60km. 13h. Hitze. Blasen. Grenzerfahrung.
Blick aus dem Busfenster. Wellblech. Roter Staub überall. Barfüßige Kinder.
Mein Herz. Es schlägt. Es krampft. Es entspannt sich in Gottes Hand.
Das war unser erster Muskathlon vor 7 Jahren.
Ein viertes Mal darf ich dabei sein und freue mich so. Im Juni findet wieder ein deutscher Muskathlon statt und zwar in Uganda! In dem Land, wo auch Tobi & ich 2016 am Muskathlon teilgenommen haben und eine der krassesten Erfahrungen unseres Lebens gemacht haben.
Diesmal ist meine Aufgabe, die Teilnehmenden zu betreuen und zu informieren, sie mit Rat und Tat zu unterstützen, Fragen zu beantworten, zu erinnern und den Blick auf Gott zu lenken. Was für eine schöne Aufgabe und wie wunderwunderbar, dass 19 Deutsche und 13 Schweizer Sportler*innen sich aufmachen auf diese großartige und lebensprägende Reise. Mit einem Spendenlauf vor Ort (Halb/Marathon/Ultra/biken) wird im Voraus Geld gesammelt oder Patenschaften vermittelt, für das christliche Kinderhilfswerk Compassion. Mein Herz hüpft, wenn ich an die Arbeit von Compassion denke. "Kinder aus Armut befreien im Namen Jesu" ist nicht nur der Slogan, sondern Programm. Und ein Teil von diesem großen Projekt zu sein macht dankbar und demütig.
Hier noch für dich ein Rückblickvideo von unserem Muskathlon 2016 (wer mich richtig fertig sehen will: here you go)
Demut und Dankbarkeit sind Schlüssel. Ich wünsche mir mehr davon.
Der Anmeldeschluss für den Muskathlon dieses Jahr ist verstrichen. Aber ich erzähle dir bald von einer Möglichkeit, wie du dennoch dabei sein kannst :)
love, anni
Wie schön, dass du hier bist! Ich lade dich ein, mit einem Kaffee oder einer Limo unter unseren Apfelbaum :) Begleite mich ein wenig auf meiner Reise durch ein Leben im Vertrauen auf Gott, Hand in Hand mit meinem Mann und unseren Kindern, als Missionare bei free!ndeed. Hier geht es um die wichtigste Ministry, die Gott uns gegeben hat: F A M I L Y und den Start ins Familienleben. Ich hoffe, du findest Inspiration, Ideen, Denkanstöße und wenn du gehst bist du ein Stück näher am Vaterherz!
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Montag, 13. März 2023
Samstag, 22. September 2018
Muskathlon: Kinderherzen
Unser letzter Muskathlon ist nun fast ein Jahr her, letzten Oktober waren wir mit einem internationalen Muskathlonteam in Indonesien.
Und da wir danach nur einen Monat zum Wohnung auflösen und Packen hatten, bevor unser Auslandsjahr anstand, habe ich hier gar nicht viel über den Muskathlon geteilt.
Muskathlon, das ist ein extremes Sportevent vor Ort im Kampf gegen extreme Armut oder extreme Ungerechtigkeit, eingebettet in einer Woche Programm, in der man die Partnerorganisation, in unserem Fall Compassion, kennenlernt.
Im nächsten Jahr steht ein deutscher Muskathlon mit Compassion in Kenia an und mit einem neuen Partner, GlowbalAct in Israel (gegen Menschenhandel).
Auf den Kenia-Muskathlon hätte ich große Lust, aber dann habe ich ein 5 Monate altes Baby und das ist wohl nicht die beste Idee, mit einem Säugling am Muskathlon teilzunehmen.
Aber vielleicht kann ich DICH ja dafür begeistern :)
Ich will dir erzählen, was mich begeistert, vielleicht kann ich dich dadurch anstecken.
Was mir nämlich schon in Uganda aufgefallen ist, hat sich in Indonesien in einer ganz besonderen Situation nochmal bestätigt. Es geht weder um den Lauf, noch um das Geld, sondern es geht nur um eines:
Am 1. Tag des Muskathlons besuchten wir ein Kinderzentrum auf Bali. Dort teilten wir uns nach einem kurzen Empfang in Gruppen auf und begleiteten ein Kind nach Hause.
Ich ging in meiner Gruppe mit einem Mädchen nach Hause:
ein kleiner, dunkler Raum ist das Wohn- und Schlafzimmer, ein Bad. Dann gibt einen ein Meter breiten und zwei Meter langen Flurraum, der wieder aus der Hintertür nach draußen führt. Hier gibt es einen kleinen Gaskocher (gekocht wird mit Kerosin, das ist teurer, aber sicherer). Das ist die Küche.
Wir lernen uns ein bisschen kennen, mit Hilfe eines Übersetzers können wir Fragen stellen. Ich sitze mit meiner vierköpfigen Gruppe auf dem Boden und versuche mit dem kleinen Bruder des Mädchens Kontakt aufzunehmen. Er ist sehr schüchtern, aber je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto näher kommt er. Er ist vier Jahre alt und hat die Größe eines Zweijährigen. Aber den Schelm eines Vierjährigen, wie ich schnell merke, als er mehr und mehr auftaut.
Und so sitzen wir in dem dunklen Wohnzimmer, Licht kommt nur durch die geöffnete Tür in das Haus. Wir helfen der Mama bei ihrer Arbeit: Süßigkeiten aus einem großen Beutel in kleinere Beutel umpacken und mithilfe einer Kerzenflamme das Tütchen zuschweißen. Ich zähle in meinem besten indonesisch:
satu, dua, tiga, empat, lima, und so weiter. Immer 10 Stück. Meine Indonesisch-Versuche amüsieren die beiden Kinder köstlich.
Ich gebe meinen Abzähl-Löffel weiter, jemand anderes darf helfen und ich gehe zurück in meine Ecke, um meine nonverbalen Freundschaftsanbahnungen wieder aufzunehmen. Diesmal bin ich erfolgreicher, das Eis ist gebrochen. Der Kleine lacht mit mir, umarmt mich, sitzt auf meinem Schoß. Erzählt mir Geschichten, die ich nicht verstehe.
Und ich weiß: darum geht es. Um sein Herz, um sein Lachen. Um diesen kleinen Jungen in diesem Moment.
Ich kann die Welt nicht retten. Ich kann keinen großen Unterschied machen. Alles, was ich machen kann, ist diesem kleinen Jungen genau jetzt meine Liebe zu geben.
Und vielleicht ist das alles, was es gerade braucht.
love, anni
Und da wir danach nur einen Monat zum Wohnung auflösen und Packen hatten, bevor unser Auslandsjahr anstand, habe ich hier gar nicht viel über den Muskathlon geteilt.
Muskathlon, das ist ein extremes Sportevent vor Ort im Kampf gegen extreme Armut oder extreme Ungerechtigkeit, eingebettet in einer Woche Programm, in der man die Partnerorganisation, in unserem Fall Compassion, kennenlernt.
Im nächsten Jahr steht ein deutscher Muskathlon mit Compassion in Kenia an und mit einem neuen Partner, GlowbalAct in Israel (gegen Menschenhandel).
Auf den Kenia-Muskathlon hätte ich große Lust, aber dann habe ich ein 5 Monate altes Baby und das ist wohl nicht die beste Idee, mit einem Säugling am Muskathlon teilzunehmen.
Aber vielleicht kann ich DICH ja dafür begeistern :)
Ich will dir erzählen, was mich begeistert, vielleicht kann ich dich dadurch anstecken.
