Freitag, 14. Oktober 2016

Signs of Hope - Open Doors

Wenn meine Kirche die Zielscheibe von Anschlägen wäre...
Wenn eine Bibel zu besitzen ein Verbrechen wäre...
Wenn Lobpreis zu singen lebensgefährlich wäre...
Wenn mein Leben bedroht werden würde...
Wenn meine Kinder benachteiligt werden würden...
Wenn mein Ehemann ermordet werden würde...
... würde ich Jesus folgen?
Oder würde ich ihn verleugnen?

Diese Fragen gehen durch meinen Kopf, als ich das folgende Video von Open Doors anschaue:


Wenn es um Leben und Tod geht, wie werde ich wählen?

Ich unterschätze das Video! Nebenbei mache ich mir einen Tee. Welche Tasse darf es heute sein? Kann mich nicht zwischen den Teesorten entscheiden. Andere wären froh, wenn sie überhaupt Wasser hätten... Erinnerungen an Uganda...
Im Video sagt Mia Friesen, in der christlichen Szene bekannt als Sängerin der Outbreakband, dass sie gefragt wurde, ob sie nach Nigeria gehen möchte, um den Menschen dort Mut zu machen. Ich denke, das geht doch gar nicht! Wir haben keine Ahnung von deren Leben! Wir wissen nicht, was Lebensangst bedeutet! Wie sollen wir die verfolgten Christen ermutigen, wenn sie doch so viel mutiger sind als wir?!
Aber ich werde durch den Film aufgerüttelt: Meine Worte und mein Gebet haben eine enorme Bedeutung für die verfolgten Christen! Gefühlschaos herrscht. Ich bin geschockt und wütend über die Aufnahmen im Video. Bitte nehmt euch die Zeit und schaut es an. Es hat mich zutiefst erschüttert. 
Mein Tee ist fertig. Ich nehme meine Tasse und durch einen Tränenschleier lese ich ein einziges Wort: gesegnet. Ich. bin. gesegnet. Ich darf mich an meinem Leben freuen und ich habe "Glück", dass ich in Deutschland geboren bin. Sicher, auch hier gibt es Probleme. Aber ich leben nicht in ständiger Angst um mein Leben. Mir! Geht! Es! Gut! Und plötzlich verstehe ich: Ich habe nicht die Wahl zwischen Leben und Tod. Meine Wahl ist die Wahl zwischen Leben und Leben! Klammere ich mich an mein Leben auf der Erde oder entscheide ich mich für das ewige Leben? Oh, ich möchte mich für das ewige Leben bei unserem Herrn entscheiden! Die Ewigkeit beginnt jetzt schon, hier auf der Erde und wir dürfen unser Leben genießen, es feiern und gestalten und genießen und lieben, aber wenn unsere Zeit auf der Erde vorbei ist werden wir bei IHM weiterleben. Über den Zeitpunkt bestimme aber nicht ich. 
Unsere Geschwister in Nigeria und überall sonst auf der Welt sind ebenfalls gesegnet. AUCH im Tod. Denn sie leben ewig beim Vater. Das ist kein Trost und das Loch, das ein Familienvater, ein Kind oder jeder andere Mensch hinterlässt ist nicht zu schließen. Aber wir sind gesegnet. Und geliebt. Und wir dürfen Leben. Die Entscheidung für Jesus ist immer Entscheidung für LEBEN. 

In den letzten Wochen umgibt mich dieser Vers: 

Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. 1. Mose 12,1

Ich bin gesegnet. Und ich darf ein Segen sein. Für verfolgte Christen. Für meine Nachbarin. Für meine Arbeitskollegin. Für die Oma im Supermarkt. Für ... (beliebigen Namen einsetzen)

Übrigens. Wenn du OpenDoors unterstützen willst, dann schau dich doch mal auf deren Internetseite um. Und übrigens. :) Es gibt nächstes Jahr auch zwei Muskathlons für Open Doors! Einen im Libanon und einen in Sri Lanka! Das ist deine Chance!?
Love, 
Anni

PS: Mia Friesen, du mutige Frau! Ich danke dir, dass du in Nigeria warst, dass du die Menschen dort und die Menschen hier(!) ermutigst. Du bist ein Vorbild. Du bist besonders! Du bist außergewöhnlich! Du bist so geliebt! Du bist nicht besonderer oder außergewöhnlicher oder geliebter als andere, aber du bist gesegnet und wirst zum Segen! Ich danke dir! Danke, dass du zum Vorbild für viele wirst und dass du deine Gaben und Geschenke einsetzt. 






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