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Donnerstag, 25. Oktober 2018

Liebessprache Gottes

Ihr Lieben,

ich habe vor ein paar Wochen etwas zu den 5 Liebessprachen geschrieben. (Nachzulesen hier) Die meisten kannten die Liebessprachen wohl schon. Wie schön! Jetzt heißt es: anwenden! ;)

Aber kennt ihr auch Gottes Liebessprachen? Damit ist nicht gemeint, wie er uns seine Liebe zeigt. Sondern wie ich ihm meine Liebe zeigen kann.

Wir glauben an den dreieinigen Gott.
Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Hast du dir schon mal überlegt, wie du jedem einzelnen von ihnen deine Liebe zeigen kannst?

Also ich ehrlich gesagt nicht, bis ich in YWAM davon hörte. Und daher möchte ich es gerne mit euch teilen. Ich schreibe die Antwort nicht gleich auf, sondern gebe dir Bibelstellen und ein paar Anregungen zum selber Nachdenken.

Beginnen wir mit dem Vater. Wie kann man einem Vater seine Liebe zeigen? Einem Vater, der seinen Kindern alles gibt, was sie brauchen, aus seinem tiefsten Wesen Liebe ist und der auch Anschuldigungen und Weglaufen in Liebe erträgt?
Hier sind einige Bibelstellen:
1. Petrus 5, 5-6; Psalm 25,9; Sprüche 29,23; Jakobus 4,6
Die Liebessprache Gottes, des Vaters, ist Demut.

Nun kommt der Sohn - Jesus. Jesus, der Gute, der Greifbare. Der Gott zum Anfassen, der Gott der versteht. Der Gott, der sich erniedrigt und es gerne tut - für mich. Wie kann ich einen solchen selbstlosen Gott lieben?
Hier sind einige Bibelstellen:
Matthäus 10,39; Matthäus 16, 25; Lukas 9, 23-24; Johannes 10, 17-18; Philipper 2, 5-8
Die Liebessprache Gottes, des Sohnes, ist Hingabe.

Zum Schluss der Heilige Geist, der genau so eine Person ist wie der Vater und der Sohn. Der liebt und geliebt werden möchte. Der in Gemeinschaft leben möchte, denn er lebt in uns und führt uns auf demütige Art und Weise. Wie kann ich jemandem meine Liebe demonstrieren, der viele gute (die besten!) Vorschläge für mich hat und mich leiten will?
Hier sind einige Bibelstellen:
Hesekiel 37; Matthäus 4,1; Apostelgeschichte 5, 32; 1. Petrus 1, 2; 1. Samuel 15, 22
Die Liebessprache Gottes, des Geistes, ist Gehorsam.

Ich zeige Gott unter anderem meine Liebe durch Demut, Hingabe und Gehorsam. Natürlich gibt es noch viele andere kreative Wege. Aber vielleicht hilft dir diese Anregung. Wie kannst du das praktisch in deinen Alltag integrieren? Ich bin gespannt!



love,
anni

Freitag, 5. Oktober 2018

Zurück nach Deutschland

YWAM liebt die Nationen. Ein Grundwert von YWAM ist „be international and denominational“. YWAM ist nicht an eine Nation oder eine Denomination gebunden sondern heißt Vielfalt willkommen.
Und hier bei unserer Base Marine Reach wird jede Nation gewertschätzt und respektiert. Statt von einer anderen Kultur genervt zu sein wollen wir sie verstehen und den Schatz finden, den sie mitbringt. 
Auf Instagram habe ich ein Video hochgeladen, wie meine Mitstudenten und Mitarbeiter aus der Januar Schule die Flagge ihres Landes halten. Während unserer wöchentlichen Whanautime (Familienzeit) haben wir die Flaggen aller anwesenden Nationalitäten rausgeholt und in der jeweiligen Landessprache deklariert: “JESUS IST HERR ÜBER MEIN LAND”. So wertschätzen wir jeden Einzelnen mit seiner Sprache und seiner Nation, sehen die Vielfalt, die uns umgibt und natürlich spielt auch die Deklaration eine wichtige Rolle. Darum soll es jetzt aber gar nicht gehen. 


Sondern es soll um Deutschland gehen. Denn am Sonntag geht es für uns nach 10 Monaten wieder nach Hause.
Familienwanderwochenende im Nordschwarzwald
Bevor wir gegangen sind haben wir unsere Wohnung aufgelöst und unseren restlichen Hausstand bei Tobias Eltern eingelagert, mit dem Gedanken, dass Gott uns nach unserer DTS in die Mission rufen kann. In Vanuatu haben wir uns die Arbeit von Marine Reach im Juni ja auch angeschaut, in der Überlegung dort im Familienzentrum mitzuarbeiten. 
Aber jetzt geht es am Wochenende doch heim für uns. 
Unser Baby ist übrigens nicht der Grund dafür, dass wir zurück kommen. 