Was mir nämlich schon in Uganda aufgefallen ist, hat sich in Indonesien in einer ganz besonderen Situation nochmal bestätigt. Es geht weder um den Lauf, noch um das Geld, sondern es geht nur um eines:
um die Herzen der Kinder
Am 1. Tag des Muskathlons besuchten wir ein Kinderzentrum auf Bali. Dort teilten wir uns nach einem kurzen Empfang in Gruppen auf und begleiteten ein Kind nach Hause.
Ich ging in meiner Gruppe mit einem Mädchen nach Hause:
ein kleiner, dunkler Raum ist das Wohn- und Schlafzimmer, ein Bad. Dann gibt einen ein Meter breiten und zwei Meter langen Flurraum, der wieder aus der Hintertür nach draußen führt. Hier gibt es einen kleinen Gaskocher (gekocht wird mit Kerosin, das ist teurer, aber sicherer). Das ist die Küche.
Wir lernen uns ein bisschen kennen, mit Hilfe eines Übersetzers können wir Fragen stellen. Ich sitze mit meiner vierköpfigen Gruppe auf dem Boden und versuche mit dem kleinen Bruder des Mädchens Kontakt aufzunehmen. Er ist sehr schüchtern, aber je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto näher kommt er. Er ist vier Jahre alt und hat die Größe eines Zweijährigen. Aber den Schelm eines Vierjährigen, wie ich schnell merke, als er mehr und mehr auftaut.
Und so sitzen wir in dem dunklen Wohnzimmer, Licht kommt nur durch die geöffnete Tür in das Haus. Wir helfen der Mama bei ihrer Arbeit: Süßigkeiten aus einem großen Beutel in kleinere Beutel umpacken und mithilfe einer Kerzenflamme das Tütchen zuschweißen. Ich zähle in meinem besten indonesisch:
satu, dua, tiga, empat, lima, und so weiter. Immer 10 Stück. Meine Indonesisch-Versuche amüsieren die beiden Kinder köstlich.
Ich gebe meinen Abzähl-Löffel weiter, jemand anderes darf helfen und ich gehe zurück in meine Ecke, um meine nonverbalen Freundschaftsanbahnungen wieder aufzunehmen. Diesmal bin ich erfolgreicher, das Eis ist gebrochen. Der Kleine lacht mit mir, umarmt mich, sitzt auf meinem Schoß. Erzählt mir Geschichten, die ich nicht verstehe.
Und ich weiß: darum geht es. Um sein Herz, um sein Lachen. Um diesen kleinen Jungen in diesem Moment.
Ich kann die Welt nicht retten. Ich kann keinen großen Unterschied machen. Alles, was ich machen kann, ist diesem kleinen Jungen genau jetzt meine Liebe zu geben.
Und vielleicht ist das alles, was es gerade braucht.
love, anni
Dienstag, 5. Dezember 2017
Muskathlon: die Bedeutung des Paten
Ihr Lieben, ich bin gerade in der Luft =) Und ihr dürft etwas über den Muskathlon lesen =)
Letztes Jahr habe ich euch von jedem einzelnen Tag berichtet. Dieses Jahr mache ich es ein bisschen anders. Ich erzähle euch von einzelnen Begegnungen. Denn die Begegnungen sind es, die den Muskathlon einzigartig machen, von einem Urlaub abheben und eigentlich der Grund für die Reise sind.
Heute möchte ich euch Erlan vorstellen. So ein besonderer Mann!
Erlan ist ein Mitarbeiter von Compassion und das besondere ist: er war selbst Patenkind bei Compassion.
Er hat eine berührende Geschichte, als er sie mit uns geteilt hat, liefen bei mir die Tränen.
Erlan kam als kleiner Junge aus einer buddhistischen Familie zusammen mit seinen Brüdern zum Compassion Projekt. Seine Eltern waren arm und konnten die Familie nicht ernähren, sie hungerten oft und teilten den letzten Reis unter ihren Kindern auf. In besonders harten Fällen nimmt Compassion bis zu drei Kinder einer Familie ins Programm auf, so wie es auch bei Erlans Familie der Fall war.
Erlans Brüder fanden schnell Paten, doch bei Erlan dauerte es eine Weile. Er hatte kein besonders gutes Selbstwertgefühl, durch das lange Warten auf einen Paten wurde das auch nicht unbedingt besser. Vor allem, als er endlich einen Paten fand, der dann die Patenschaft wieder kündigte, wurde sein kleines Herz gebrochen. Was für mich wirklich unvorstellbar ist: den Verlust eines Paten erlebte Erlan sogar zwei mal. Ein weiteres Mal wurde Erlan als Patenkind ausgewählt und ein weiteres Mal wurde die Patenschaft nach kurzem beendet. Für den armen, traurigen Jungen aus Indonesien ein Schlag ins Gesicht und die Botschaft: Ich bin es einfach nicht wert. Keiner will mich.
Als die dritten Paten gefunden waren, hatte Erlan keine großen Erwartungen mehr. Seine Motivation das Kinderzentrum zu besuchen, war ebenfalls gering. Doch diesmal war etwas anders: Seine Paten schickten ihm viele Briefe und versicherten ihm, dass sie ihn lieb hatten, dass er ein toller Junge war und dass sie ihn hübsch fanden.
Erlans Paten schrieben ihm regelmäßig und in einem ihrer Briefe erzählten sie ihm, dass die kleine Tochter der Familie Erlans Bild am Kühlschrank regelmäßig küsste! Erlan freute sich so sehr das zu hören, er fühlte: Ich bin wichtig für jemanden.
Erlans Paten, eine christliche Familie, erzählte ihn ihren Briefen auch von Jesus. Natürlich kannte er Jesus aus dem Kinderzentrum, doch der Glaube und die Liebe seiner Paten bewegte etwas in Erlan: durch die Briefe seiner dritten Paten fand Erlan zum Glauben an Jesus!
Heute arbeitet er für Compassion in ganz Asien, hauptsächlich in Indonesien, seinem Heimatland. Er ist verheiratet und hat eine kleine Tochter, die er selbst ernähren kann, da er eine gute Festanstellung bei Compassion hat. Mit seiner Liebe und seiner Offenheit hat Erlan mein Herz schnell gewonnen, es ist leicht, ihn als Freund zu gewinnen.
Und Erlan machte mir besonders klar, wie wichtig es ist, meinen Patenkindern zu schreiben. Die Kinder sehnen sich so sehr nach den Briefen ihrer Paten, die ihnen sagen:
Ich hab dich lieb.
Du bist wunderschön.
Du bist eine Prinzessin/ ein Prinz Gottes.
Du hast eine wichtige Aufgabe.
Du bist klug.
Du kannst es schaffen.
Ich glaube an dich.
Du bist wertvoll.
Gott ist in deiner Schwachheit mächtig.
Schreib deinem Patenkind mal wieder. Es macht einen Unterschied!
Love,
anni
Letztes Jahr habe ich euch von jedem einzelnen Tag berichtet. Dieses Jahr mache ich es ein bisschen anders. Ich erzähle euch von einzelnen Begegnungen. Denn die Begegnungen sind es, die den Muskathlon einzigartig machen, von einem Urlaub abheben und eigentlich der Grund für die Reise sind.
Heute möchte ich euch Erlan vorstellen. So ein besonderer Mann!
Erlan ist ein Mitarbeiter von Compassion und das besondere ist: er war selbst Patenkind bei Compassion.Er hat eine berührende Geschichte, als er sie mit uns geteilt hat, liefen bei mir die Tränen.
