholen. Mit 9 Stempeln erhält man ein kleines Geschenk vom Schwarzwaldverein. Wir werden also fleißig sammeln :)

Der Weg startet westwegtypisch abenteuerlich über ein schmales steiles Stück, bei dem ich froh bin, dass wir die Wanderstöcke mitgenommen haben. Tatsächlich ist die 1. Etappe eine größere Herausforderung für mich als gedacht. Meine letzte richtige Wanderung war allerdings auch vor 11 Monaten der Muskathlon. Danach hatte ich lange keine große Lust auf längere Strecken zu Fuß.
Der Weg führt weiter durch einen Stadtteil von Pforzheim und das steilste Wohngebiet das ich je gesehen habe. Dort würde ich nicht wohnen wollen, denn der Anstieg bis ganz oben geht geschätzt sicher eine halbe Stunde. Wir sind froh über die noch angenehmen Temperaturen und dass wir noch nicht 30 Grad haben.
Danach geht es an der Enz entlang, hier ist der Weg wunderbar und abwechslungsreich. In der Enz füllen wir unser Wasser auf, das können wir abends zum Kochen verwenden.
Ein weiteres Stück des Weges führt über einen Spazierweg am Waldrand entlang, hier herrscht bei dem schönen Sonnenschein reger Betrieb.
Die letzten 10 der 26 Kilometer von der ersten Etappe führen durch ein nicht enden wollendes Waldstück. Richtig wie im Schwarzwald fühlen wir uns nicht. Die Wege sind relativ breit, der Welt ein Mischwald. Wir sind beide müde, wollen ankommen und haben keine große Motivation mehr weiterzulaufen. Daher überlegen wir, ob wir nicht vor dem Etappenziel einfach unser Lager aufschlagen. Wir finden jedoch keine Stelle oder Hütte, die uns zusagt und entscheiden uns deshalb doch bis Dobel (=Etappenziel) zu gehen und die 26km Etappe zum Ende zu bringen. In Dobel laufen wir erstmal direkt auf das Gelände von EC zu und überlegen uns, ob wir hier schlafen können, direkt am Waldrand auf einer großen Wiese. Aufgrund des schönen Wetters sind aber noch viele Leute unterwegs und wir wollen es etwas privater. Also weiter. Durch Dobel durch, ein wirklich charmantes Städtchen.
Wir durchqueren schon die 2. Pforte und gehen noch ein Stück aus dem Ort hinaus, dort finden wir eine kleine Hütte, die Tobi schon aus einem YouTube Video kannte. Als wir ankommen sind wir jedoch nicht die ersten, eine junge Italienerin möchte auch hier nach der ersten Westweg Etappe die Nacht verbringen. Also essen wir gemeinsam Abend, lernen uns ein bisschen kennen, Tobi macht ein Feuer für uns. Lily baut ihr Zelt auf und wir richten unseren Schlafplatz unter dem Vordach der Hütte ein, als schon im Dunkeln und mit Stirnlampen ausgerüstet zwei junge Männer den Weg entlang kommen. Sie überlegen nur kurz, ob sie noch weitergehen sollen und schlagen schließlich auch bei uns ihr Lager auf. So liegen wir zu 5. ums Feuer und schlafen nach insgesamt fast 30 Kilometer alle ziemlich schnell ein.
Ich habe einen muckelig warmen Schlafplatz dank Daunenwinterschlafsack und (PET-Flasche mit heißem Wasser) Wärmflasche. Ich habe tatsächlich nicht gefroren und sehr gut geschlafen. Am nächsten Morgen bin ich aber noch ziemlich verschlafen als Tobi früh aufwacht. Meine Füße tun zwar nicht mehr weh wie am Vorabend, aber ich habe bereits 5 Blasen. Dass ich schnell Blasen bekomme haben wir schon lang gemerkt, darum treffen wir schon viele Präventionsmaßnahmen: tapen, eincremen, spezielle Socken. Und immer wieder kriege ich wirklich schlimme Blasen. Ich bin total genervt und frustriert und kann so schlecht laufen, dass ich sogar eine Schmerztablette nehme. Nach einer Weile und vor allem wenn der Weg nicht mehr nur bergauf führt gewöhnen sich meine Füße an das Weiterlaufen, aber uns ist klar, dass wir das Tagesziel nicht schaffen werden.
Lily, die nach uns losgegangen ist, überholt uns bei einer wunderschönen Frühstücksrast. Was gibt es schöneres als eine Scheibe Brot, ein Stück Käse mit Senf und einen Apfel in der Natur bei wärmenden Sonnenschein und der Welt beim Aufwachen zuzuschauen. Hier mache ich auch meine Katzenwäsche und wechsle von den Schlafsachen in das Wanderoutfit. Die Stelle ist nur wenige Kilometer von der Hütte entfernt und ein toller Frühstücksplatz.
Wir holen Lily bei einer Panoramaliege ein, auf der sie es sich bequem gemacht hat. Von dort aus gehen wir ein Stück zusammen, bis zur nächsten Hütte, wo wir an einem tröpfelnden Brunnen unseren Wasservorrat auffüllen. Der Weg bisher war wunderschön, über enge märchenhafte Wege, farnbedeckter Waldboden und Felsen links und rechts. Ab dem Brunnen ca. ist der Weg nicht mehr ganz so toll, eher eine Wanderautobahn, wie mein Schwager sagen würde. Breite Kieswege und hohe Tannen und Hochmoor links und rechts. Ein fast heideähnliches und Nordschwarzwald typisches Naturbild. Ganz anders als der Schwarzwald bei uns im Süden.
Da wir nicht mehr so auf den Weg achten müssen und die Wege recht eintönig sind fällt mir das laufen wieder schwerer. Bei der nächsten Hütte essen wir zu Mittag, nach ca. 15km. Wir gehen danach noch bis zur nächsten Bushaltestelle und lassen die letzten 10km der Etappe 2 aus. Stattdessen machen wir ein Mittagsschläfchen im Wald bis der Bus kommt und fahren dann nach Gernsbach, [gehört nicht zur Westweg Route!!] wo wir uns erstmal ein Eis kaufen. Wir schlendern durch das Städtchen und essen es vor der schönen St. Jakobs Kirche.

