Sonntag, 15. März 2026

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin,

So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfach nochmal poste. Er passt so gut zum Frühling, und auch wenn sich bei mir vieles verändert hat, so gibt es doch noch Dornröschen-Momente in meinem Leben. Vielleicht auch in deinem? Dann ist dieser Post ganz besonders für dich. Der Winterschlaf darf jetzt vorbei sein. Lass mit dem Frühling dein Herz wachküssen :)
Ich fühl die Zeile in diesem Lied von Timo Langner richtig. "Halt mich fest und küss mich wach. Mein Herz ruft nach dir."

Ich möchte dich herausfordern! Starte eine Revolution mit mir und wecke das Dornröschen, das in dir schlummert!
Wecke diese wunderschöne, sanftmütige, fleißige, zufriedene Frau in dir, die Gott voll Liebe zum Detail, Bewunderung und Freude geschaffen hat. Lass die Prinzessin in dir nicht länger schlafen, sondern beende ihren Schönheitsschlaf!

Post vom 22.4.2016: Ich fühle mich so oft von mir selbst gefangen und limitiert. Ich denke, ich bin nicht gut/hübsch/nett/motiviert/... genug, um so ein tolles Leben zu führen wie meine Serienhelden oder wie Bloggerinnen, die ich bewundere. Ich denke, ich kann keinen Unterschied in der Welt machen. Daher versumpfe ich vor dem Computer, schaue staffelweise Serien und klicke mich von Blog zu Blog.

Gestern, als ich auf die (schlafenden) Kinder einer Freundin aufgepasst habe, bin ich ein bisschen durch die Räume gegangen. Meine Freundin ist für mich wirklich die Queen des Einrichtens: simpel, kein Schnickschnack, wunderschöne aber einfache Deko, tolle Farben....man fühlt sich sofort wohl und zuhause. Eine große Herausforderung, dass ich nicht anfange, meine Wohnung mit ihrer zu vergleichen, sondern mich einfach mit ihr zu freuen!
Folgende Erkenntnis hatte ich im Badezimmer:

DU bist eine Prinzessin. DU bist wunderschön! DU kannst etwas verändern! DU bist so wichtig für das Reich Gottes, im Himmel und auf der Erde! DU kannst sein, wer du willst. 
DU kannst die sein, zu der ICH dich machen will. DU bist es schon, tief in dir schlummert eine Prinzessin, wie Dornröschen, und wartet darauf, von meinem heiligen Geist wachgeküsst zu werden.



"Steh auf meine Freundin, meine Schöne, und komm mit mir." - Hohelied 2, 10

Wie passend, dass ich da über diesen Vers aus dem Hohelied gestolpert bin :) Gott fordert mich direkt auf, aufzustehen und mitzukommen. Etwas zu tun, statt stumm die anderen Frauen zu bewundern und mich zu vergleichen und mich zu bemitleiden.

Mag sein, dass es nur mir so geht und ihr alle jetzt denkt, "Was will die eigentlich??". Aber ich denke eigentlich nicht, dass ich mit diesem Problem allein bin. Also: Wecke Dornröschen in dir. Und schreib darüber oder rede davon. Lass andere Frauen auch ihr Dornröschen wecken, und ich bin sicher, dass Gott Großes tun wird.

Love,
Anni

Donnerstag, 5. März 2026

Ist Bloggen noch zeitgemäß?

Wer liest eigentlich noch Blogs? Ist das noch in? Wer hat Zeit für echte Zeilen und echten Inhalt und scrollt nicht nur zu den Bildern?
Vielleicht ja genau du! Anfang diesen jungen Jahres gab es bei instagram viele Rückblicke zu 2016. Irgendwie ist dieses Jahr 2026 sympathisch. Irgendwie mochten alle 2016 gerne. Und Bloggen ist ja mal sowas von 2016!!
Als ich mich heute zufällig an meinen Blog erinnerte und mal in die Aufruf-Statistik der letzten 6 Monate gelinst habe, war ich ehrlich überrascht. Es gibt scheinbar Menschen, die noch immer gezielt Blogs suchen und besuchen.
Ich kann dir von unserem unerwarteten, aber lang ersehnten Umzug erzählen, oder vom Schulstart unserer kitafreien, ältesten Tochter. Und warum unser zweites Kind nun im Kindergarten ist. Und wie sich unsere Ministry entwickelt. Und wie Gott uns beschenkt, jeden Tag und immer wieder. Ich kann dir zeigen, was ich häkle und anpflanze, von unseren 3 lustigen Gartentieren berichten und von meinen kleinen und großen Gedanken zu diesem wunderschönen Leben. Von Kinderbasteleien, Geburtstagsfeiern, mama.ministry und vielen mehr :)