Erlan kam als kleiner Junge aus einer buddhistischen Familie zusammen mit seinen Brüdern zum Compassion Projekt. Seine Eltern waren arm und konnten die Familie nicht ernähren, sie hungerten oft und teilten den letzten Reis unter ihren Kindern auf. In besonders harten Fällen nimmt Compassion bis zu drei Kinder einer Familie ins Programm auf, so wie es auch bei Erlans Familie der Fall war.
Erlans Brüder fanden schnell Paten, doch bei Erlan dauerte es eine Weile. Er hatte kein besonders gutes Selbstwertgefühl, durch das lange Warten auf einen Paten wurde das auch nicht unbedingt besser. Vor allem, als er endlich einen Paten fand, der dann die Patenschaft wieder kündigte, wurde sein kleines Herz gebrochen. Was für mich wirklich unvorstellbar ist: den Verlust eines Paten erlebte Erlan sogar zwei mal. Ein weiteres Mal wurde Erlan als Patenkind ausgewählt und ein weiteres Mal wurde die Patenschaft nach kurzem beendet. Für den armen, traurigen Jungen aus Indonesien ein Schlag ins Gesicht und die Botschaft: Ich bin es einfach nicht wert. Keiner will mich.
Als die dritten Paten gefunden waren, hatte Erlan keine großen Erwartungen mehr. Seine Motivation das Kinderzentrum zu besuchen, war ebenfalls gering. Doch diesmal war etwas anders: Seine Paten schickten ihm viele Briefe und versicherten ihm, dass sie ihn lieb hatten, dass er ein toller Junge war und dass sie ihn hübsch fanden.
Erlans Paten schrieben ihm regelmäßig und in einem ihrer Briefe erzählten sie ihm, dass die kleine Tochter der Familie Erlans Bild am Kühlschrank regelmäßig küsste! Erlan freute sich so sehr das zu hören, er fühlte: Ich bin wichtig für jemanden.
Erlans Paten, eine christliche Familie, erzählte ihn ihren Briefen auch von Jesus. Natürlich kannte er Jesus aus dem Kinderzentrum, doch der Glaube und die Liebe seiner Paten bewegte etwas in Erlan: durch die Briefe seiner dritten Paten fand Erlan zum Glauben an Jesus!
Heute arbeitet er für Compassion in ganz Asien, hauptsächlich in Indonesien, seinem Heimatland. Er ist verheiratet und hat eine kleine Tochter, die er selbst ernähren kann, da er eine gute Festanstellung bei Compassion hat. Mit seiner Liebe und seiner Offenheit hat Erlan mein Herz schnell gewonnen, es ist leicht, ihn als Freund zu gewinnen.
Und Erlan machte mir besonders klar, wie wichtig es ist, meinen Patenkindern zu schreiben. Die Kinder sehnen sich so sehr nach den Briefen ihrer Paten, die ihnen sagen:
Ich hab dich lieb.
Du bist wunderschön.
Du bist eine Prinzessin/ ein Prinz Gottes.
Du hast eine wichtige Aufgabe.
Du bist klug.
Du kannst es schaffen.
Ich glaube an dich.
Du bist wertvoll.
Gott ist in deiner Schwachheit mächtig.
Schreib deinem Patenkind mal wieder. Es macht einen Unterschied!
Love,
anni
Mittwoch, 1. November 2017
Muskathlon: Break my heart
Spoiler: Nie habe ich so viele Männer weinen gesehen, wie beim Muskathlon [Fußballstadien betrete ich aus Prinzip nicht ;) ]
Weinen finde ich ganz wunderbar. Klar, manchmal ist es ganz schön unpassend, wenn die Tränen kommen. Ich kenne viele Frauen, die sich dafür schämen und entschuldigen, dass sie "Nah am Wasser gebaut sind".
Warum verstecken wir unsere Tränen so oft? Gott hat sie uns gegeben und er wird sich wohl etwas dabei gedacht haben :)
Auch Jesus weint... aus Mitgefühl ( = Compassion). Jesus ist überhaupt ein emotionaler Mensch gewesen, denke ich. Er liebt, weint, ist wütend, hungrig, ...
Ich glaube, wie Jesus, dürfen wir unsere Emotionen spüren, ohne uns davon kontrollieren zu lassen. Für dich scheint es vielleicht, als würde man die Kontrolle verlieren, wenn man Tränen zulässt. Ich denke, Tränen sind ein Ventil, das uns hilft, die Kontrolle nicht zu verlieren.
Die Hütten sind typisch für Sumba. In dem spitzen, hohen Dach ist ein Getreidespeicher. Das Grasdach muss einmal pro Jahr erneuert werden, was einen ganzen Tag dauert. Die Häuser sind aus Bambus gebaut und stehen auf Stelzen. Unter dem Haus wohnen häufig Tiere, z.B. Schweine. Das ist ziemlich praktisch, beim Kochen kann man die Abfälle einfach durch den Boden werfen und so die Schweine oder Hunde füttern :D Seht ihr auch die großen Steine, die aussehen wie riesige Steintische? Das sind Gräber. Häufig haben auch sie so ein spitzes Dach, extra nur für das Grab. Die Menschen glauben, das in dem spitzen Dach die Geister wohnen. Auf der Steinplatte werden Opfer dargebracht.
Abends ist mein Herz schwer. Die Tage sind voll und anstrengend, da wir viel Programm und wenig Schlaf haben. Gut, dass im Muskathlonprogramm immer wieder eine Zeit eingeplant ist, in der wir Gott loben und ihm danken, für all das Gute, was er tut. Denn das tut er!
Dabei singen wir gleich am ersten Tag das Lied "Hosanna" von Hillsong.
Lieber Herr, ich gebe dir alles hin was ich habe, mein Herz. Auch wenn es nicht viel ist. Du kannst aus Nichts Alles machen. Lass mein Herz brechen an den Dingen, die dein Herz zerbrechen. Break my heart for what breaks yours. Das ist wichtig. Das ist unser Auftrag. Du darfst mein Herz gestalten und neu machen. Danke, dass du es besser weißt als ich, was ich brauche. Und danke, dass du es mir zur richtigen Zeit gibst.
Weinen finde ich ganz wunderbar. Klar, manchmal ist es ganz schön unpassend, wenn die Tränen kommen. Ich kenne viele Frauen, die sich dafür schämen und entschuldigen, dass sie "Nah am Wasser gebaut sind".
Warum verstecken wir unsere Tränen so oft? Gott hat sie uns gegeben und er wird sich wohl etwas dabei gedacht haben :)
Auch Jesus weint... aus Mitgefühl ( = Compassion). Jesus ist überhaupt ein emotionaler Mensch gewesen, denke ich. Er liebt, weint, ist wütend, hungrig, ...
Ich glaube, wie Jesus, dürfen wir unsere Emotionen spüren, ohne uns davon kontrollieren zu lassen. Für dich scheint es vielleicht, als würde man die Kontrolle verlieren, wenn man Tränen zulässt. Ich denke, Tränen sind ein Ventil, das uns hilft, die Kontrolle nicht zu verlieren.
Während unserer Reise gab es immer wieder Momente, in denen mir die Tränen in die Augen stiegen. Wir haben ein traditionelles Dorf auf Sumba besucht, auf dem Foto oben seht ihr es. Die Situation war erst angespannt und komisch, als wir ankamen. Die Bewohner des Dorfes saßen in ihren Hütten, quasi auf der "Terrasse" und beobachteten, wie wir ankamen. Und wir beobachteten zurück und wussten nicht so richtig, was wir machen sollen. Ein Glück hatten wir Übersetzer dabei. Und Seifenblasen. Seifenblasen und Luftballons bringen Kindern hier so viel Freude. Und ein paar Tränchen helfen mir, den Kloß im Hals zu lösen und mich dann mit den Kindern zu freuen.