Ein bisschen oberhalb der Stadt gelegen entdecken wir beim Eisessen ein großes Denkmal, ein Kriegsdenkmal, wie sich herausstellt, als wir dort ankommen. Auf der Mauer davor bereiten wir uns mit dem Gaskocher unser Abendessen zu und genießen die Abendsonne.

Im Wald direkt oberhalb bauen wir unseren Schlafplatz auf: Folie auf den Boden, Auffangschutz aufgrund von Gefälle am Fußende, Isomatten und Schlafsäcke darauf und fertig. Da die Mücken in der Dämmerung kommen, kuscheln wir uns schon in die Schlafsäcke und schlafen auch bald ein. Der helle Mond, der rutschige Untergrund und irgendwann auch der Wind wecken uns oft. Auch wenn ich gerne draußen schlafe, genau so froh bin ich auch immer wieder wenn dann endlich die Sonne aufgeht :) Da wird mir jedes Mal Gottes Gnade viel tiefer bewusst, als wenn ich in meinem muckeligen Bett aufwache.

hier sieht man unseren Schlafplatz 

Von hier fahren wir zurück nach Hause und machen noch einen Zwischenstopp zum Mittagessen im wunderschönen Freiburg. Wir sind zwar auf dem Westweg nicht so weit gekommen wie geplant, hatten aber ein wunderbares Ferien-Wochenende in der Sonne, das uns beiden (bis auf meine Blasen) so gut getan hat. Wir hoffen, dass wir bald die nächsten Etappen des Westwegs wandern können.


Hast du schon mal vom Westweg gehört? Bist du selbst schon mal einen Fernwanderweg gelaufen? Und vor allem: Hast du gute Tipps gegen Blasen? ;)

Love, 
Anni





Freitag, 14. April 2017

Ostern mit Kleinkindern feiern

Gestern war es soweit: der letzte Arbeitstag vor Ostern und somit haben wir mit den Kindern in der Krippe auch Ostern gefeiert. Ich bin bei uns in der Gruppe für die biblischen Geschichten zuständig, und ich wollte die Gedanken, die ich mir gemacht habe, mit euch teilen, bzw. auch für mich festhalten :)

Ich habe ein bisschen Pinterest durchwühlt, ein bisschen die Kinderbibeln, die ich habe, durchgestöbert, alles rausgeschrieben, was mir gefiel und dann einen konkreten Plan für unsere Kinder gemacht.