Also ja, vielleicht ist Bloggen nicht mehr ganz zeitgemäß, aber vielleicht ist es genau das, was ich gerade brauche.
Und vielleicht, nur vielleicht, ja auch du. :)
Also falls du hier mitliest und dich etwas besonders interessiert, dann gib doch kurz Bescheid :)

love, anni

Samstag, 30. März 2024

Unser dunkler Samstag - eine Ostertradition

Heute ist ein Tag des Aushaltens. Der Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Ein Tag, den wir bewusst nutzen, um die Herzen unserer Kinder und ebenso unsere eigenen zu trainieren, auszuhalten.
An diesem Karsamstag (manchmal auch schon ab Karfreitag) lassen wir den Rollladen im Wohnzimmer geschlossen, es bleibt dunkel und zwar den ganzen Tag, bis zum freudigen Ostermorgen, wo die Sonne und das Licht wieder hereinströmen darf. Das ist natürlich symbolisch: So wie die Sonne sich mit dem Sterben Jesu verfinstert hat und die Welt in Dunkelheit getaucht war, in dem Moment, als Jesus zur Sünde wurde und das einzige Mal eine Trennung vom Vater erlebte, so halten wir diese Dunkelheit aus. Und glaube mir, das ist schwieriger, als du denkst, alle Mahlzeiten und auch den Tag über in Dunkelheit zu sitzen. Denn wir sehnen uns nach dem Licht, wir sind für das Licht geschaffen. Wir sind für die Herrlichkeit und die Liebe Gottes geschaffen. In diesem Aushalten wächst die Vorfreude auf das Osterfest, auf die Auferstehung, auf die Lebensfreude, auf das Licht und die Liebe Gottes, die Jesus für uns zugänglich gemacht hat.

Und wie schön und passend, dass wir auf dieser Seite der Welt Ostern im Frühling feiern. In Neuseeland war es fast seltsamer, Ostern im Herbst als Weihnachten im Sommer zu feiern. Denn das Aufblühen und das neue Leben verdeutlichen so gut, was Jesus DIR schenken möchte. Schau dir die Blüten an, die Sonne, das neue Leben und frage den Heiligen Geist: Was hast du für mich? (Das kannst du auch mit deinen Kindern machen!)

Frohe Ostern von Herzen von unserer Familie an deine!
love, anni

Montag, 18. Dezember 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor - was brauche ich wirklich?

Die Geburtsphase beginnt

☼ Telefonnummern parat, auch dass jemand anderes als du telefonieren kann: Nummer der Hebamme, Betreuung für Geschwister, Geburtsfotograf, Gebetsverteiler, etc.
☼ bequeme Kleidung, auch zum Wechseln
☼ Pool, falls du keine Badewanne hast oder dich darin beengt fühlst
☼ alles, was du brauchst, um eine entspannte und beruhigende Atmospähre zu erschaffen und dich wohl und sicher zu fühlen. Lichterketten, Kerzen, Musik, Affirmationskarten, ein Poster mit Versen, Ermutigungen oder Bildern, die dich motivieren...


Die Geburt

☼ Saugfähige Unterlagen, z.B. Wickelunterlagen oder Inkontinenzunterlagen sind wirklich praktisch, meist bringt die Hebamme diese mit
☼ Snacks! und Getränke, auf die du Lust hast, ich fand Flaschen mit Sportverschluss oder mit Strohhalm praktisch
☼ einen Handspiegel, falls du das austretende Köpfchen sehen möchtest
☼ ein Kamm in der Hand zu drücken oder ein TENS Gerät kann helfen, habe ich aber beides noch nicht ausprobiert :) ☼ Duftöl, falls du das möchtest ☼ (dunkle) Müllbeutel, in der die Hebamme und der Papa direkt alles entsorgen können

Das Baby ist da!