Die Menschen leben hier bewusst so, wie schon vor Hunderten von Jahren, es ist ein bisschen wie ein Freilichtmuseum und es ist auch gewollt, dass Besucher und Touristen kommen. Es gab gute Gespräche mit den Erwachsenen und viel Freude bei den Kindern, als wir alle ein bisschen aufgetaut sind.
Ich bin froh, als wir wieder gehen. Hier ist eine ganz andere Stimmung als im Compassion Projekt, das wir danach besuchen. Obwohl es Spaß gemacht hat, mit den Kindern zu spielen, ist eine gewisse Hoffnungslosigkeit nicht zu leugnen. Sie liegt in der Luft. Stille Schreie nach Hilfe, die mich verfolgen. "Jetzt bist du hier. Aber wenn du wieder gehst ist alles so wie vorher."
Die Kinder sind so leicht zum Lachen zu bringen hier, wie der Junge oben mit dem blauen länglichen Luftballon. Die Kinder laufen hier mehr mit, es kommt selten vor, dass Erwachsene mit ihnen spielen oder Späße machen.
Dabei singen wir gleich am ersten Tag das Lied "Hosanna" von Hillsong.
Show me how to love like you have loved me
Break my heart for what breaks yours
Everything I am for your kingdom's cause
(Zeig mir so zu lieben, wie du mich liebst
Lass mein Herz brechen an den Dingen, die dein Herz zerbrechen
Mein Alles für dein Königreich)
Mein Herz scheint wirklich zu brechen. Und ich bin nicht mal ansatzweise so weit, dass ich verstehe, was Gottes Herz alles zerbrechen lässt. Alles was ich heute gesehen habe, Ungerechtigkeit, falsche Verteilung von Gütern, Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, Unterernährung,... das liegt mir auf der Brust und scheint mein Herz zerspringen zu lassen.
Doch ich weiß: Gott macht aus Kaputtem etwas Wunderschönes. Aus meinem zerbrochenen Herzen hat er ein wunderschönes Mosaik gelegt. Und noch besser: David schreibt in Psalm 51: "Schaffe in mir ein reines Herz!" Das Wort das für "schaffen" genutzt wird heißt "bara" und das beschreibt eine Tätigkeit, die nur Gott ausführen kann: aus dem Nichts etwas zu Schaffen, so wie in der Schöpfungsgeschichte.
Lieber Herr, ich gebe dir alles hin was ich habe, mein Herz. Auch wenn es nicht viel ist. Du kannst aus Nichts Alles machen. Lass mein Herz brechen an den Dingen, die dein Herz zerbrechen. Break my heart for what breaks yours. Das ist wichtig. Das ist unser Auftrag. Du darfst mein Herz gestalten und neu machen. Danke, dass du es besser weißt als ich, was ich brauche. Und danke, dass du es mir zur richtigen Zeit gibst.
Love,
anni
Samstag, 28. Oktober 2017
Wie war es???
"Wie war es denn??"
Diese Frage hört wohl jeder, wenn er aus dem Urlaub kommt.
Und antwortet ungefähr so: "Wunderschön, tolles Wetter, lecker Essen, schöne Zeit mit der Familie."
Zumindest im Idealfall fällt die Antwort so aus.
Aber wir waren nicht im Urlaub.
Wir waren beim Muskathlon. Meine kurze Antwort auf "Wie war es??" sieht ungefähr so aus:
"Extrem! Anstrengend! Wunderbar und total gesegnet! Wenig Schlaf, viele Kinder, viele Begegnungen und viel schöner als erwartet!"
Diese Antwort wird dem Muskathlon aber in keinster Weise gerecht. Muskathlon ist so viel mehr als "anstrengend, aber gute Begegnungen".
Vielleicht reicht dir trotzdem die Kurzversion der Antwort. Vielleicht würdest du aber auch gerne mehr wissen?
Ich erzähle euch gern vom Muskathlon, aber dafür brauche ich ein bisschen Zeit. Und am besten kann ich euch erzählen, wenn ich weiß, welche Fragen ihr habt :) Also, schreibt mir doch einfach:
Was interessiert euch? Was versteht ihr noch nicht?
Love,
anni
Diese Frage hört wohl jeder, wenn er aus dem Urlaub kommt.
Und antwortet ungefähr so: "Wunderschön, tolles Wetter, lecker Essen, schöne Zeit mit der Familie."
Zumindest im Idealfall fällt die Antwort so aus.
Aber wir waren nicht im Urlaub.
Wir waren beim Muskathlon. Meine kurze Antwort auf "Wie war es??" sieht ungefähr so aus:
"Extrem! Anstrengend! Wunderbar und total gesegnet! Wenig Schlaf, viele Kinder, viele Begegnungen und viel schöner als erwartet!"
Diese Antwort wird dem Muskathlon aber in keinster Weise gerecht. Muskathlon ist so viel mehr als "anstrengend, aber gute Begegnungen".
Vielleicht reicht dir trotzdem die Kurzversion der Antwort. Vielleicht würdest du aber auch gerne mehr wissen?
Ich erzähle euch gern vom Muskathlon, aber dafür brauche ich ein bisschen Zeit. Und am besten kann ich euch erzählen, wenn ich weiß, welche Fragen ihr habt :) Also, schreibt mir doch einfach:
Was interessiert euch? Was versteht ihr noch nicht?
Love,
anni
Mittwoch, 30. August 2017
Noch 1 Monat bis zum Muskathlon
Okay, ein bisschen mehr als ein Monat ist es noch. Aber da ich gerade das unveröffentlichte und halbfertige Posting "Noch 2 Monate bis zum Muskathlon" entdeckt habe dachte ich, 1 Monat ist es in wenigen Tagen sowieso schon bald ;)
Ja. Ein kurzes Update.
Wir haben ein Benefizkonzert organisiert, das nicht so gut besucht war wie erhofft, aber zumindest mich viel weiter auf dem Spendenbarometer gebracht hat :) Ich habe Tobias jetzt ziemlich abgehängt, darum wenn ihr gerne spenden wollt, dann unterstützt doch Tobi ;)
Ich bin gespannt, auf die anderen deutschen Teilnehmer, mit denen wir reisen werden und die wir schon seit ihrer Anmeldung vor Monaten betreuen.
Ich bin so gespannt auf die Begegnungen mit den Kindern. Ob es anders sein wird als in Uganda, ob ich schneller aus mir rauskommen und mein Herz und meine Arme öffnen kann, ob ich sicherer sein kann in Jesus und dadurch in mir. Unabhängig von Kultur- und Sprachbarrieren.
Ich bin gespannt, welche Missverständnisse es geben wird und wie wir sie klären können und ich bin auch gespannt, ob ich den Halbmarathon joggend schaffe :D Ich tendiere mal zu nein, denn bereits nach 5km sehe ich so aus:
Naja, egal ob ich jogge oder gehe: ich gebe mein Bestes. Ich habe einige Patenschaften vermittelt und auch Geld gesammelt, dass Kinder aus Armut befreit werden. Ich werde mein Herz, wieder einmal, verschenken.
Willst du das auch erleben? Es ist ein unglaubliches Abenteuer!
Meld dich zum Muskathlon in Tansania an!
Oder übernimm eine Patenschaft!
Oder spende einen einmaligen Betrag.