Wenn ich den Kindern in meiner Gruppe, die alle unter 3 Jahren alt sind, von Ostern erzähle, dann möchte ich einen Fokus setzen: JESUS LIEBT MICH!
Die Aufmerksamkeitsspanne in diesem Alter ist noch nicht sehr lang und es ist aus meiner Sicht noch nicht dran schon konkret über das Sterben Jesu am Kreuz zu sprechen.

Es war gar nicht so einfach, etwas zu finden, das meinen Kriterien entsprach: es soll um Jesus gehen und nicht nur um Eier und Hasen, es soll kleinkindgerecht sein und auch mit mehreren Kindern in einer Einrichtung umsetzbar.

Ich habe mich dann für einen "Karwochenkalender" entschieden, mit acht Feldern von Palmsonntag bis Ostersonntag. Die Verwendung ist ähnlich wie bei einer Adventsspirale. Jeden Tag rückt in unserem Fall die Legofigur Arzt im weißen Kittel Jesus (nicht auf dem Bild) ein Feld weiter vor. Wir sprechen darüber, was wir sehen, was da auf Jesus zukommt, warum es dunkel wird und wieder hell.


Außerdem hätte ich gerne noch mit den Kindern eine Osterkerze gestaltet, aber das hat aus mehreren Gründen nicht geklappt. Ein Osterstrauß ist eine weitere schöne Idee. 
Ich merke, dass viele Traditionen wunderbaren Ursprung haben und man mit den Kindern schon früh über die Bedeutung sprechen kann. Wenn man einen Osterstrauß allerdings nur hinstellt, weil man es so macht und es vielleicht hübsch aussieht, dann ist es eigentlich sinnlos, außer dass es Dekozwecken dient und das Schmücken eine tolle Aktivität für die Kinder ist. 
Ich fange jetzt erst an, Traditionen zu lieben, weil ich merke, dass sie Ursprung, Symbolik und Zweck haben. Bis jetzt erschienen sie mir immer zu starr und nicht sinnvoll, aber je älter ich werde, desto mehr denke ich um.

Gestern haben wir dann noch darüber gesprochen, warum es überhaupt Süßigkeiten gibt. Na klar, weil wir Jesus feiern und zu einem Fest gehört leckeres Essen und Freude! Wir feiern, dass Jesus uns liebt und stärker ist als alles, was uns Angst macht oder was uns traurig macht. Jesus ist so stark, dass er alles besiegen kann.

Das war meine Botschaft, ich bete, dass sie bei den Kindern ins Herz sinkt. 
Natürlich haben wir danach auch noch Osternestchen gesucht. Die Verknüpfung mit dem Osterhasen ist nicht so leicht für mich. In der Krippe muss ich mich fügen aber ich denke nicht, dass es für meine Kinder einen Osterhasen gibt. Wie ist das bei euch in der Familie? Erzählt doch mal ein bisschen von euren Traditionen :)

Ganz wundervolle Ideen habe ich hier entdeckt, leider zu spät für dieses Jahr:
Aber Ostern kommt bestimmt mal wieder. ;)

Ich wünsche euch gesegnete Ostertage! Der Herr ist auferstanden! Halleluja :)

Love,
Anni

Freitag, 7. April 2017

Herz an Herz

Über rote Wege, 
über hohe Berge,
durch tiefe Täler,
durch dunkle Nacht.

Vorbei an Kindern,
vorbei an Tieren,
im schönsten Hotel,
im dreckigsten Slum.

Hand in Hand,
Fuß vor Fuß,
Körper neben Körper,
Herz an Herz.

Schweigend, 
lachend,
weinend,
teilend. 

Ich mit dir.
Du mit mir.
Wir. Immer.
Herz an Herz.



Ich kann nicht glauben, dass es fast ein Jahr her ist, seit wir in Uganda waren, seit ich mein Mädchen Dorcus gedrückt habe und seit Tobi und ich 60 Kilometer gewandert sind. Ich spüre noch die Verrücktheit dieser Wochen, das Glück und die Zufriedenheit, die Dankbarkeit, das Herz an Herz sein... und ich sehne mich zurück. 

Habt ein wunderbares sonniges Wochenende und sagt euren Lieblingsmenschen, wie sehr ihr sie liebt.
Love, 
Anni

Montag, 20. März 2017

Warum ich Watoto nicht wieder besuchen würde

So, jetzt geht es mal wieder um etwas anderes als meine Ernährung *lach*

Die Überschrift für diesen Artikel ist krass. Aber meine Erfahrung in Uganda war auch krass. Und ich würde tatsächlich nicht mehr zu Watoto oder irgendeinem anderen Kinderheim gehen und viel Geld spenden.

