Donnerstag, 5. November 2015

Was du einem meiner Geringsten getan hast I Tiemen Westerduin bei Compassion

Tiemen Westerduin auf der Bühne
Heute gibt es einen weiteren Einblick in mein Tagebuch, denn letzten Samstag habe ich geübt, Notizen in Form eines "Info-Doodles" festzuhalten. Und für das erste Mal hat es auch erstaunlich gut geklappt, in der Schule war ich nämlich überhaupt kein Mindmap-Fan. Daher war ich umso erstaunter und begeisterter, als ich auch die letzte Lücke am Ende des Vortrags füllen konnte und der Platz auch noch perfekt für die letzte kleine Zeichnung war. Das lag vielleicht eher daran, dass der Vortrag sehr gut strukturiert war und nicht daran, dass meine Mindmap so gut war ;) 
Den Vortrag des Niederländers Tiemen Westerduin haben wir beim Compassion Advokaten (=Ehrenamtliche) Tag in Marburg gehört. 

Zuerst erzählte Tiemen davon, wie er selbst oft das Gefühl hat, vom Leben "eingesaugt" zu werden und den Fokus zu verlieren. Dieses Gefühl kenne ich gut, dabei möchte ich für Gerechtigkeit kämpfen und einen Jesus Lifestyle leben! Seine Idee: Erinnerungen schaffen, ich habe jetzt beispielsweise ein Bild von unserem Compassion-Patenkind als Handyhintergrund. 
Tiemen ermutigte uns, mit Freunden und Bekannten über Compassion und über die Armut und Ungerechtigkeit in der Welt offen zu sprechen. Oft haben wir das Gefühl, uns aufzudrängen oder zu nerven. Dabei ist es eine großartige und wichtige Sache, für die wir einstehen dürfen. In Sprüche 31, 8 steht:
Du aber tritt für die Leute ein, die sich nicht selbst verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen!

Die Hilflosen, die Kinder, die Flüchtlinge und Menschen, die sich nicht selbst versorgen können, die Schwachen...alle diese Menschen liegen Gott ganz besonders am Herzen. Und er vertraut uns seine geliebten "Kleinen" an. Das ist eine Ehre, keine Last! Und diese Ehre darf ich auch anderen anbieten. Wenn ich für eine Patenschaft werbe ist es keine nervige Anfrage, sondern ich biete meinem Gegenüber die Möglichkeit, ein Stück mehr für Gott zu leben und ein Stück mehr des Himmels auf die Erde zu holen.

meine Notizen
Weiter sprach Tiemen über den Wortursprung des Wortes "compassion" oder "Mitleid". Das griechische Wort splachnizomai ist das Wort, das am häufigsten gebraucht wird, um die Gefühle Jesu zu beschreiben. Wow! Das deutsche Wort sagt es ja schon, es geht hier um mit-leiden. Das Wort splachnizomai wurde aber auch benutzt, um den Zustand von Schlachtpferden zu beschreiben, die kurz davor sind in die Schlacht zu stürmen. Es geht bei diesem Verb darum, dass man so tief im Herzen bewegt wird, dass man gar nicht anders kann als etwas zu tun. Ist das nicht ein geniales Wort?

Ich wünsche dir von Herzen ganz viel splachnizomai in deinem Leben.
Love,
Anni

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