Im Namen Jesu - ein Kind nach dem anderen! :)
Love,
anni
Dienstag, 22. August 2017
Joggen für Freiheit
Ich komme gerade vom Joggen zurück, habe mich gedehnt und einen Eiweißshake getrunken und möchte mit euch teilen, was ich heute morgen erlebt habe. Ich gehe nicht gerne joggen. Als ich heute morgen den Gedanken hatte, dass jetzt ein guter Zeitpunkt dafür wäre, weil ich wirklich für den Muskathlon Halbmarathon trainieren sollte, wollte ich mich am liebsten im Bett verkriechen. Irgendwie hab ich es aber geschafft die Laufkleidung anzuziehen und einfach loszurennen. Und dafür, dass ich seit Wochen nicht mehr laufen war, habe ich wirklich lange durchgehalten (bis zur 1. Pause 😂).
Gerade als ich eine kleine Kuppe überwunden habe, schießt mir plötzlich ein Gedanke in den Kopf. Ein Tagtraum aus meiner Teeniezeit, an den ich ewig nicht mehr gedacht habe. Ich weiß ja nicht, wie ihr als Teenager so gewesen seid. Aber ich habe mich extrem nach Liebe gesehnt. Ich bin in einer liebenden Familie aufgewachsen, für die ich sehr dankbar bin und in der mein Kuschelbedarf eigentlich gestillt wurde (Meine Liebessprache ist Zärtlichkeit).
Irgendwann, vielleicht so mit 15, wurde trotzdem der Wunsch nach Bestätigung von einem Menschen, der mich "freiwillig" liebt, und nicht, weil er mit mir verwandt ist, groß. Meine Tagträume waren allerdings eher davon geprägt, dass ich diese Liebe zwar wünsche, aber nicht verdiene.
Warum mir der Gedanke daran nach Jahren plötzlich beim Joggen wieder kam, weiß ich nicht. Noch vor kurzem habe ich euch geschrieben, dass ich beim Joggen nicht beten kann. Aber da ich überzeugt war, dass ich diesen Gedanken jetzt bearbeiten muss, habe ich angefangen mit Gott darüber zu sprechen. (Nur in Gedanken, für was anderes fehlt mir die Luft 😁)
Im ersten Moment hab ich mich so geschämt, über meine eigenen Gedanken und Vorstellungen von damals. Sie entsprangen einem Wunsch nach Liebe und Zärtlichkeit, hatten aber nichts mit wirklicher Liebe zu tun. Aber je weiter ich gelaufen bin, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass Gott mich davon frei macht. Mich heilt. Die Gedanken habe ich quasi rausgeschwitzt. Sie dürfen mein Herz nicht mehr vergiften. Sie dürfen mich nicht mehr (unbewusst) beeinflussen. Sie definieren nicht länger mein Bild von Liebe. Ich bin frei, in Jesus.
Und ich laufe für Freiheit beim Muskathlon. Dafür muss ich nun Mal trainieren.
Heute eine win-win-Situation. Morgen vielleicht wieder ein Kampf, der mir Extremen Einsatz abverlangt. Oder eine weitere Gelegenheit um mein Herz und meine Gedanken vor Gott auszubreiten und "Spätsommerputz" zu machen. Als Motivation und Erinnerung habe ich mir ein Souvenir mitgebracht. Für den Stein bin ich sogar ein kurzes Stück zurück gelaufen, weil ich dem Impuls ihn aufzuheben nicht gleich nachgegangen bin.
Heute eine win-win-Situation. Morgen vielleicht wieder ein Kampf, der mir Extremen Einsatz abverlangt. Oder eine weitere Gelegenheit um mein Herz und meine Gedanken vor Gott auszubreiten und "Spätsommerputz" zu machen. Als Motivation und Erinnerung habe ich mir ein Souvenir mitgebracht. Für den Stein bin ich sogar ein kurzes Stück zurück gelaufen, weil ich dem Impuls ihn aufzuheben nicht gleich nachgegangen bin.
Wo musst du mal durchputzen?
Love, Anni
Mittwoch, 2. August 2017
Wie sportlich muss ich sein, um beim Muskathlon teilzunehmen?
21,1 km joggen? Oder noch schlimmer: 42,2km! Das schaffe ich nicht und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust dazu. Ich bin keine Läuferin und werde es auch nie sein. Das regelmäßige Training ist für mich ein großes Opfer, sowohl zeitlich gesehen als auch von der Überwindung her.
Ich kann beim Laufen weder beten noch abschalten, wie ich es oft höre. Es ist einfach nur anstrengend für mich und ich muss mich sehr konzentrieren. Durch regelmäßiges Training würde sich das vielleicht ändern, aber dann habe ich Mal eine Woche keine Zeit und fange wieder bei Null an...nunja, es ist ein negativer Kreislauf.
Ich kann beim Laufen weder beten noch abschalten, wie ich es oft höre. Es ist einfach nur anstrengend für mich und ich muss mich sehr konzentrieren. Durch regelmäßiges Training würde sich das vielleicht ändern, aber dann habe ich Mal eine Woche keine Zeit und fange wieder bei Null an...nunja, es ist ein negativer Kreislauf.
Den Muskathlon laufe ich nicht, weil ich Sport liebe oder um eine Halbmarathon Bestzeit hinzulegen, sondern um mich für Gerechtigkeit einzusetzen und um den Kindern in Indonesien Gottes Liebe zu zeigen. Das tue ich nicht, in dem ich hochkonzentriert und schwitzend an ihnen vorbeijogge, sondern in dem ich mir für sie Zeit nehme, mit ihnen an der Hand laufe oder einfach stehen bleibe. Der Lauf ist ein elementarer Bestandteil in der Muskathlon Woche, da bin ich ganz sicher und das soll jetzt auch nicht zu Missverständnissen führen. Gott benutzt diesen Lauf um Mauern zu durchbrechen und auch um extremen Einsatz zu fordern. Beide Seiten gibt es und man findet wahrscheinlich erst am Lauf selbst heraus, was Gott vorhat. Ich bin gespannt und trainiere so gut ich kann, wissend, dass es eigentlich nicht genug ist. Und bin gespannt, wie Gott mich dann herausfordern und beschenken wird.
Sport ist (in Maßen ) gesund und natürlich fühle ich mich nach einem Lauf auch gut und fit. Aber sportlich zu sein ist keine Voraussetzung um am Muskathlon teilzunehmen. Wer bereit ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen kann auch ein paar Lauftrainings in Kauf nehmen. Und wenn das Herz stimmt, dann laufen die Beine hinterher. Also keine Angst, meld dich an!
Hier geht's zur Anmeldung für Tansania im Mai 2018!
Hier geht's zur Anmeldung für Tansania im Mai 2018!
Was hindert dich jetzt noch? :)
Love, Anni
Love, Anni
Samstag, 17. Juni 2017
Muskathlon 2017
Ihr Lieben,
ich habe hier noch gar nicht besonders viel über den Muskathlon 2017 berichtet. Und das, obwohl der Muskathlon in Ruanda schon im Mai stattgefunden hat! Auf Instagram habe ich darauf hingewiesen, aber für den Blog hatte ich gar nicht so viel Zeit in den letzten Wochen. Ziemlich vieles ist in den letzten Wochen zu kurz gekommen und ich weiß gar nicht genau, was mich eigentlich so beschäftigt hat.
Darum hole ich es jetzt nach. Denn der Muskathlon ist meine Herzensangelegenheit! Die Kinder sind meine Herzensangelegenheit!