Wir haben ein Wochenprogramm bei Watoto gebucht, als wir letztes Jahr in Uganda waren.
Wir waren beeindruckt, von dem, was wir von Watoto wussten. Auf der ganzen Welt reisen Kinder-Chöre umher um Spenden zu generieren und Watoto, ein Kinderheim das von einem kanadischen Ehepaar gegründet wurde und mittlerweile mehrere Standorte in Uganda hat, bekannter zu machen. Das besondere an Watoto ist, dass die Kinder in kleinen "Familien" wohnen. Eine Mutter wohnt mit bis zu 8 Kindern in einem Haus im Watoto Dorf. Der Aufbau ist ähnlich wie in einem SOS-Kinderdorf, die es auch in Deutschland gibt. Und die Dörfer sind schön! Es ist sauber und gepflegt, die Häuser sind aus Stein gebaut, die Kinder haben saubere Kleidung an.



 Wir starteten unser Programm nach einer Erholungswoche in Jinja und nach dem Muskathlon. Wir hatten also schon ein Stückchen von Uganda kennen gelernt. Und da sieht es definitiv auch ganz ganz anders aus, meistens schon auf der anderen Zaunseite außerhalb eines Watoto Dorfs.
Jeden Tag wurden wir von einem Fahrer abgeholt, um die Arbeit von Watoto kennen zu lernen. An einem Tag halfen wir bei einem Gartenbauprojekt für eine ältere Dame, an einem Tag besuchten wir den Gottesdienst der riesigen Watoto Church in Kampala, an einem anderen Tag halfen wir praktisch: Tobi malte Fensterrahmen an und ich half in der Kleinkindgruppe des Kinderheims.

Die größeren Kinder leben mit einer Mutter in einer Familie. Doch die Kleinkinder nicht. Erst ab 3 Jahren kommen sie in eine "richtige Familie". Und mir hat es fast mein Herz zerrissen. Geplant war, dass ich den ganzen Tag dort bin, mit einer kurzen Mittagspause. Doch ich habe es nicht ausgehalten und bin nach der Mittagspause einfach nicht zurück gekommen. Ich weiß, sehr schwach und feige. Aber so habe ich mich gefühlt: schwach, machtlos, klein. Meine kritischen Nachfragen führten zu nichts. Meine Versuche, die Kinder auf den Arm zu nehmen wurden unterbunden. Ich war zu emotional und konnte nicht mehr klar denken.

Wieder zuhause sah ich, dass es keine Kinderheime geben müsste, wenn 7% von 2 Milliarden Christen ein Kind adoptieren würden, dann gäbe es keine Waisen mehr.
auf Pinterest gefunden
Nunja, ich denke diese Statistik hinkt. Denn nicht alle Kinder, die in einem Waisenhaus sind, sind tatsächlich Waisen. Und nicht alle Waisen sind statistisch erfasst. Die genaue Zahl an Kindern, die ohne ihre Eltern oder nicht in einer Familie leben, ist also eigentlich nicht bekannt.

Das fühlte sich alles nicht richtig an. 