Wir fühlen uns von Gott zurück nach Deutschland gerufen, zumindest für eine gewisse Zeit. In dieser Zeit wollen wir in Kirche in Deutschland investieren und in unsere Familie und Freunde. Wir wollen das, was wir hier gelernt haben, nicht nur für uns gelernt haben, sondern weitergeben. 
Von einem Sprecher hier hat Tobias ein prophetisches Wort bekommen:
"das Feuer, das er hier von Gott bekommen hat, wird er mit zurück nach Deutschland nehmen"
Der Sprecher wusste von unseren Vanuatu-Plänen, da wir ihn dort auch getroffen hatten. Es  ist nicht selbstverständlich, einmal in YWAM, dass man wieder heimgeht ;) Daher konnte er nicht einfach davon ausgehen, dass wir nach dieser Schule nach Deutschland gehen. Ich bin nicht einmal sicher, dass er wusste, dass wir deutsch sind. 
Wir verstehen es daher als Wort von Gott und als Bestätigung für uns. 
Auggen im Schwarzwald
Ich muss gestehen, dass ich mir noch vor 6 Monaten nicht gut vorstellen konnte, wieder in Deutschland zu leben. Ich habe quasi zu Gott gesagt "Ich gehe ÜBERALL für dich hin - außer zurück!" Und damit habe ich meine Herzenshaltung ausgedrückt: dass ich da hingehe, wo ICH hinwill. 
“Ich wollte schon immer weg”, das habe ich in unserer Kirche mit 16 gesagt, als ich erzählte, dass ich für 3 Monate nach Australien zum Schüleraustausch gehe. Das Gesicht meiner Mama hättet ihr sehen sollen... (sorry Mama ♥️ ich weiß dass du weißt wie ich es meinte) und ich habe immer davon geträumt, auszuwandern.   

Aber nach insgesamt 13 Monaten Leben im Ausland (Australien und Neuseeland) und mehreren Urlauben im Ausland, auch in Entwicklungsländern, denke ich darüber anders. 
BREZEEEEL
Ich schätze, was ich in Deutschland habe:
System & Ordnung, Struktur, Krankenversicherung, Zugang zu Bildung, Zugang zu Ärzten, sauberes Wasser, Jahreszeiten, Brot & Brezeln ;),naturbelassene Nahrungsmittel, soziale Versorgung, Elternzeit, Sauberkeit, und noch viel mehr. 
In Deutschland zu leben ist ein Privileg! Unsere Kultur, unsere Geschichte, unsere Küche, unsere Natur und vieles mehr ist einzigartig auf der Welt. Deutschland ist ein schönes Land! Das heißt nicht, dass es in all diesen Dingen fehlerfrei ist und ich werde mich früh genug wieder über Bürokratie und Steuererklärung aufregen. Aber ich hoffe, dass ich mich in einem genervten Moment daran erinnere, wie es ist, wenn man das alles nicht hat und dann dafür einsetze, dass es besser wird!

Ich freue mich sehr darauf, am Montag zurück zu kommen und wieder in meinem Heimatland zu leben. Wo die Sprache meine Muttersprache ist. Wo meine Familie ist. Und wo unser Baby geboren werden wird. Unser deutsches Kiwi-Baby. Mit dem besten von beiden Nationen und einem weltoffenen Herzen für alle Länder und Menschen. 

Jesus ist Herr über Deutschland!
love, anni

"Deutschlandabend" für die internationalen Studenten
am Bodenseehof 2011 (Tobi und ich ganz rechts)

Sonntag, 2. September 2018

Gesund in Körper, Geist und Seele: richtig ruhen

Vor ein paar Wochen hatten wir ein spannendes Thema in den Lectures. Unser Sprecher Femi aus England hat uns angeregt, darüber nachzudenken, was wir brauchen, um gesund zu sein. Was brauche ich? Ich, das setzt sich zusammen aus meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist.

Was braucht mein Körper, um gesund zu sein? Das ist eigentlich einfach: Nahrung und Wasser, Schlaf, Schutz und Bewegung.

Was braucht meine Seele, um gesund zu sein? Meine Seele, das sind meine Emotionen, mein Wille und mein Denken. Um gesund zu sein braucht meine Seele Liebe, Hoffnung, Motivation und Ruhe, die sich im Frieden Gottes ausdrückt.

Was braucht mein Geist, um gesund zu sein? Mein gesunder Geist steht in intimer Beziehung mit Gott, in Gottes Gegenwart, ist gefüllt von Glauben, hat ein lehrbares Herz, Freude und Ruhe, die sich in ruhiger Gewissheit über den Sinn des Lebens ausdrückt.


Immer wieder kommt es auf: der Körper braucht Ruhe, die Seele braucht Ruhe und mein Geist brauch Ruhe. Ich brauche Ruhe, in jedem Bereich meines Lebens. Ruhe, die nur der gute Hirte gibt, der mich zu frischem Wasser führt und meine Seele erfrischt (Psalm 23). Ruhe, die soviel mehr ist als Schlaf oder Ausruhen. Ruhige Gewissheit über meine Bestimmung, meinen Sinn hier auf der Welt und Frieden Gottes darüber.
Ich fühle mich ertappt. In den letzten Wochen habe ich oft gesagt, dass es mir so gut geht und ich mich nur nicht richtig erholt fühle. Gerade jetzt in der Schwangerschaft braucht mein Körper mehr Ruhe. Ja, auch mehr Schlaf. Aber auch mehr Ausruhen. Morgens bin ich nicht gut aus dem Bett gekommen, egal, wie viel ich geschlafen habe, und meine Zeiten mit Gott am Morgen sind oft ausgefallen oder haben sich auf ein kurzes Gebet beschränkt.
Aber ich merke, wie sehr ich diese Ruhe am Morgen schon brauche, diese ruhige Gewissheit: ich gehe nicht allein durch diesen Tag.
Die letzten Wochen seitdem hat es besser geklappt, auch wenn mein erster Gedanke am Morgen nicht gerade Begeisterung pur war, so habe ich es dank Gebetsunterstützung meiner Freunde hier geschafft und ich fühle mich ausgeruhter, obwohl ich früher aufstehe. Weil ich nicht nur frühstücke, sondern auch mein "manna" für den Tag bei meinem guten Hirten abhole, weil ich Gott Zeit und Raum gebe, meiner Seele und meinem Geist Nahrung zu geben.