Der Muskathlon ist ein sportliches Ereignis, das extreme Ausdauer erfordert und an einem außergewöhnlichen Ort stattfindet. Dadurch werden finanzielle Mittel in großem Maßstab gesammelt und Ungerechtigkeit bekämpft. Der Muskathlon in Indonesien wird vom 7.-15. Oktober 2017 stattfinden und auf Bali starten. Von Bali werden wir nach Sumba fliegen; eine Insel extremster Armut, die kaum besucht wird.
Der Muskathlon wird von der 4te Musketier (4M) in Zusammenarbeit mit Compassion organisiert: Ein Hilfswerk, das Kinder in Jesu Namen aus Armut befreit.
Ihr Lieben, ich habe euch schon oft von Compassion erzählt und ich kann immer nur wiederholen, dass die Arbeit mich einfach überzeugt! Kinder werden nicht einfach nur gefördert um aus Armut befreit zu werden, sondern die Armut wird aus den Kindern herausgeholt. Sie werden ermutigt und befähigt und sie lernen Jesus kennen.
Bei Compassion lernt jedes Kind eine ganz besondere Person durch Briefe und evtl. sogar durch einen Besuch kennen. Eine Person, die sich für sie interessiert, die sie fördert, die sie ermutigt. Eine Person, die ihr Leben verändert. Eine Person, dank der sie nicht von ihren Eltern getrennt werden. Eine Person, dank der die kranke Mutter medizinische Hilfe bekommt und das untergewichtige Geschwisterchen überleben wird.
Eine Person, die ihre Verantwortung wahr nimmt und dafür sorgt, dass die ganze Welt dieses Kindes verändert wird.
DU KANNST DIESE PERSON SEIN!
Du kannst eine Patenschaft für 30€ im Monat übernehmen, du kannst ein Kind ermutigen, es fördern und unterstützen.
Hier kannst du online eine Patenschaft abschließen oder du hinterlässt mir einen Kommentar, dann helfe ich dir.
Wie auch letztes Jahr schon:
Wer bis zum Muskathlon eine Patenschaft übernimmt und meinen Namen im Kommentarfeld angibt (Annika Dietrich, Muskathlon Indonesien 2017) bekommt von mir ein Überraschungspaket, denn jede abgeschlossene Patenschaft wird auf mein Spendenkonto angerechnet.
Auch wenn du einfach eine Geldsumme (statt einer Patenschaft) spenden möchtest bekommst du eine kleine Überraschungspost von mir. Gib unbedingt deine Emailadresse mit an, dass ich mich auch bei dir melden kann! :)
Also ich finde, es lohnt sich doppelt.
Und für nächstes Jahr kannst du dich selbst beim Muskathlon in Tansania anmelden und nich nur Leben verändern, sondern es auch hautnah miterleben und selbst verändert werden!
Sei dabei, für den König und für die Kinder!
Lass deine Liebe wachsen! Love,
Anni
ich habe hier noch gar nicht besonders viel über den Muskathlon 2017 berichtet. Und das, obwohl der Muskathlon in Ruanda schon im Mai stattgefunden hat! Auf Instagram habe ich darauf hingewiesen, aber für den Blog hatte ich gar nicht so viel Zeit in den letzten Wochen. Ziemlich vieles ist in den letzten Wochen zu kurz gekommen und ich weiß gar nicht genau, was mich eigentlich so beschäftigt hat.
Darum hole ich es jetzt nach. Denn der Muskathlon ist meine Herzensangelegenheit! Die Kinder sind meine Herzensangelegenheit!
Der Muskathlon ist ein sportliches Ereignis, das extreme Ausdauer erfordert und an einem außergewöhnlichen Ort stattfindet. Dadurch werden finanzielle Mittel in großem Maßstab gesammelt und Ungerechtigkeit bekämpft. Der Muskathlon in Indonesien wird vom 7.-15. Oktober 2017 stattfinden und auf Bali starten. Von Bali werden wir nach Sumba fliegen; eine Insel extremster Armut, die kaum besucht wird.
Der Muskathlon wird von der 4te Musketier (4M) in Zusammenarbeit mit Compassion organisiert: Ein Hilfswerk, das Kinder in Jesu Namen aus Armut befreit.
Ihr Lieben, ich habe euch schon oft von Compassion erzählt und ich kann immer nur wiederholen, dass die Arbeit mich einfach überzeugt! Kinder werden nicht einfach nur gefördert um aus Armut befreit zu werden, sondern die Armut wird aus den Kindern herausgeholt. Sie werden ermutigt und befähigt und sie lernen Jesus kennen.
Bei Compassion lernt jedes Kind eine ganz besondere Person durch Briefe und evtl. sogar durch einen Besuch kennen. Eine Person, die sich für sie interessiert, die sie fördert, die sie ermutigt. Eine Person, die ihr Leben verändert. Eine Person, dank der sie nicht von ihren Eltern getrennt werden. Eine Person, dank der die kranke Mutter medizinische Hilfe bekommt und das untergewichtige Geschwisterchen überleben wird.
Eine Person, die ihre Verantwortung wahr nimmt und dafür sorgt, dass die ganze Welt dieses Kindes verändert wird.
DU KANNST DIESE PERSON SEIN!
Du kannst eine Patenschaft für 30€ im Monat übernehmen, du kannst ein Kind ermutigen, es fördern und unterstützen.
Hier kannst du online eine Patenschaft abschließen oder du hinterlässt mir einen Kommentar, dann helfe ich dir.
Wie auch letztes Jahr schon:
Wer bis zum Muskathlon eine Patenschaft übernimmt und meinen Namen im Kommentarfeld angibt (Annika Dietrich, Muskathlon Indonesien 2017) bekommt von mir ein Überraschungspaket, denn jede abgeschlossene Patenschaft wird auf mein Spendenkonto angerechnet.
Auch wenn du einfach eine Geldsumme (statt einer Patenschaft) spenden möchtest bekommst du eine kleine Überraschungspost von mir. Gib unbedingt deine Emailadresse mit an, dass ich mich auch bei dir melden kann! :)
Also ich finde, es lohnt sich doppelt.
Und für nächstes Jahr kannst du dich selbst beim Muskathlon in Tansania anmelden und nich nur Leben verändern, sondern es auch hautnah miterleben und selbst verändert werden!
Sei dabei, für den König und für die Kinder!
Lass deine Liebe wachsen! Love,
Anni
Freitag, 7. April 2017
Herz an Herz
Über rote Wege,
über hohe Berge,
durch tiefe Täler,
durch dunkle Nacht.
Vorbei an Kindern,
vorbei an Tieren,
im schönsten Hotel,
im dreckigsten Slum.
Hand in Hand,
Fuß vor Fuß,
Körper neben Körper,
Herz an Herz.
Schweigend,
lachend,
weinend,
teilend.
Ich mit dir.
Du mit mir.
Wir. Immer.
Herz an Herz.
Ich kann nicht glauben, dass es fast ein Jahr her ist, seit wir in Uganda waren, seit ich mein Mädchen Dorcus gedrückt habe und seit Tobi und ich 60 Kilometer gewandert sind. Ich spüre noch die Verrücktheit dieser Wochen, das Glück und die Zufriedenheit, die Dankbarkeit, das Herz an Herz sein... und ich sehne mich zurück.
Habt ein wunderbares sonniges Wochenende und sagt euren Lieblingsmenschen, wie sehr ihr sie liebt.
Love,
Anni
Samstag, 4. Februar 2017
Postkarten aus Uganda
Meine Lieben,
es folgt ein kleines Update zum Muskathlon im Oktober 2017 in Indonesien. :)
Unsere Flüge sind gebucht und insgesamt haben wir bis jetzt sechs Anmeldungen aus Deutschland, was uns sehr freut. Aber natürlich ist da noch Potential!