Und dann sah ich dieses Video. (leider auf englisch) Und ich weinte, weil ich so entsetzt war. Entsetzt, dass wir Menschen Dinge einfach glauben, ohne zu hinterfragen. Dass wir durch unser Helfenwollen manches scheinbar noch schlimmer machen. Und überhaupt, dass anscheinend alles so außer Kontrolle geraten ist, auf dieser Welt.
In dem Video spricht die Australierin Tara Winkler darüber, dass Kinderheime abgeschafft werden sollten. Sie selbst voluntierte in einem Waisenheim in Kambodscha und nachdem sie feststellte, dass der Leiter nicht nur korrupt war, sondern die Kinder auch missbrauchte, gründete sie sogar selbst ein Waisenhaus.
Als sie die Sprache besser lernte erkannte sie immer mehr, dass fast kein Kind, das bei ihr lebte, wirklich Waise war oder keinen Verwandten hatte, der sich kümmern würde. Auch in Uganda wurde uns das so im Abide Family Center berichtet.
Sehr viele Kinder, die in Waisenhäusern leben, sind keine Waisen.
Das ist erschreckend.  Und traurig. Denn der Grund, aus dem die Kinder nicht in ihrer Familie aufwachsen können, ist fast immer eine finanzielle Entscheidung. Wenn eine Mutter entscheiden muss, ob ihr Kind verhungert oder nicht bei ihr aufwächst, entscheidet sie sich natürlich (aus Liebe!) für ein Waisenhaus.
Doch das sollte nicht der Ansatz sein.
Heute wissen wir, dass es für ein Kind fast immer am allerbesten ist, in seiner Familie aufzuwachsen.
Das wirkt sich in vielerlei Hinsicht auf die psychische und physische Gesundheit aus. Doch in vielen Ländern Asiens und Afrikas wachsen Generationen auf, die elterliche Liebe und Fürsorge nicht kennen und vermutlich dann auch ihren eigenen Kindern später nicht geben können.
Die Zahl der Kinder, die in Waisenhäusern lebt, ist erschreckend. Tara Winkler erzählt, dass die Zahl der Kinder in Waisenhäusern in Uganda seit 1992 um über 1000% gestiegen ist! Und das, obwohl in Uganda Probleme wie Aids und Krieg, die wirkliche Waisen schaffen, immer mehr zurück gehen.
Ich kann es nicht so leidenschaftlich und wortgewandt ausdrücken wie Tara Winkler, obwohl mein Herz brennt!
Nun, der Grund, warum dieses System funktioniert, sind wir: Menschen, die Gutes tun wollen, die Kinderheime besuchen oder Geld spenden oder sogar gründen. 
Das zu realisieren ist wie ein Schlag ins Gesicht. Bei Watoto zu sein, nachdem ich im Abide Family Center alles darüber gehört habe, dass Familien aus finanzieller Not heraus kaputt gehen, hat mich an eine emotionale und psychische Grenze gebracht. Doch wir konnten unseren Aufenthalt auch nicht mehr stornieren und sagten uns, dass wir uns selbst ein Bild machen sollten.

Jetzt ist es mir umso wichtiger, darauf aufmerksam zu machen. Überlege dir gut, was für eine Organisation du unterstützt. Dass wir unseren Reichtum teilen sollen, das steht für mich außer Frage. Aber ich will mein Geld gut investieren und Menschen und Familien damit dienen. Nicht sie zerstören.

Hilfen, die ich persönlich kenne und euch wirklich ans Herz legen kann, sind Compassion (weltweit) und das Abide Family Center (Uganda). Beide Organisationen setzen sich dafür ein, dass Familien bzw. die Kinder in der Familie unterstützt werden, statt sie herauszulösen. 
wir besuchen die Familie von unserem Patenkind

Es war mir so ein Herzensanliegen, das mit euch zu teilen. Ich weiß, viel zu lesen, aber ich hoffe, du hast bis hier durchgehalten :) Ich freue mich über deine Gedank
en dazu :)

Love,
Anni


Freitag, 17. März 2017

Das Essen ist schön - mein Fasten Resümee

Samstag, 11.3.17, 9:00, Schlageten im Südschwarzwald, Gruppenhaus Hirschen

Vor mir ein gedeckter Frühstückstisch. Alles ist da, was das Herz begehrt: Früchte, Eier, Brötchen, in der Küche werden gerade Pancakes gebacken. Und vor mir auf dem Teller ein kleines Schälchen mit einem kleingeschnittenen Apfel und eins mit eingeweichten getrockneten Feigen. Heute ist der Tag, an dem ich wieder essen werde. Nach 10 Tagen. Ich habe keine Eile, keinen Hunger, aber ich freue mich auf das Essen. Ich nehme wieder an diesem wundersamen gemeinschaftlichen Erlebnis teil.
Auch am Abend zuvor saß ich mit am Tisch. Aber ich habe nicht teilgenommen an der Tischgemeinschaft. Ich konnte nicht sagen: "Wirklich gut gekocht." Ich konnte nicht sagen: "Was schmeckt dir am besten? Ich liebe diese Guacamole. Verrate mir doch dein Rezept."
Weil ich nicht geschmeckt habe. Nur dabei saß.
Aber heute, heute nehme ich wieder teil. Ich esse zwar nicht die gleichen Sachen wie meine Freunde vom Hauskreis, mit denen ich das Wochenende verbringe, aber wir essen gemeinsam. Und ich liebe es. Essen ist schön! Das Leben ist schön!