Wer ausgeruht ist, schläft besser. Das ist schon bei Neugeborenen so. Wenn Säuglinge am Tag sehr aufgewühlt sind und schlecht schlafen, ist auch der Nachtschlaf schlechter.
Interessant. Wir brauchen diese Ruhephasen am Tag, abschalten, nichts tun, bei Gott zur Ruhe kommen.

Fällt dir das leicht oder eher schwer? Leg die To-Do-Liste mal zur Seite. Lass Psalm 23 auf dich wirken. Lies ihn ein paar mal durch, schließ die Augen, genieße. Vielleicht hilft dir ein Spaziergang beim Abschalten.
Ich wünsche dir tiefe Ruhe. In Jesus.

love, anni


Psalm 23
aus der Volxbibel

1 Gott höchstpersönlich ist mein Dauergastgeber, [whoa] der mich nonstop erfüllt, denn seine Power ist unfehlbar. 
2 Er bringt mich zu einer All-you-can-eat-Bar mit allem, was mein Herz begehrt und liebt [whoa / ja]. // 
3 Darauf folgt ’ne lange Ruhepause im Chill-out-Raum. Somit kann ich erfrischt und gestärkt zu ihm aufschauen. Er allein zeigt mir, wie ich mit Qualität leben kann. Letztlich geht es um ihn, wie ich seinen Namen ehren kann. // 
4 Und wenn ich mal keinen Ausweg sehe, mich die Depression packtwie ’ne dunkle Wolke, hab ich dennoch keine Angst. Denn ganz egal, wie verfahren die Situation auch ist, vertrau ich ihm, weil er mich sicher wieder herauszieht. //Und die Krönung ist, er setzt sogar noch einen drauf: 
5 Er bereitet vor mir ein Buffet, so lang wie ’n Reihenhaus und das, obwohl alles um mich herum nach Kampf aussieht. Er spricht ’nen Toast auf mich aus, weil er mich nie aufgibt. //Es kommt noch besser, er rollt den roten Teppich vor mir aus, 
6 er ehrt mich, denn ich nehme Anteil an seinem Haus. Mein Leben lang gibt er mir Gutes und hält nie was zurück. Nur bei ihm bin ich zu Hause, in jedem Augenblick! 

Donnerstag, 12. Juli 2018

Vanuatu

Im Juni waren wir in der Pause zwischen unserer DTS und der Mitarbeit bei der nächsten DTS für 3 Wochen in Vanuatu. 
Vanuatu ist ein melanesischer Inselstaat im Pazifik, östlich von Australien und westlich von Fiji, was vielleicht etwas bekannter ist. 
Die Hauptinsel, die wir besucht haben, heißt Efate und die Hauptstadt ist Port Vila. Vanuatu ist geprägt von englischem und französischem Kolonialismus und erst seit 1980 unabhängig. 
Landschaftlich ist Vanuatu eine Perle im Pazifik, die über 80 Inseln sind geprägt von Vulkanen, Regenwald und wunderschönen Stränden. 

Die Strände waren es allerdings nicht, die uns nach Vanuatu gezogen haben. 
Unsere Base "Marine Reach" besuchte Vanuatu mit verschiedenen Schiffen schon seit 20 Jahren und seit ein paar Jahren ist dort eine feste Base eingerichtet: ein Gästehaus, das GraceHouse, und eine Tagesklinik. 
Der Bedarf in Vanuatu ist neben der gesundheitlichen Versorgung ganz klar Gewaltprävention und Aufklärung, Hilfe und Unterstützung für Familien. 
Das ist es, was Tobias und mich nach Vanuatu gelockt hat. Denn für Familie schlägt unser Herz. 

Es ist mir so ein Herzensanliegen, dass Kinder gleiche Chancen haben, dass sie Liebe von Anfang an erfahren und dass ihre Mütter in ihrer Rolle als Mama eine Natürlichkeit, Schönheit und Liebe entdecken, die nur von Gott kommen kann. 
Tobias Herz brennt dafür, Männer aus ihrer Komfortzone zu locken und in ihre gottgegebene Verantwortung und männliche Stärke zu rufen. 
Genau das ist es, was Familien ausmacht: präsente, liebevolle Väter, die ihre Kinder in ihre Identität führen und Mütter, die die göttliche Aufgabe und Schönheit in der Kindererziehung entdecken. 

Anfang Juli wurde in Vanuatu als Teil unserer Base ein neues Gebäude eingeweiht: ein Familienzentrum. Bis jetzt ist es ein großes leeres Haus mit einer tollen Küche, Platz für Schlafzimmer für Mitarbeiter und getrennte Schlafräume für Frauen und Männer, einem großen Gemeinschaftsraum und einer Veranda, die auf ein gemütliches Schwätzchen einlädt. Auch einen Klassenraum, ein Konferenzzimmer und ein Büro gibt es. Sogar ein Labor ist vorhanden, bei dem eine YWAM-Missionarin Kurse für Einheimische und als secondary school für YWAMer halten wird. 

Ganz viele tolle Möglichkeiten und Raum gibt es und das Gebäude will nun mit Leben und Vision gefüllt werden. 
Und eventuell werden wir dabei eine Rolle spielen. In Vanuatu. Mit unserem Baby. 
Das wollten wir herausfinden. 
Darum, und um ein bisschen bei den letzten Vorbereitungen für die Einweihung zu helfen, sind wir nach Vanuatu geflogen. 
Wir sind ohne eine konkrete Antwort zurück gekommen, aber nun wissen wir, wie es dort aussieht, hatten ein kleines „taste&see“ und wir können es uns gut vorstellen. Wir warten auf ein klares Wort von Gott und wenn er sagt „geht“, dann gehen wir. Wir drei, dann, nach Vanuatu. Zum Familienzentrum als Familie. 