Da die Flüge auf die kleine Insel, wo der Muskathlon stattfinden wird, limitiert sind und im Voraus gebucht werden müssen, ist eine zeitnahe Anmeldung sinnvoll. Falls du es dir also überlegst......was hindert dich? Triff eine mutige Entscheidung! :)
Tobias und ich sind in der Projektleitung dabei, falls du also teilnehmen möchtest, werden wir deine Ansprechpartner sein :)
Mein Spendenbarometer ist noch nicht besonders hoch, aber ich habe ein paar Ideen zum Fundraising und hoffe, dass viele Patenschaften abgeschlossen werden.
Beispielsweise habe ich für euch eeeeendlich mal die Postkarten mit Motiven aus Uganda in mein Dawanda-Lädchen gepackt. Ihr könnt in meinem Dawanda Laden neben Gehäkeltem und Gestricktem nun auch Postkarten und Kühlschrankmagnete kaufen. Der komplette Erlös geht in mein Muskathlon Kässle für Indonesien :)
es folgt ein kleines Update zum Muskathlon im Oktober 2017 in Indonesien. :)
Unsere Flüge sind gebucht und insgesamt haben wir bis jetzt sechs Anmeldungen aus Deutschland, was uns sehr freut. Aber natürlich ist da noch Potential!
Da die Flüge auf die kleine Insel, wo der Muskathlon stattfinden wird, limitiert sind und im Voraus gebucht werden müssen, ist eine zeitnahe Anmeldung sinnvoll. Falls du es dir also überlegst......was hindert dich? Triff eine mutige Entscheidung! :)
Tobias und ich sind in der Projektleitung dabei, falls du also teilnehmen möchtest, werden wir deine Ansprechpartner sein :)
Mein Spendenbarometer ist noch nicht besonders hoch, aber ich habe ein paar Ideen zum Fundraising und hoffe, dass viele Patenschaften abgeschlossen werden.
Beispielsweise habe ich für euch eeeeendlich mal die Postkarten mit Motiven aus Uganda in mein Dawanda-Lädchen gepackt. Ihr könnt in meinem Dawanda Laden neben Gehäkeltem und Gestricktem nun auch Postkarten und Kühlschrankmagnete kaufen. Der komplette Erlös geht in mein Muskathlon Kässle für Indonesien :)
Schaut doch mal bei Dawanda vorbei. Wenn ihr keinen Account habt könnt ihr aber auch einfach hier kommentieren ;D
Love,
Anni
Spenden für den Muskathlon ist hier möglich
Dienstag, 8. November 2016
Besuch bei unserem Compassion Patenkind in Uganda
Im Mai waren wir mit einer Gruppe verrückter Menschen für eine Woche in Uganda, um beim Muskathlon teilzunehmen. Fleißige Blogleser wissen das natürlich, alle anderen können hier mehr über den Muskathlon erfahren.Am Bericht über den Tag 3 in Uganda habe ich euch das wichtigste und schönste Erlebnis vorenthalten: unser persönliches Highlight der gesamten Reise war der Besuch bei unserem Compassion Patenkind Dorcus.
Wer ein Patenkind bei Compassion hat, kann es jederzeit durch Briefe ermutigen. Darüber hinaus ist es für jeden Paten möglich, sein Patenkind zu besuchen. Da wir nicht nur Muskathleten, sondern auch Advokaten sind, will ich euch gerne über einen Besuch bei euren Patenkindern informieren :)
Die Landesbüros von Compassion arbeiten eng zusammen, um den Besuch gut zu planen. Auch bei uns wurde der Besuch von den Compassion Mitarbeitern in Uganda geplant. Wir waren zuerst mit einem Teil der Gruppe im Kinderzentrum, das Dorcus besucht. Nach einer kleinen Vorführung der Kinder lernten wir unser Patenmädchen kennen. Dorcus wurde im Oktober acht und ist eins von 6 Kindern der Familie.
Auf dem Bild oben seht ihr Tobias und mich mit Dorcus, als wir sie vom Kinderzentrum abgeholt haben und mit unserer Gruppe auf dem Weg zum Homevisit waren. Hier waren wir allerdings auf dem Weg zu einer anderen Familie.
Mit dem Bus sind wir danach zu Dorcus Haus gefahren, einer Art Reihenhaus. Als die Kinder aus der Straße den Bus kommen sahen rannten alle sofort an die Straße, sie waren jedoch recht schüchtern, bis sie Dorcus entdeckt haben. Dorcus und ihre Familie sind nach unserem Besuch nun wohl sehr bekannt in der Gegend ;)
Als wir um das Haus herum gehen waren mehr Menschen als erwartet dort, unter anderem Dorcus Eltern Priscilla und Tom und 4 von 5 Geschwistern. Die Atmosphäre war ein bisschen angespannt und nervös aber freudig. Wir wurden ins Haus gebeten und durften auf dem Sofa Platz nehmen. Eine Compassion Mitarbeiterin hat uns die ganze Zeit begleitet, hat uns viel erklärt und für uns übersetzt. Außerdem hat sie den Kindern Sicherheit gegeben, da sie eine Bezugsperson ist.
Die Eltern wussetn genau, dass wir die Paten von Dorcus sind und dass wir kamen. Ich bin ein bisschen erstaunt darüber, weil wir im Voraus nicht wussten, dass wir unser Patenkind an diesem Tag treffen und sogar zu ihr nach Hause gehen können. Aber Priscilla hat sogar ein Geschenk für uns genäht, eine Stofftasche mit Innenfach und Reißverschluss. Der Papa Tom, der gutes Englisch spricht, erklärt uns, dass sie auch gerne unsere Namen einsticken wollte, aber sie war sich nicht sicher, was unsere Vornamen sind und was der Nachname ist :) Süße Geschichte, vor allem weil wir auch kleine Verwirrungen mit Dorcus Namen hatten :) Wir waren nämlich überzeugt, dass sie Mapendo heißt, das ist jedoch eher ein Spitzname. Dorcus ist ihr afrikanischer Name und der englische Name ist Tabitha.
Rechts im Bild oben seht ihr die Compassion Mitarbeiterin, außerdem Daniel von Compassion Deutschland (in der Mitte), den ihr in Ruanda nächsten Mai unterstützen könnt und der ganz wunderbare Bilder für uns gemacht hat! Vielen lieben Dank Daniel!
Ja, und ihr seht, da stehen viiiiiele viiiiiiele Kinder, die sich auch einen Paten wünschen. Das ist deine Chance! :)
![]() |
| Die Familie von Dorcus |
Nach dem Mittagessen war dann ein Zeitraum, wo viele Paten, die auf unserer Reise dabei waren, ihre Patenkinder treffen konnten. Im Versammlungsraum eines Kinderzentrums gegenüber dem Sportplatz waren Stühle vorbereitet, sodass man sich mit seinem Patenkind und einem Übersetzer zusammensetzen konnte.