☼ Hausgeburtsklassiker: rote Handtücher. Die müssen allerdings keineswegs rot sein ;-) um etwas aufzuwischen oder das Baby einzuwickeln praktisch, aber nur wenn sie schön trocknerweich sind
☼ warme Socken stand auf unserer Hebammenliste, mir war die ganze Zeit so warm, dass ich sie eigentlich nicht anziehen wollte, aber zur Plazentageburt und Kuscheln auf dem Sofa wars dann ganz nett
☼ eine Schale für die Plazenta oder ein Tuch zum Einschlagen/Drauflegen. Meine Hebamme schlug eine Plastiktüte vor, das Rascheln hat mich sehr gestört
☼ ein Nabelschnurbändchen statt einer Klemme zum Abnabeln
☼ alternative Lotusgeburt: Salz, Kräuter und Tasche für die Plazenta
☼ Wärmflasche, ob für Mama oder Baby
☼ eine kuschelige Decke für euch beide ☼ ein Bondingtop oder Kleidung, die dir Haut auf Haut kuscheln ermöglicht und dich trotzdem wärmt
☼ alkoholfreien Sekt / Traubensaft / Cola zum Anstoßen


Wochenbett / die ersten Tage

☼ Unterhosen aus Baumwolle habe ich Netzhöschen vorgezogen, ich habe einfach günstige große "Omaschlüpfer" in 1-2 Größen größer gekauft
☼ Einlagen, Vorlagen, Surfbretter, XXL-Binden, ...wie auch immer du sie nennen willst. Für direkt nach der Geburt fand ich eine Packung sinnvoll, aber da es sich ein bisschen nach Windel anfühlt, habe ich mir schnell eine Alternative gewünscht. Ich habe einfach Mullwindeln gefaltet (kalt einweichen, heiß mit Vorwäsche waschen, gar kein Problem und keine Flecken), Stoffbinden und Periodenunterwäsche funktioniert ebenso
☼ Retterspitz! Eine Tinktur, die man auf die Binde geben kann zum Unterstützen der Heilung
☼ Windeln fürs Baby, zum Beispiel Stoffwindeln und ein Abhaltetöpfchen / Schüssel
☼ wir versuchen möglichst lange Haut auf Haut zu kuscheln, bei uns sind das meistens 2 volle Tage gewesen. Trotzdem ist das 1. Outfit gerichtet, falls es dringend gebraucht oder gewünscht wird. Bei uns ein Body und ein Strampler aus Wolle Seide
☼ Decke oder Pucksack (aus Merinowolle) für die Momente ohne Hautkontakt / Nacht
☼ Bondingtop oder Bondingshirt
☼ ein Buch oder Handarbeitssachen für die Mama, die ganz viel Kuscheln und genießend im Bett liegen darf
☼ idealerweise ist Essen vorgekocht oder man wird bekocht von Freunden / Familie :)
☼ Wochenbettkiste für Geschwisterkinder (z.B. ruhige Beschäftigung und Snacks, die besonders und im Bett möglich sind)
☼ Set für Fußabdruck (ohne Stempel / Farbe)
☼ Stilleinlagen (aus Stoff/Wolle Seide hat bei mir gereicht, ich kenne viele, denen es nicht reicht)
☼ Milcheinschuss: war bei mir immer sehr moderat, vorbereitet zu sein mit z.B. Kohlblättern / Quarkwickeln macht Sinn, denn wenn du in der Nacht aufwachst und sofort eine Linderung brauchst, dann kaufst du nicht erst Kohl ein ;) aber viel kann ich dazu nicht sagen
☼ Heilwolle, Lanolin, Brustwarzensalbe, Silberhütchen: falls du Schmerzen beim Stillen hast, wünsche ich dir, dass du eine kompetente Hebamme hast, die dich gut beraten kann. Ich finde, dass es ein bisschen ein Ausprobieren ist, was DIR gut hilft. MIR hat Johanniskrautöl unglaublich gut geholfen (übrigens auch bei wundem Babypopo)