Wir werden sehen und ich halte euch gerne auf dem Laufenden. Wer unseren Rundbrief erhalten möchte, kann sich gerne bei mir melden. 

Hast du schon einmal von Vanuatu gehört?

Love, anni





Dienstag, 10. Juli 2018

Wir sind Missionare!

Tobias und ich sind ab heute eine Missionarsfamilie. Morgen beginnt das Mitarbeitertraining für die DTS. An einer DTS, der Jüngerschaftsschule von YWAM (deutsch JMEM), haben wir von Januar bis Ende Mai selbst teilgenommen und wir finden: jeder sollte eine DTS machen. 
Aber warum? 

Weil die wöchentlich wechselnden Themen extrem geistliches Wachstum fördern, dadurch, dass Informationen und Methoden geliefert werden, aber vor allem auch dadurch, dass zum eigenen Wunsch nach Wachstum angeregt wird. Die Informationen sind dann nur Mittel zum Zweck, wenn sie nicht angewendet werden, ist eine DTS nutzlos. 
Außerdem wird die Chance gegeben, Wunden aus der Kindheit und Jugend aufzudecken und von Jesus heilen zu lassen. Negative und konstruktive Muster, mit denen wir leben, haben alle irgendwo eine Wurzel. Manchmal kennen wir sie gar nicht. Manchmal haben wir sie verdrängt. Manchmal sind sie uns täglich bewusst. Jeder hat seine eigene Geschichte und in der ersten Woche der DTS hat jeder die Möglichkeit, seine Geschichte, sein dunkelstes Geheimnis, seine tiefsten Ängste und schlimmsten Erlebnisse zu erzählen. 
Manchmal kommt die Heilung schon durch das Bewusstwerden und Aussprechen. 
Meistens kommt die Heilung durch das anschließende Gebet von all den Mitstudenten und Mitarbeitern. 
Allein für diese verrückte, peinliche, befreiende Woche lohnt sich eine DTS bereits. Und die nachfolgenden 10 Wochen mit Vorlesungen zu unterschiedlichen Geistlichen Themen geben noch zusätzliche Hilfestellungen, die neu gewonnene Freiheit und das wiederhergestellte Leben in einer gesunden Beziehung mit Jesus zu vertiefen. 


Danach geht es in den 7-wöchigen Outreach, um das Gelernte noch praktischer anzuwenden und Gottes Liebe zu den Menschen zu tragen. 
“Gott kennen und bekannt machen” ist das Motto von YWAM, in dieser Reihenfolge. 
Diese Kombination; erst bei Gott sein, ankommen, ihn besser kennenlernen, aber auch herausgefordert werden und praktisch zu werden, gefällt uns ganz besonders gut. 

Darum haben wir uns entschieden, bei der nächsten DTS, die Ende Juli beginnt, als Mitarbeiter dabei zu sein. 
Natürlich muss nicht wirklich jeder eine DTS machen. Aber jeder Mensch sollte sich und seine Handlungsmuster hinterfragen, seine Beziehung mit Jesus mit ganzem Herzen verfolgen und Gottes Liebe bekannt machen. Und manchmal hilft es einfach am allerbesten, aus dem Alltagstrott auszubrechen und das in einer Gemeinschaft, wie an einer Jüngerschaftsschule oder Bibelschule zu tun :) Und diesen Rahmen wollen wir jungen (und auch älteren!) Menschen bieten, ihnen als Mentoren zur Seite stehen, ihnen auf ihrem Weg helfen und außerdem auch das Rahmenprogramm und Organisatorisches erledigen. 

Bis Oktober werden wir also noch in Neuseeland sein, bei unserer YWAM Base Marine Reach. 
Vielleicht hast du ebenfalls auf dem Herzen, in junge Menschen zu investieren, aber in deine Lebenssituation passt eine Auszeit als Vollzeit-Mitarbeiter irgendwo am anderen Ende der Welt gerade nicht so hinein. 
Dann hast du (mindestens) zwei Möglichkeiten: 
  • Halte die Augen offen. Junge Menschen (oder eine Zielgruppe, die Gott dir aufs Herz gelegt hat) gibt es überall und fast immer suchen sie Orientierung, einen Mentor oder einfach einen Ort, an dem sie mal sie selbst sein dürfen, mit allen Zweifeln, Fragen und schrägen Ausflippern. Vielleicht bist du die Person, für die sie gebetet haben!
  • Du kannst uns finanziell unterstützen und somit unsere Aufenthalt und unsere Arbeit ermöglichen. Ermöglichen, dass junge Menschen in die Freiheit und in ihre Identität in Christus geführt werden. 
Wenn du uns unterstützen möchtest freuen wir uns darüber sehr. Als Missionare bei YWAM erhalten wir kein Gehalt für unsere Arbeit, und müssen außerdem für Kost und Logis selbst aufkommen. Nebenher zu arbeiten ist nicht möglich, daher sind wir auf Gottes Versorgung angewiesen und darauf, dass er Menschen schickt, die uns konkret finanziell unterstützen. 
Unsere monatlichen Kosten pro Person sind 360€, für uns beide sind es also 720€. 
Wir sind erstmal nur für eine kurze Zeit Missionare, ab Oktober werden wir wieder in Deutschland sein, unser Baby wird im Dezember auf die Welt kommen und dann wollen wir erstmal als Familie zusammen finden. 
Wie es dann weitergeht, ist uns noch nicht klar, aber wir können uns gut vorstellen, weiterhin und für einen längeren Zeitraum mit YWAM zusammen zu arbeiten. Dies würde bedeuten, dass wir ab Mitte nächsten Jahres weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen sein könnten. 

Unser Trauvers ist Matthäus 6,33: “Wenn ihr für Ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht.” 

So erleben wir das bis jetzt und darauf vertrauen wir auch weiterhin. 

