Donnerstag, 28. Juni 2018

Hier wächst (endlich wörtlich) Liebe

Hier wächst Liebe. So heißt mein Blog schon 3 Jahre. Aber endlich wächst auch ganz wörtlich ein kleines Liebeswunder in meinem Bauch ❣️ Im Dezember erwarten wir unser erstes Baby. Und wir freuen uns so!


Hier in Neuseeland bei der DTS haben wir viel gelernt, über uns und über Gott. Wir hatten ziemlich am Anfang der Schule einen Lehrer, sein Name ist Femi. Er lehrte uns über „kadosch“.
Kadosch ist das hebräische Wort für heilig. Er forderte uns auf, herauszufinden was in unserem Leben heilig sein soll, also für Gott beiseite gesetzt. Quasi ein Opfer für Gott.
In seinem Fall ist es beispielsweise ein bestimmtes Zimmer in seinem Haus, das er Missionaren zur Verfügung stellt.
Sofort dachte ich an meine spätere Rolle als Mutter, Kindererziehung, all die Kinder, die irgendwann bei uns sein würden. Ich dachte an die prophetische Zusage über mein Leben, dass ich eine Mutter für viele sein würde.
Da machte Femi uns auf Götzen in unserem Leben aufmerksam und sagte, dass ein Götze niemals ein Opfer, also heilig, sein kann. Ein Götze muss ans Kreuz und in unserem Leben sterben. Was kennzeichnet einen Götzen in meinem Leben? Etwas, das mir wichtiger ist als Gott. Etwas, an das ich mich klammere, das mir scheinbar Sicherheit gibt. Etwas, mit dem ich all meine Zeit und Gedanken fülle. Das kann selbst eine Prophetie sein, wenn ich anfange, mich darüber zu definieren und meine Sicherheit durch diese Zusage erhalte.
Das saß.
Sofort habe ich gewusst, dass ich das Muttersein ans Kreuz legen muss. 
Und wenn Gott will, dass ich Mama bin, vielleicht sogar eine Mutter für viele, dann wird er es wieder auferstehen lassen. Aber es liegt an ihm. Ich war bereit, ihm alles hinzulegen. Bereit, niemals Mama zu sein. Es war hart, gleichzeitig brachte es mir so viel Freude. Gott gab mir eine neue Zusage in der Zeit danach.

Dann kam die 7. DTS-Woche. Das Thema: Jesu Herrschaft in meinem Leben. Und diese Woche hat unser Leben verändert. Wieder ging es darum, was in unserem Leben sterben muss, dass Jesus mehr Raum einnimmt. Ich überlegte und überlegte, denn wir sollten einen konkreten Gegenstand als Symbol vor dem Kreuz ablegen. Ich war im Gespräch vertieft, als ich plötzlich einen ganz unabhängigen aber so klaren Gedanken in meinem Kopf habe: „Leg ein Kondom ans Kreuz“ Definitiv nicht, habe ich gedacht. Peinlicher geht es ja kaum. Ich bin aber überzeugt, dass der Gedanke Gottes Reden war.
Also musste ich mich damit auseinander setzen.

Auch mit Tobi musste ich darüber sprechen, es war ja eine Entscheidung mit Folgen. Und da ich ja das Muttersein schon ein paar Wochen zuvor ans Kreuz gebracht hatte, war ich etwas verunsichert. Aber nach einem Gespräch mit Tobi stellte sich heraus, dass er ebenfalls eine Bestätigung von Gott bekommen hatte, dass es der richtige Zeitpunkt ist auf Verhütung zu verzichten.

Also legte ich vor 100 Mitstudenten, Mitarbeitern, unserem Schulleiter und dem Lehrer dieser Woche ein Kondom ans Kreuz. Ja und jetzt lässt Gott hier Liebe wachsen. Er hat meinen Wunsch und die Zusage, dass ich eine Mutter sein werde, “auferstehen” lassen. Dieses Baby ist viel mehr als nur ein Kind für uns. Es ist ein Versprechen Gottes, ein Zeichen seiner Liebe und Treue für uns.

„Du kannst dich fest darauf verlassen. Ich werde dich überreich mit meinem Segen beschenken und dir viele Nachkommen geben.“ - Hebräer 6,14


💞Love, anni, tobi & baby 💞

Kommentare: