Der Oktober ist mein erster veganer Monat, aber Vegetarierin bin ich schon seit über 7 Jahren. "Warum???" ist wohl die häufigste Frage, die ich in meinem Leben so gefragt werde *lach* Ich wollte euch das in einem Listensonntag erklären. Aber das ist doch zu ausführlich und zu tiefgründig für einen Listensonntag. Da muss ich ein bisschen ausholen. Einige der Informationen findet ihr auch in diesem Youtube-Film. Vielleicht schaut ihr lieber den Film als meinen langen, emotionalen Beitrag zum Tierleid zu lesen ;) Aber vielleicht findet ihr ja ein paar neue Antworten, die euch überraschen und zum Nachdenken bringen.
Dass die Fleischproduktion, denn anders kann man das, was auf der Welt passiert, nicht mehr nennen, Tierquälerei ist, ist den meisten irgendwie schon im Hinterkopf. Dass aber auch für andere tierische Produkte Tiere leiden und sterben wissen nicht alle. Es handelt sich um Lebewesen, die Menschen sehen jedoch nur Produkte.
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Fleischproduktion ist Tierquälerei:
- Haltung auf engstem (aber legalem) Raum
- durch Züchtung ist ein Huhn nach 29 Tagen
schlachtbereit; das Skelett und der Kreislauf reifen nicht so schnell wie das
Fleisch, daher ist das Huhn eigentlich nicht lebensfähig und sehr anfällig für
Krankheiten
- aufgrund der vielen Krankheiten werden bei über
96% Antibiotika gegeben (die isst du mit!)
- Schlachtung und Ausnahme ohne ausreichende
Betäubung
- Kadaver und Kot in der Anlage führen zu unhygienischen Bedingungen
- Kälber werden den Milchkühen weggenommen, männliche z.T. getötet und als Fleisch verkauft und weibliche kommen auch in die Milchindustrie
- die lebendigen Tiere werden verletzt, dass sie einander auf dem engen Raum nicht verletzen, z.B. Schwanz abschneiden, Schnabel stutzen usw.
Das sind für mich persönlich schon ausreichend Gründe, um kein Fleisch zu essen und auch die vegane Ernährung auszuprobieren. Aber es sind eben "nur Tiere". Doch wer denkt, nur Tiere sind von unserem übermäßigen Fleischkonsum betroffen, der irrt sich:
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Futtermittel für die Tiere werden v.a. in
südamerikanischen Ländern massenweise hergestellt:
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Bauern wird die Lebensgrundlage genommen, sie
werden vertrieben, dass genug Platz für den Sojaanbau vorhanden ist
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somit wird den Menschen auch die Nahrung
genommen
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Pestizide machen die Menschen sterbenskrank,
Babys kommen mit Missbildungen auf die Welt (z.B. das Gehirn wächst nach außen),
Kinder sterben!
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Vermehrte Ausscheidungen der Tiere führen zu
verunreinigtem Grundwasser und Boden, schwierig für Bauern und kein sauberes Trinkwasser vorhanden
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Import des „Fleischabfalls“ aus Europa nach
Afrika führt zur Zerstörung der afrikanischen Märkte und Hunger als Folge
Es steckt einfach mehr hinter der Fleischindustrie, als nur "Tiere zu töten". Wenn das nur alles wäre...Dazu kommt, dass Fleisch und Milch einfach nicht gesund sind. Das mag eine Überraschung für dich sein, denn die Werbung und die Industrie sind Meister der Täuschung und wollen ihre Produkte natürlich verkaufen. Krebs, Gicht, Rheuma, Übergewicht, das sind alles Krankheiten, die mit hohem Fleischkonsum in Verbindung gebracht werden können.
Nach der Schöpfung gibt Gott Adam und Eva den Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren (vgl. Genesis 2,15) und nicht die Erlaubnis, die Erde auszubeuten! In 1. Mose 9,3 gibt Gott Noah nach der Sintflut die Erlaubnis, Tiere zu essen, sowie das "grüne Kraut". Dies deutet für mich darauf hin, dass das davor nicht der Fall war und Gott die Tiere nicht als Nahrung für uns gemacht hat. Mit dieser Stelle kann ich nicht begründen, Vegetarierin zu sein, denn Gott gibt ja die Erlaubnis zum Essen von Fleisch. Aber mir geht es um Gottes Ursprungsgedanke. Diese Idee finde ich total spannend!
Ob Jesus Vegetarier wäre, wenn er heutzutage auf der Erde gelebt hätte, weiß ich nicht. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es Jesus nicht egal ist, wie wir mit der Erde, den Tieren und den Pflanzen, umgehen. Gott hat sie uns anvertraut, nicht um sie auszubeuten, sondern um sie zu bewahren. Das heißt nicht, du musst auf Fleisch verzichten. Aber besinne dich neu: Die moralisch vertretbare Produktion von Fleisch kostet Geld. Massenproduktion ist zwar billig, dafür aber ungesund, zerstörerisch, gleichgültig und Quälerei. Wieso nicht den Bauern um die Ecke unterstützen und das Fleisch bei ihm, aus eigener Schlachtung, kaufen. Das gibt es fast nicht mehr, da die Bauern aufgrund der geringen Nachfrage so nicht überleben können. Back to the roots und zurück zum Sonntagsbraten statt täglich Fleisch, das wäre doch ein Anfang. Dann kann Qualität vor Quantität kommen und das ist immerhin ein Anfang.
Wie steht ihr zu dem Thema? Was sind eure Gedanken?
Love,
Anni