Wenn du uns unterstützen möchtest, geht das z.B. hier ganz leicht über PayPal (annikadietrich(at)aol.com) oder du nimmst über die gleiche Adresse Kontakt mit mir auf. 

Wo bist du in deinem Leben missionarisch aktiv? Wir haben nämlich alle die gleiche Mission, egal ob als vollzeitlicher Beruf oder einfach im Alltag! Gott kennen und seine Liebe bekannt machen! 


Love, anni

Freitag, 1. Juni 2018

Zwischenstopp

Ein kurzer Zwischenstopp. Eine Woche “daheim” an unserer Base. Eine Woche Wiedersehen nach sieben Outreachwochen, nur um wieder Tschüss zu sagen, auf unbestimmte Zeit oder in unserem Fall und für manche Freunde Bis Bald. 
Denn wir sind nur in einer Pause. Wir bleiben in Neuseeland und werden als Mitarbeiter für die nächste Schule hier sein, noch bis Oktober. 

Cross Island Hike auf Rarotonga
Bis zur nächsten Schule geht es aber noch 6 Wochen und die nutzen wir für ein kleines “Taste & See” von Vanuatu. Im Inselstaat Vanuatu gibt es auf der Hauptinsel Efate von unserer Ywam Base ein Familienzentrum, das im Juli eröffnet wird. Und wir wollen schauen, ob wir uns vorstellen können, längerfristig dort zu sein. Denn unser Herz ist es, Familien zu unterstützen, zu fördern und Jesu Liebe in Familien zu bringen.
Tobi möchte sich gerne in Männer investieren. Bei “Der 4. Musketier” hat er das bereits in Deutschland gemacht. In Vanuatu sind viele Männer gewalttätig, nehmen ihre Verantwortung nicht wahr und sind keine präsenten Familienväter. 
Mein Herz ist es, die frühe Beziehung zwischen Mamas und Kindern zu stärken und so die Frauen zu befähigen, zu dem was sie eigentlich intuitiv können und wie Gott sie gemacht hat: ihren Kindern einen guten Start zu ermöglichen und sie zu lieben, mit ihnen von klein auf Jesu Liebe zu teilen. 
Im Familienzentrum auf Efate könnten wir das gut verbinden. 
Morgen geht es los nach Vanuatu und in drei Wochen wissen wir dann mehr, ob die Arbeit dort zu uns passt. 

Kids Camp
Die letzten Wochen waren gefüllt mit dem Outreach der DTS auf den Cookinseln und in Neuseeland und es war so gut. Wir haben Heilungen gesehen, wie Menschen Freude finden wenn sie ihr Leben Jesus geben, haben im Gefängnis und im Krankenhaus Gottes Liebe geteilt. Wir haben ein zweiwöchiges Kinderferiencamp durchgeführt und Kinder in Schulen besucht. Es waren volle, gute Wochen über die ich bestimmt noch mehr berichten werde. Denn Gott gebührt die Ehre! 
Und gestern war unsere Abschlussfeier, die Hälfte ist nun schon abgereist und der Rest verlässt morgen die Base. 


Graduation

Ihr Lieben, ich verabschiede mich noch einmal für die nächsten drei Wochen um dann mit noch mehr Geschichten und Neuigkeiten zurück zu sein. 

Love, anni 

Donnerstag, 22. März 2018

YWAM Update: Halbzeit

Wanderung zu einem Wasserfall
Es wird mal Zeit für ein Update zu unserer Zeit hier bei YWAM in der Jüngerschaftsschule (DTS). Bis jetzt haben wir die Freiheit genossen, weder einen Rundbrief zu schreiben noch hier auf dem Blog regelmäßige Updates zu geben, aber da wir mittlerweile die Hälfte der DTS erreicht haben, wir in 2 Wochen bereits im Outreach sind und sich außerdem gerade einige Zukunftsdinge entwickeln, habe ich das Bedürfnis, ein bisschen zu teilen, wie es uns momentan geht.


Rückblick:
mount maunganui
Wir sind nun schon seit 10 Wochen hier und es wird immer schöner! Wir lernen so viel! Wir haben Gott auf ganz neue Art kennen gelernt. Wir haben gute und tiefe Freundschaften geknüpft, wir verbringen die Tage gemeinsam, teilen unsere tiefsten Wünsche und Erlebnisse miteinander, haben keine Geheimnisse und keine Scham voreinander und das macht uns zu einer richtig coolen Gruppe. Wir sind 65 Studenten und mit Mitarbeitern rund 100 Leute, die hier in Gemeinschaft leben. Das ist nicht immer einfach und bringt Herausforderungen mit sich, zum Beispiel unterschiedliche Ansprüche an Hygiene, deutsche Vorstellungen von Mülltrennung werden zunichte gemacht, Pünktlichkeit... aber das alles ist nichts im Vergleich zu dem Schatz, den wir aneinander haben. Wir sind eine Whanau, eine Familie. Da nervt man sich schon mal, aber wir lieben uns.
just a normal Family Dinner
Wir haben gemeinsam Ausflüge gemacht, eine Woche an einer anderen Ywam Base in Matamata verbracht, wir putzen zusammen, wir weinen zusammen, wir beten füreinander. Die Hälfte unserer Schule wurde im Ozean getauft.
Teilen vor der Taufe
Wir lernen schottische Tänze, haben Ladiesnight mit Eis und crazy dance Parties und wir lachen und lachen und lachen zusammen.
Schottischer Abend mit einem Ceilidh

meine Freundin Elizabeth und ich
Momentan:
Im Moment bereiten wir uns auf unseren Outreach vor und genießen die letzten zwei Wochen mit unserer gesamten Schule, denn zum Outreach gehen wir in kleineren Teams.
Wir haben diese und nächste Woche noch unsere letzten Unterrichtseinheiten, diese Woche is das Thema "Heiliger Geist". Diese Woche ist ziemlich verrückt und so so gut, wir haben eine geniale Heilung erlebt diese Woche, von der ich euch in einem extra Post erzählen möchte.
Auch von den einzelnen Themen, die wir wöchentlich durchnehmen, werde ich euch weiterhin Stück für Stück erzählen.
unser Wasserfall