Freitag, 1. Dezember 2023

Abschied

Abschied vom alten Jahr wird so langsam greifbar. Die ersten Fragen: "Wie feiert ihr Silvester?" Dieses Jahr ist die Frage nach Silvester und Weihnachten für uns ganz entspannt zu beantworten: Wochenbett, vermutlich spätestens dann :)
Auch der Abschied von unserer Familie zu viert steht uns bevor. Natürlich wunderschön, denn wir dürfen jemanden hinzufügen, und dieser jemand ist auch schon, zumindest für mich, sehr aktiv und merklich präsent. Trotzdem wird bald einiges neu und anders und auch etwas Altes dürfen wir gehen lassen.
Als unser Kleiner, bald Mittlerer, heute auf meinem Schoß eingeschlafen ist, habe ich richtig gemerkt, wie er nochmal Mama-Zeit alleine tanken wollte, während die Große schon schlief. Wie schön, dass ich ihm das heute ermöglichen konnte, selbst die emotionale und körperliche Kapazität dafür hatte und es genießen durfte, wie er auf meinem Schoß in Minuten ganz ruhig wurde, obwohl er "überhaupt nicht müde" war.

Ich habe es schon einmal erlebt, wie mein Baby plötzlich das große Geschwisterkind war und ich bin gespannt, wie es dieses Mal wird. Ich bin vorbereitet, er wird mir so groß vorkommen, nur weil ein kleinerer Mensch hier einzieht. Und doch ist er auch erst drei.

Alles wichtige ist bereit für unseren Kleinsten, der so wild in meinem Bauch strampelt wie kein anderes meiner Kinder. Ein paar Kleinigkeiten würde ich gerne noch erledigen, besorgen, vorbereiten... ich würde gerne in Ruhe noch den Weihnachtsbaum aufstellen, Geburtstag und Kindergeburtstag feiern und mein Mamablessing mit meinen Freundinnen...aber wenn er kommt, dann darf er, ab Donnerstag, gerne. Und voll Freude werden wir uns verabschieden von uns als 4, wir freuen uns auf uns als 5! :)

love, anni

Montag, 13. November 2023

Kleines Mama-Kinder Mal-Projekt: unser Zähneputz ABC

Ein kleines und schnell umgesetztes Projekt haben meine Kinder und ich vor ein paar Wochen umgesetzt. Beide lieben gerade Malen und Basteln und da die Oma neue Stifte mitgebracht hat, war die Lust noch größer. Ich freue mich meist über die Zeit, in der sie dann gut beschäftigt sind und ich auch etwas erledigen oder ausruhen kann.
Wenn ich mich aber dazu setze, ist es für meine Kinder aber eine besondere Freude, und ich verstehe sie, denn meine Liebessprache ist auch Zweisamkeit, also gemeinsam verbrachte Zeit. Ich muss nicht mal unbedingt mitbasteln, einfach dabei sein reicht oft schon. Aber wenn ich auch noch mitmache, dann ist es umso schöner.
Und da ich manchmal etwas unkreativ bin und nicht immer einen Baum, ein Haus und einen Hasen malen will, habe ich angefangen, die Buchstaben des Alphabets zu malen und ein jeweiliges Tier dazu, das mit dem Anfangsbuchstaben beginnt. Die habe ich mir nicht spontan ausgedacht, sondern die Tiere genommen, die in unserem Zahnputzlied vorkommen. Das Lied hab ich mir selbst ausgedacht, aber der Text geht so, dass ich immer den Buchstaben sage (wie er klingt, als zum Beispiel "ff" für Fisch, statt "eF"für Fisch) und dann singe: "A sagt der Affe, B sagt die Biene..." und so weiter.

Heraus gekommen sind zwei A4 Blätter, die meine Kinder angemalt haben und anschließend haben wir sie laminiert. Keine künstlerische Meisterleistung, sondern Kinder-Mama-Kreativ-Zeit, an die wir uns gern zurück erinnern. Im Bad haben wir sie dann aufgehängt. Ein schnelles Projekt, auf das sie stolz sind und jetzt haben sie gerade nochmal eine neue Motivation zum Zähneputzen und flitzen auch mal zwischendurch ins Bad, um zu schauen wie der eine oder andere Buchstaben aussieht. :)

Was nimmst du dir heute mit? Magst du dich zu deinen Kindern dazu setzen, egal wo gerade ihr Interesse ist, einfach um Zeit mit ihnen zu verbringen? Oder hast du Lust, auch ein ABC Poster für deine Kinder zu gestalten? Was auch immer du tust, tu es mit Liebe! :)
love, anni