Freitag, 17.3.17, 9:00, daheim auf meinem Sofa

Vor mir ein leerer Teller mit dem Kerngehäuse eines Apfels darauf (das ich gleich mit meinen Meerschweinchen teilen werde). Seit einer knappen Woche esse ich wieder. Langsam, wenig, roh und hauptsächlich Obst und Gemüse, dass die Verdauung etc. wieder in Schwung kommen kann. Und ich liebe es. Essen ist so wunderbar. Aber es ist auch schwierig. Es ist viel schwieriger, "richtig" und ausgewählt zu essen, als gar nicht zu essen.


Wie hat 10 Tage Fasten meine Beziehung mit Gott verändert?

Ich habe mich durchgetragen gefühlt und habe keineswegs Mangel erlebt. Fasten ist ein Verzicht und ich hätte ab und zu gerne zu Schokolade oder Käsebrot gegriffen. Aber ich hatte nie ein unstillbares Verlangen, wie ich es schon beim Heilfasten hatte. Damals habe ich sogar von Essen geträumt. Jetzt war es eher Nebensache, mein Hunger nach Gott ist gewachsen. Leider habe ich mir viel zu wenig Zeit genommen, während dem Fasten auch zu beten und mehr intensivere Zeiten mit Gott zu verbringen. Und obwohl das so war, habe ich mich geliebt und geführt gefühlt.
Fasten ist Herzenssache. Gott sieht mein Herz. Und mein schlechtes Zeitmanagement. Und er liebt mich so, genau so. Das habe ich erleben dürfen. Ich habe Heilung erleben dürfen. Mein Daumen wurde geheilt, aber auch mein Herz.

Nicht Essen ist mein Tröster, sondern der Heilige Geist.
Nicht Essen macht Gemeinschaft, sondern Gott, unser Vater.
Nicht Essen macht das Leben schön, sondern Jesus, der das Leben ist!


Was habe ich sonst noch daraus gelernt, 10 Tage auf Essen zu verzichten?

Ich möchte meinen Körper als Tempel für Gott sehen und gesund und schön erhalten und pflegen.
Ich möchte verantwortungsbewusst mit den Nahrungsmitteln und dem Geld umgehen, das Gott mir zur Verfügung stellt.
Ich möchte weniger Essen verschwenden und weniger nebenher reinstopfen.
Ich möchte das Essen genießen und als Geschenk aus Gottes Hand nehmen.
Ich möchte Gemeinschaft und das Essen in Gemeinschaft feiern, lieben und häufiger tun.
mein Lieblingsessen im Moment - Avocadobrot mit Zitronensaft und Kresse


Meine Mama hat auch gefastet und zelebriert das Essen gerade, da kann ich viel von ihr lernen. Schaut doch mal bei ihr auf Instagram vorbei :)

LOVE,
anni






Mittwoch, 15. März 2017

Zwei Diamanten - unsere Hochzeit

Wir haben früh geheiratet. Vor genau 4,5 Jahren mit 19 und 20 Jahren.

Meine Mama hat so einen schönen Satz gesagt, um uns damals zu ermutigen.
Sie sagte, so wie Diamanten geschliffen werden, um ihre volle Schönheit zu entfalten, so können wir uns aneinander "schleifen".
Sie meinte damit, dass wir zusammen erwachsen werden dürfen. Denn was wir wohl am häufigsten hörten, wenn Bedenken geäußert wurden:
Aaaaaaber, ihr seid ja noch nicht erwachsen. Was ist, wenn ihr euch in verschiedene Richtungen entwickelt?

Meine Mama nahm diesen Bedenken den Wind aus den Segeln. Und dafür bin ich ihr so dankbar. Und merke: sie hatte so Recht. Jetzt, mit Mitte 20, wo langsam unsere Freunde auch heiraten, merken wir immer mehr, wie sehr wir mittlerweile eine Einheit gebildet haben. Wir haben uns nicht in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Im Gegenteil. Wir wachsen Jahr für Jahr aneinander und miteinander. Für dich mag das Glückssache sein, aber für mich ist es Gottes Segen und ein Zeichen seiner Liebe zu uns.

Unsere ersten Jahre waren nicht einfach. Auch ein Diamant entsteht unter höchstem Druck. Doch ist ein Diamant einmal entstanden, so ist es der härteste natürliche Stoff, der kaum zerstört werden kann. Das wünsche ich mir auch für unsere Ehe. Dass wir gefestigt durch alle Stürme gehen, die da vielleicht kommen mögen. Wir beide,  aber vor allem wir mit Gott. IJV ist in unsere Eheringe eingraviert. Es steht für: in Jesus verbunden&vertrauen!


Love,
Anni

Fotos von Hendrik Gassmann