Familienfokuszeit

Fast 5 Monate sind wir nun schon wieder in Deutschland. Oft hört man, dass der Wiedereinstieg nach einem längeren Auslandsaufenthalt schwierig sein kann.
Außerdem wurde unsere Lou geboren und wir finden uns als Familie zusammen. Auch fest verankert in Umfeld und Beruf etc. ist das schon eine schwierige Aufgabe.

Wir wohnen bei Freunden und Tobias arbeitet bei seinem Papa. Keine eigene Wohnung, kein richtiger Job. Es könnte so wirken, als ob wir noch nicht richtig angekommen sind oder es nicht schaffen, wieder ins "normale Leben" einzusteigen. Denn wir sind ja immer noch in einer "Übergangssituation".....
Aber wir sind voll angekommen im Leben! Im Leben als Familie und im Leben, so wie wir es für uns gestalten wollen. Im Leben, in dem Gott uns führt und leitet.

Als wir gerade wieder angekommen waren in Deutschland sind wir nach Lörrach gefahren. Ich war hochschwanger und fand die Fahrt ziemlich anstrengend. Und als ich so über unsere Situation nachgedacht habe, ist es mir ganz wichtig geworden, dass die damals noch vor uns liegenden Monate keine Übergangszeit sein sollen. Und auch rückblickend kann ich das voll so sehen, was ich damals gefühlt habe: es war und ist keine Übergangszeit! Wir nennen es Familienfokuszeit.

Eine Zeit, in der wir vielleicht noch nicht an einem festen Ort wohnen und Tobi keinen festen Job hatte, aber in der wir uns ganz viel Zeit nehmen konnten, als Familie anzukommen.
Es waren die wichtigsten Monate in unserem Leben, in denen wir unsere Tochter auf der Welt willkommen geheißen haben. Das soll keine Übergangszeit sein und ich wehre mich vehement gegen diesen Begriff.

Jetzt kommen langsam immer mehr Nachfragen, vor allem da die erste Idee - zurück nach Eimeldingen - nun nicht mehr aktuell ist. Ja, wir haben neue, spannende Ideen! (Und sind gespannt im März mehr darüber zu erfahren.)
Aber momentan genießen wir es, genau so wie es ist. Leben im Jetzt, nicht mehr im Morgen. Jede Phase, egal ob sie laut ist oder still (unsere Tochter hat sehr viele sehr laute Phasen *lach*). Jeden Tag der Woche, nicht nur am Wochenende. Jeden Monat, auch wenn wir noch nicht wissen, wo wir im nächsten Monat wohnen werden.
Das ist total ok für uns. Weil wir in Neuseeland gelernt haben: Gott versorgt uns. Er ist JAHWEH, er ist, der er ist. Außerhalb von Zeit und vor allem daran interessiert, mit uns im JETZT zu SEIN.

Der Hauptaspekt unserer letzten Monate lag natürlich auf Lou. Ihr Zeit zu geben, auf der Welt richtig anzukommen, erstmal uns als Eltern und dann auch unsere Geschwister und unsere Eltern und Großeltern kennen zu lernen. Aber unsere Familienfokuszeit heißt konkret auch: Tobias arbeitet 50%, um viel Zeit für uns zu haben, auch weil eine Elternzeit jetzt nicht möglich war. Er arbeitet bei seinem Papa im Geschäft und hat dort intensiveren Kontakt mit seinen Eltern. Wir haben vier Wochen im Dezember bei meinen Eltern gewohnt. Wir wohnen mit unseren engen Freunden, die wir nun auch zur Familie zählen.
Der Fokus ist zuerst auf unserer neuen, kleinen Familie, aber nicht nur.

Jetzt fühlen wir uns schon richtig gut angekommen und können unseren Fokus wieder etwas erweitern. Und darauf freuen wir uns. Wir drei :)

love, anni

PS: Alle Fotos sind übrigens von der großartigen Anne Schlingheider, schaut doch mal bei ihr vorbei :) Kaum zu glauben, dass es ihr erstes Neugeborenen Shooting war. Die Frau hat Talent!

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