Ausblick:
Am 5.4. fliegen wir mit unserem Team "Go Pacific" auf die Insel Rarotonga in den Cook Islands.
Go Pacific Team
Annika, Anika, Annika!!
Dort werden wir 7 Wochen in einem anderen Land verbringen um den Menschen dort zu dienen, weiterzugeben, was wir hier gelernt haben, mehr zu lernen und unsere Reise mit Jesus weiterzugehen. Wir gehen als "Missionare", was einfach heißt: Wir leben als Menschen die Jesus lieben und erzählen von seiner Liebe. Außerdem wollen wir diese Liebe praktisch sichtbar machen.
Auf Rarotonga werden wir 4 Wochen sein, dann kommen wir zurück nach Neuseeland und die restlichen 3 Wochen der Outreachzeit verbringen wir im Norden von Neuseeland, wo wir einer anderen YWAM-Base dienen werden und zwei Wochen einen Roadtrip machen und mit Maori Familien Kontakte aufbauen wollen.

Die letzte Woche der Schule (letzte Mai-Woche) verbringen wir alle gemeinsam nochmal an der Base und werden uns von den Wundern, den Herausforderungen und der genialen Zeit erzählen, die wir erlebt haben.

Wochenend-Dienst: die Weekend Warrior!
Und danach hat Gott gute Pläne für uns. Wir sind noch mit Gott im Gespräch, aber bald können wir mit euch teilen, wie es für uns weiter geht :)

love,
anni (&tobi)

Donnerstag, 8. März 2018

Der Kampf im Herzen

[Discipleship Training School Woche 2 - Weisheit, Steve Aherne, Teil 2]

Im letzten Posting habe ich von Weisheit geschrieben, und dass der Anfang aller Weisheit ist, Gott danach zu fragen und sie von ihm zu erhalten.
Ob Gott Weisheit gibt und ob ich weise Entscheidungen treffe, hängt von meiner Herzenshaltung ab! Wie fühle ich mich und wie verhalte ich mich?
Bin ich genervt von äußeren Umständen und gebe mich dem hin, gebe patzige Antworten, verschließe mein Herz und bin unzulänglich? Bade ich in Selbstmitleid und fordere Aufmerksamkeit, weil ich es "verdiene"?
Schließlich hatte ich einen anstrengenden Tag, er fing schon schlecht an, weil ich verschlafen habe und dann den Zug verpasst habe, einige Sachen sind schief gelaufen und jetzt sind die Nudeln übergekocht und ich raste aus!
So einen Tag hat wohl jeder mal und ich stecke dann schon mal im Selbstmitleid fest, begrüße meinen Mann nicht liebevoll, wenn er von der Arbeit heimkommt oder lasse meinen Frust bei ihm aus.

Aber das muss nicht sein. Ich habe immer eine Wahl, wie ich mich verhalten möchte.
Das Herz, das ist im biblischen Verständnis ein Begriff für Emotionen, Willen und Verstand.
Auch wenn ich mich nicht danach fühle, kann ich dennoch mit meinem Willen entscheiden, anders zu reagieren, als meine Gefühle es eigentlich fordern. Dabei geht es nicht darum Gefühle zu unterdrücken, viel eher darum, sie angemessen und richtig auszudrücken, in einer konstruktiven Art anstatt destruktiv oder sogar gar nicht! Denn wenn ich einfach nur genervt bin, mich zurückziehe und vielleicht sogar gar nicht mitteile, was meine negativen Emotionen auslöst, kann ich auch keine Hilfe von außen erwarten.

Jeden Tag suche ich mir Kleidung aus, die meinen Körper schützt, schmückt, bedeckt und etwas bestimmtes ausdrückt. Ich suche die Kleidung aus. Nicht mein blaues Jeanskleid bestimmt, dass es heute getragen werden will!
Genau so sollte ich auch für mein Herz die passende Haltung aussuchen! Ich suche die Kleidung aus, genau so suche ich auch meine Herzenshaltung aus, nicht umgekehrt. Kämpfe werden immer im Herz ausgetragen; wenn ich siegen will, muss ich mich für die richtige Haltung entscheiden. Das geht. Nur mit Gottes Hilfe und immer auch mit einigem an Willenskraft.
So kann ich mich dafür entscheiden, aus schwierigen Tagen etwas Gutes mitzunehmen oder sie zumindest durch destruktive Gedankenspiralen nicht noch weiter nach unten zu ziehen.
So kann ich mich entscheiden, von der herausfordernden Person etwas zu lernen und sie zu segnen, vor allem auch dann, wenn sie zum zehnten Mal die Sache an den falschen Platz gestellt hat.
So kann ich mich entscheiden, von mir wegzuschauen, mich nicht zu wichtig zu nehmen, den Gesamtzusammenhang und die Rechte und Gefühle meiner Mitmenschen zu wertschätzen.

Und das spannende daran ist: die Gefühle folgen den Entscheidungen des Verstands. Wenn ich mich dazu entscheide, das Gute in etwas zu sehen, offen zu sein, Gottes Führung anzuerkennen, dann breitet sich langsam Freude aus. Zumindest Frieden und Ruhe, wenn nicht Freude.
Und der nervige Umstand ist plötzlich gar nicht mehr so wichtig.