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor? - Körper, Geist & Seele

Zum dritten Mal bin ich schwanger und zum dritten Mal bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor. Jetzt in der dritten Vorbereitung und mit Erfahrung der beiden anderen Geburten kann ich wohl einen noch besseren Einblick geben :)

Jede Hebamme hat für die Hausgeburt eine Liste, was alles besorgt und bereit gehalten werden soll. Diese Listen sind sich sicher sehr ähnlich, aber darum soll es heute auch gar nicht so sehr gehen. (Weil ich vermute, dass es aber trotzdem die ein oder andere interessiert, wird es dazu noch einen Extra Beitrag geben :) )
Denn neben Handtüchern, saugfähigen Unterlagen, heißem Kaffee und Riesenbinden ist auch die Atmosphäre und deine Vorbereitung im Inneren entscheidend.


Nochmal: das wichtigste um eine Hausgeburt vorzubereiten ist nicht die Materialliste, sondern die meiste Vorbereitung findet nicht in deinem Haus, sondern in DIR statt. Und deshalb ist es eigentlich auch egal, ob du zuhause gebären möchtest, oder nicht. DU bist das Haus deines Babys und DU bringst dein Kind auf diese Welt. Dein Baby hilft und handelt intuitiv bei der Geburt, die Vorbereitung brauchst also am meisten DU! Und das sowohl im Körper, als auch in deiner Seele und sogar in deinem Geist!

Körperliche Vorbereitung
Je nach dem, was für ein Bild deines Körpers du selbst hast: setze dich damit auseinander! Setze dich mit normalen Prozessen wie Ausscheidung und Körperflüssigkeiten auseinander, sie sind normal und natürlich. Deine Verdauung ist ein Wunderwerk! Gut ausgedacht und nichts daran ist eklig. Sieh deinen Körper mit den Augen eines Schöpfers oder eines liebenden Vaters: du bist sehr gut! Dein Körper trägt, hält und nährt dein Baby und ist in der Lage, dein Baby sehr gut zu gebären!
Ein riesiger Gamechanger von meiner ersten zur zweiten Geburt war, dass ich gelernt habe, meinen Körper und auch einzelne Bereiche gezielt zu entspannen. Das hört sich so logisch an und hört frau vermutlich in jedem Geburtsvorbereitungskurs. Nimm es ernst! In meiner ersten Geburt war ich irgendwann einfach sehr verkrampft, denn ich hatte Schmerzen und habe gegen sie angekämpft, irgendwann hatte ich einfach keine Kraft mehr. Denn ich war nicht gut vorbereitet. In der zweiten Schwangerschaft habe ich geübt, meinen Kiefer zu entspannen, meinen Nacken zu entspannen, meine Schultern zu entspannen, meinen Bauch zu entspannen, mein Becken und meine Hüfte zu entspannen und meine Beine zu entspannen (Holy Spirit Relaxation von Kierra Blaser). Das war wirklich ein Schlüssel, denn als ich einen kurzen Moment der Verkrampfung und des Schmerzes hatte (hallo Übergangsphase) konnte ich da gezielt arbeiten und mich neu fokussieren. Ich habe mich entschieden, Jesus weiter zu vertrauen, zu spüren, was in meinem Körper vor sich geht, wie das Baby sich dreht und bewegt und dass es alles gut ist und uns dem Ziel näher bringt. Ich habe getönt um meinen Kiefer zu entspannen und die Hüften intuitiv bewegt um alles locker zu lassen und mein Baby ohne zu pressen empfangen dürfen.