"Positiv denken", könnte man wohl sagen. "Auf Gott schauen", würde ich sagen! :) Und ihn nach seinen Gedanken fragen. Und die sind garantiert positiv... (Jeremia 29,11)

love,
anni

Dienstag, 6. März 2018

Der Anfang aller Weisheit...

[Discipleship Training School Woche 2 - Weisheit, Steve Aherne, Teil 1]

Mittlerweile sind wir schon knapp zwei Monate bei YWAM, haben einen richtig eingespielten Rhythmus und beginnen uns auf den Outreach vorzubereiten. Trotzdem möchte ich erst noch ein bisschen zurück schauen, denn die Themen, über die wir lernen, sind super.

In die erste Woche des Unterrichts starteten wir mit dem Thema Weisheit. Dazu kam der Leiter einer anderen YWAM-Base in Melbourne an unsere Schule. Was für ein Start in eine Schule!
Vor allem, da ich schon lange den Wunsch danach habe, weise Entscheidungen zu treffen, weise Ratschläge zu geben.

Steve fragte uns: Was ist der Beginn aller Weisheit? Wir waren uns einig: Gottesfurcht! Das ist die bekannteste Antwort.
Aber in Sprüche 4, 7 steht noch eine weitere Antwort:
Der Beginn aller Weisheit ist: Weisheit!
Wie bitte?! Wie soll das funktionieren?
Ganz einfach: Gott danach fragen und von ihm empfangen :) Gott schenkt Weisheit; Weisheit ist nichts, was man erst im Alter erlangen kann wenn man weiß und weise ist. Das kann sicherlich der Fall sein, eine Art Lebenserfahrung braucht schon ein gewisses Alter und bestimmte Erlebnisse.

Aber Gott gibt Weisheit auch im jungen Alter. Ich war bei den meisten Mitarbeitern total erstaunt, als ich herausgefunden habe, dass fast alle unter 20 sind. Denn sie sind so weise, sie beten mit Leidenschaft und Kraft, sie geben richtig gute Ratschläge, sie hören zur richtigen Zeit auch einfach nur zu und strahlen eine Ruhe aus. Gottes Weisheit ist unabhängig vom Alter! :)
Wenn du dir Weisheit wünschst: bitte Gott darum.

Biblische Weisheit, die wir von Gott bekommen, ist Gottes "how-to", Gottes Hilfe, wie wir Dinge angehen sollen. Sie ist nicht abhängig von Intelligenz, Erfahrung oder Alter. Biblische Weisheit ist ein Geschenk, das uns befähigt, in allem erfolgreich zu sein, in das er uns stellt und ruft.
Die Initiative kommt also von Gott, ich darf ihm folgen und gehorchen und auch die Ergebnisse sind von Gott abhängig.
Weisheit heißt deshalb, ein weiches, offenes und hörendes Herz für Gottes Stimme zu haben.

Die Welt, das Schulsystem und die Menschen um uns herum sagen uns, dass wir Wissen ansammeln müssen, um Verständnis für Zusammenhänge und Dinge zu bekommen. Und daraus kommt dann Weisheit. Das ist auch richtig, aber das ist Weisheit im Kopf.
Gott gibt uns Weisheit, wenn wir ihn bitten. Dadurch können wir Verständnis aufbringen und durch unsere Erlebnisse erlangen wir Wissen über Zusammenhänge und Dinge, und zwar nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen und ganzheitlich.

Welt: Wissen -> Verständnis -> (Kopf)Weisheit
Bibel: Weisheit -> Verständnis -> (Herz)Wissen

Ist das nicht großartig? Für mich hat dieses neue Verständnis von Weisheit und Wissen wirklich eine Erleichterung gebracht und obwohl ich in vielen kleinen Situationen vergesse, um Gottes Weisheit zu bitten, lerne ich doch ihn mehr einzubeziehen und auch in kleinen Dingen, wie beispielsweise bei meiner Freizeiteinteilung, Kleiderwahl oder Ausflugszielen um seine Weisheit zu bitten.

Wo brauchst du Weisheit? Wo kannst du Gott heute um seine Weisheit bitten? In kleinen und in großen Dingen ;)

love,
anni

Sonntag, 18. Februar 2018

Die Kraft des Teilens

 [Discipleship Training School Woche 1 – Life Stories]

Vor ziemlich genau einem Monat sind wir bei Marine Reach angekommen und haben rund 100 neue Leute kennen gelernt. Wir leben auf engem Raum miteinander und verbringen 5 Monate Zeit zusammen. Bereits in der ersten Woche haben wir uns sehr sehr gut kennengelernt. Denn wir haben uns unsere „Lifestories“ erzählt. Eine Woche lang hatten wir Zeit, einer nach dem anderen, zu teilen, was einen im Leben besonders geprägt hat. Und das können natürlich schöne Erlebnisse sein, aber vor allem sind es die traumatischen Erfahrungen in der Kindheit, die uns prägen und die Verletzung ins Leben bringen. Eigentlich genau das, was man verstecken und NICHT teilen will, wenn man neue Leute kennen lernt. 
Von Pornografiesucht, Selbstbefriedigung, Vergewaltigung, Tod eines Elternteils, Unfällen und ganz viel Scham war fast alles dabei. Nicht gerade das, was man teilt, wenn man neue Leute kennenlernt und einen guten Eindruck machen will, oder?

Eins weiß ich sicher: Jesus sagt, die Wahrheit wird uns freimachen. Jesus ist die Wahrheit, der Weg und das Leben. Die Wahrheit macht uns frei, sie bringt uns zum Vater, in Gemeinschaft.
Was versuche ich zu verstecken? Gott weiß es sowieso und für die Gemeinschaft mit Familie, Freunden, Kirche, ... sind Geheimnisse nicht förderlich.

Ich will Satan nicht mehr glauben, wenn er versucht mich mit der Lüge „Du bist die einzige, die mit so etwas Schmutzigem/Gemeinem/... ein Problem hat! Schäm dich! Das darfst du niemandem erzählen! Alle werden dich hassen/auslachen/sich ekeln/...“ zum schweigen zu bringen.
Ganz im Gegenteil: Offenheit fördert Gemeinschaft und Zusammenhalt. Noch nie haben wir so schnell so viele neue Freunde lieb gewonnen. 

Ich habe einmal gelesen, dass die Psychiatrische Behandlung einen starken Zulauf hat, seit dem die Beichte in der Kirche nicht mehr so verbreitet ist. Die Wahrheit macht uns frei und ich glaube auch: gesund und froh. Wenn wir versuchen, alleine klar zu kommen und uns zu verstecken, werden wir nicht nur einsam, sondern vielleicht sogar auch krank.

Versteck dich nicht länger. Sei du. Bring vor Gott, was du bereinigen musst und komm ins Licht. J
love,
anni


Samstag, 10. Februar 2018

YWAM Life

Nun sind wir schon einen Monat hier in Tauranga bei Marine Reach, einem Trainingscenter von Jugend mit einer Mission, Youth With a Mission (=YWAM).

Wasserfall in unserem "Garten"
Und genau so lange habe ich mich auch schon nicht mehr gemeldet. Wir haben die ersten Wochen sehr gebraucht, um uns einzufinden, Freundschaften zu knüpfen, Tagebücher zu schreiben, Vorlesungsnotizen durchzugehen, etc.
Unsere Tage sind voll und unsere Herzen noch voller.
Ich gebe euch gern einen kleinen Einblick in unser Leben hier in der DTS (Discipleship Training School, Jüngerschaftsschule), denn es ist einfach nur genial und ich kann dir eine DTS sehr ans Herz legen, in jeder Lebenslage :)

Wir starten relativ früh in den Tag, Frühstück gibt es bis 7:15. Mein Ziel ist es, vor dem Frühstück entweder Sport zu machen oder Bibel zu lesen, aber bis jetzt hat das noch nicht sehr oft geklappt, ich bin froh, wenn ich es schaffe zu duschen ;)
Nach dem Frühstück ist eine Viertelstunde Zeit für den "Morningblitz", 15 Minuten in denen alle Studenten kurz etwas im Haushalt erledigen, in meinem Fall saugen und Tobias leert die Mülleimer.
Danach ist eine halbe Stunde "intimacy with God" fest eingeplant.
Um 8.30 haben wir für eine Stunde entweder Fürbitte oder Lobpreis, und Montags haben wir Whanau Time. Whanau ist das Maori Wort für Familie. Alle kommen zusammen, es gibt Gebäck, Kaffee & Tee und wir tauschen uns aus über aktuelle Geschehnisse in der YWAM Welt und genießen einfach die Zeit zusammen.
Am Vormittag haben wir dann teachings, jede Woche von einem anderen Lehrer aus aller Welt.
Lobpreis!
Nach dem Mittagessen gibt es drei Optionen: Streamtime, Ministry Placement oder Freizeit. Letzteres erklärt sich von selbst :) Streamtime verbringen wir in unserem Outreach Team in dem Stream, den wir gewählt haben, wo ein Schwerpunkt vertieft wird. An unserer Schule gibt es die Streams Wild Heart, Medical Compassion, Cover to Cover, Prayer & Passion und Go Pacific. Wir sind im Stream Go Pacific, zusammen mit 3 weiteren Studenten und 3 Leitern.
Bei Go Pacific geht es darum, die Kultur des Pazifiks besser kennen zu lernen, bevor man dort dient, aber auch tiefer in Gottes Wort und Liebe einzutauchen.
Den Ort für unseren Outreach haben wir letzte Woche erfahren: die Cook Inseln im Südpazifik! Das solltest du googeln, die Bilder sind umwerfend und wir sind sehr gespannt :)
Wochenendfrühstück
Streamtime haben wir einmal in der Woche, an den anderen Tagen habe ich Ministry Placement, was ein nettes Wort für Arbeiten rund um die Base ist. Ich putze eins der 3 Häuser der Anlage, immer zusammen mit einer weiteren Person.
Nach dem Abendessen haben wir grundsätzlich Freizeit, bis auf einmal in der Woche, wo wir Lobpreiszeit haben, aber manchmal gibt es zusätzliche Angebote wie der Mädelsabend mit OpenAirMovie letzte Woche.
So sind unsere Tage gut gefüllt und wir genießen die Gemeinschaft und das Lernen.

den Abend genießen
Wir lernen Gott momentan auf einer ganz neuen Ebene kennen. Nicht nur durch die Lectures, auch durch das Zusammenleben mit 100 anderen Menschen von allen Kontinenten, die täglichen Aufgaben und die persönliche Zeit mit Gott.
Wir lernen unseren Gott ganz neu kennen - den Gott, der uns geschaffen hat, der sich nicht nur das wunderschöne Neuseeland, sondern auch das ganze Universum ausgedacht hat - und der mit uns kommunizieren möchte. Den liebenden Vater. Den Sohn. Den Heiligen Geist.
Wir haben vorletzte Woche sogar über die Liebessprachen Gottes gesprochen - darüber habe ich mir davor noch nie Gedanken gemacht.

Uns geht es sehr sehr gut. Wir genießen zu sein, mit Gott und mit tollen Menschen um uns herum, und besonders auch zu zweit.
Sonnenuntergang - wow

Love from NZ,
anni
unser Traum"garten" 





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