Seelische Vorbereitung
Ja, die ist so wichtig! Welche Bilder von Geburt trägst du in dir? Denk mal an eine Geburt, die du im Fernsehen gesehen oder von der du gelesen hast. Welche inneren Bilder darfst du loslassen und ersetzen? Positive Affirmationen können dabei helfen. Vor allem aber hilft dir Wissen! Ich kann dir sehr die folgenden Onlinekurse und Seiten ans Herz legen (unbezahlte und unbeauftragte Werbung)
Kinder des Königs
Painfree Birth Germany
A heavenly Welcome (englisch)
Wie in anderen Bereichen des Lebens gilt: Wissen ist Macht. Wenn du selbst weißt, wie eine physiologische Geburt funktioniert, dann bist du nicht abhängig davon, was Geburtshelfer dir sagen und raten und kannst selbstständig mit deinen Empfindungen umgehen, solange du dich wohl fühlst.
Werde dir bewusst, wie du über (deine) Geburt sprichst. Unsere Worte zeigen, was in unserem Herzen ist und sie haben Kraft, sich tief in unser Herz zu graben. Sprich positiv, sprich davon zu gebären (aktiv und kraftvoll) und nicht entbunden zu werden (passiv und kraftlos), sprich liebevoll von deinem Körper und dem deines Babys.

Geistliche Vorbereitung
Wir sind Körper, Seele und Geist, daher können wir uns nicht nur auf zwei Ebenen oder gar nur einer vorbereiten.
Bei meiner ersten Geburt dachte ich, es reicht, wenn ich den Glauben habe, dass Gott mich mit einer guten Geburt segnet und ihm vertraue. Das ist sicher ein bisschen wahr, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Eben aufgrund dessen, dass wir nicht nur Geist sind, sondern auch einen Körper haben und eine Geburt eins der körperlich intensivsten Erlebnisse ist, die wir vermutlich erleben können. Meine erste Geburt war zwar schön und eine natürliche Hausgeburt, trotzdem hatte ich im Nachhinein das Gefühl, dass Gott mir etwas vorenthalten hat und es hätte besser sein können. Gleichzeitig schämte ich mich, darüber zu sprechen, denn es war ja eine tolle Geburt, es ging mir gut, es ging dem Baby gut, was hatte mir eigentlich gefehlt? Gefehlt hatten mir definitiv das Wissen (siehe beim Punkt seelische Vorbereitung) und die körperliche Vorbereitung.
Inwiefern ist nun aber die geistliche Vorbereitung nötig oder überhaupt möglich?
Ich finde, es ist ein bisschen ähnlich wie mit dem, was deine Seele über Geburt glaubt. Was glaubt dein Geist über Geburt? Glaubst du, dass Gott, der gute Vater, Geburt als heiligen, göttlichen Vorgang geschaffen hat und dass sie sehr gut ist? Glaubst du, dass Gott gute Pläne für dich und für dein Baby hat? All das kannst du im Gespräch mit ihm herausfinden und vom Heiligen Geist korrigieren lassen bzw. ersetzen. Du kannst den Herrn bitten, dir zu zeigen, wo er bei deiner Geburt sein wird (oder wo er bei der vergangenen Geburt war!), welchen geheimen Ort er für dich vorbereitet hat, an den du dich in dieser anstrengeden Aufgabe flüchten kannst.
Egal, wie du vorbereitet bist, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie dein Baby liegt, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie es dir gerade geht, der Herr kann immer ein Wunder tun. Halleluja! Geburt ist seine Erfindung, und sie ist sehr gut. Wenn du es nicht glaubst, dann lass dein Herz und deine Perspektive heilen.

Auch wichtig ist übrigens die Vorbereitung des Partners. Willst du mehr dazu hören oder hast du eigene Erfahrungen dazu? Berichte gerne in den Kommentaren! Und die Materialliste für die Hausgeburt kommt auch noch, ganz bald :)

Vor meiner zweiten Geburt hatte ich hier schonmal über meine Geburtsvorbereitung geschrieben.
Trotzdem ist das, was ich hier zusammengetragen habe, immer noch unvollständig. Und das liegt daran, dass ich nur aus meiner Erfahrung und Perspektive schreiben kann. Geburten sind so schön und individuell, wie die Frauen und die Babys, die sie erleben. Darum hilf mir gern: Was war dein Must-Have für die Hausgeburt oder deine Geburt, wo auch immer du geboren hast?

Ein Wort zum Abschluss: Geburt ist individuell, wunderschön, kraftvoll, roh, anstrengend, eine Grenzerfahrung. Ich wünsche dir, dass du deine Geburt gut vorbereiten, gut erleben, gut reflektieren und nacharbeiten kannst und dabei Hilfe und Freundinnen oder weise Frauen an deiner Seite hast. Und vor allem den Heiligen Geist.

love, anni

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...