Noch in Deutschland habe ich mich auf dieses Treffen vorbereitet und ein paar Kleinigkeiten gekauft, die wir nicht schicken können. Ihr seht sie auf diesem Bild rechts. Schulhefte, ein Notizbuch, Buntstifte in einem Mäppchen, ein Spitzer und ein Radiergummi, ein Taschenrechner, Armbändchen, eine kleine Tasche, die ich bemalt habe und ein Mitmachbibelbuch mit 2000 Stickern, Ausmalbildern und nur ganz kurzen (deutschen) Texten. (Das Buch hat nur 5€ gekostet! Und ich finde es ganz toll, kann es wirklich empfehlen)Ich glaube das Buch war für Dorcus die größte Freude. Und wir hatten etwas, über das wir mit ihr in Kontakt kommen konnten, da wir uns ein paar Seiten gemeinsam angeschaut haben. Und was hatten wir für einen Spaß! :)
(Übrigens: die Haargummis hätte ich mir sparen können! :D In Uganda werden allen Schulkindern die Köpfe rasiert. Daran hatte ich im Voraus nicht gedacht)
Ein besonderes Geschenk sind unsere Freundschaftsarmbändchen, die meine Freundin Cora für uns gemacht hat. Mich würde so interessieren, ob Dorcus ihres noch trägt. Tobias hat seines keinen Tag abgelegt, seit wir bei Dorcus waren. Meins liegt momentan in meinem Schmuckkästchen, aber jetzt, nach diesem Bericht, will ich es unbedingt wieder tragen :)
So. Das war jetzt ein ziemlich langer Bericht, mal wieder... und er kommt nicht annähernd an die Emotionen heran, die wir dort im Mai erlebt haben... Aber vielleicht fragt ihr ja einfach noch nach, wenn ihr etwas noch genauer wissen wollt oder so :)
Ich habe auch eine Frage an euch:
Wer würde gerne mal sein Patenkind besuchen bzw. plant es tatsächlich schon? Bei Fragen dürft ihr euch natürlich sehr gerne an mich wenden :)
Love,
Anni
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Du kannst die Welt verändern!
Es ist ein grauer Oktobertag. Genau wie ich es mag: neblig, draußen kalt und drinnen warm, Kerzenlicht... ich mag den Herbst. Aber ich weiß, dass viele Menschen das anders sehen als ich und spätestens wenn es regnet sacken die Mundwinkel noch weiter nach unten! (Während ich die Gummistiefel auspacke... ;) ) Wir spüren das fehlende Sonnenlicht und Vitamin D.
Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist!? Aber ich sage dir was: du kannst heute ein bisschen Licht in die Dunkelheit bringen! Du kannst heute einen Hoffnungsschimmer für ein Kind in Armut aufleuchten lassen!
DU KANNST DIE WELT VERÄNDERN! (Zumindest die Welt eines Kindes!)
Du kannst...
... eine Patenschaft bei Compassion übernehmen!
... dich für den Muskathlon anmelden!
... Handschuhe stricken und verschenken!
... einen Passanten mit Mundwinkeln-im-Keller freundlich anlächeln und einen schönen Tag wünschen!
... eine Kerze ins Fenster stellen!
... wie bringst DU Licht in die Welt?
Love,
Anni
Dienstag, 16. August 2016
Rückblick & Ausblick zum Muskathlon
Voll Freude darf ich euch mitteilen, dass wir fest planen nächstes Jahr am Muskathlon in Indonesien teilzunehmen. Wie cool ist das bitte? Ich war noch nie in Asien und bin super aufgeregt :)
Nächstes Jahr gibt es zwei deutsche Muskathlons mit Compassion, im Mai in Ruanda und im Oktober in Indonesien. Wenn du dich entschließt mitzukommen, wirst du von mir freudig begrüßt werden, denn mein Mann und ich sind im Project Office Team. Bis jetzt sind noch keine Anmeldungen eingegangen, du könntest der 1. deutsche Teilnehmer für Indonesien sein :)
Bei unserer Mitarbeit haben wir das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. In Uganda haben wir uns dazu entschieden, unsere Bereichsleitung im Kindergottesdienst abzugeben, da unser Herz für Gerechtigkeit und für die Kinder der Welt schlägt. Vor wenigen Wochen kam dann die Anfrage und für uns war klar, dass Gott uns vom KiGo freigestellt hat, um hier mitzuarbeiten. Ich habe echt Respekt vor der Aufgabe, hauptsächlich Kommunikation und ein bisschen Planung, darum habe ich im Gebet Gott gefragt, ob ich mir das überhaupt zutrauen kann.
Und es war mir, als flüsterte er mir ins Herz: "Die Frage ist nicht, ob du die Aufgabe übernehmen willst oder nicht, sondern ob du mir vertraust. Du musst mir nur vertrauen."
Also sind wir dabei! Und wir sind so gespannt auf die Aufgaben, die vor uns liegen.
Genau so dankbar sind wir für den Muskathlon, der hinter uns liegt. Und endlich habe ich es geschafft, ein Video hochzuladen, das nicht von Youtube gesperrt wird. Dafür ist die Musik....sagen wir mal, die Originalversion gefiel mir besser ;)
Viel Spaß beim Anschauen :)
Love,
Anni
Nächstes Jahr gibt es zwei deutsche Muskathlons mit Compassion, im Mai in Ruanda und im Oktober in Indonesien. Wenn du dich entschließt mitzukommen, wirst du von mir freudig begrüßt werden, denn mein Mann und ich sind im Project Office Team. Bis jetzt sind noch keine Anmeldungen eingegangen, du könntest der 1. deutsche Teilnehmer für Indonesien sein :)
Bei unserer Mitarbeit haben wir das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. In Uganda haben wir uns dazu entschieden, unsere Bereichsleitung im Kindergottesdienst abzugeben, da unser Herz für Gerechtigkeit und für die Kinder der Welt schlägt. Vor wenigen Wochen kam dann die Anfrage und für uns war klar, dass Gott uns vom KiGo freigestellt hat, um hier mitzuarbeiten. Ich habe echt Respekt vor der Aufgabe, hauptsächlich Kommunikation und ein bisschen Planung, darum habe ich im Gebet Gott gefragt, ob ich mir das überhaupt zutrauen kann.
Und es war mir, als flüsterte er mir ins Herz: "Die Frage ist nicht, ob du die Aufgabe übernehmen willst oder nicht, sondern ob du mir vertraust. Du musst mir nur vertrauen."
Also sind wir dabei! Und wir sind so gespannt auf die Aufgaben, die vor uns liegen.
Genau so dankbar sind wir für den Muskathlon, der hinter uns liegt. Und endlich habe ich es geschafft, ein Video hochzuladen, das nicht von Youtube gesperrt wird. Dafür ist die Musik....sagen wir mal, die Originalversion gefiel mir besser ;)
Viel Spaß beim Anschauen :)
Love,
Anni
Montag, 11. Juli 2016
Muskathlon Resümee
So durften wir noch ein tolles Mittagessen gemeinsam genießen und hatten danach noch ein bisschen Zeit, um einfach zusammen zu sitzen. Und das war sooo schön :)
Außerdem haben wir alle ein 4M Polo bekommen. Tobias hat zwar schon eins, aber für mich war das neu. Ich bin jetzt zwar nicht so begeistert, dass ich es Tag und Nacht trage :D aber ich freue mich.
Irgendwann zwischendrin sind Tobias und ich dann umgezogen, die nächsten zwei Nächte haben wir im Resort nebenan verbracht, im Crater Bay, dazu mehr in einem anderen Post über unsere Zeit in Uganda nach dem Muskathlon.
Nun lag also eine ganze Woche hinter uns, gefüllt mit Eindrücken, Begegnungen und Gefühlen, die man sonst vielleicht in einem ganzen Jahr erlebt. Wie zieht man über so eine emotionale, anstrengende, glückliche, außergewöhnliche Woche ein Resümee?
Ich bin so froh, dass Tobias und ich länger in Uganda geblieben sind. So konnten wir uns die Zeit nehmen, miteinander zu reflektieren, aufzuschreiben, nachzudenken, zu beten...
Ich denke mein Resümee ist: Da musst du auch mal mit!
Denn so ein Aufenthalt in einem armen Land, das von Ungerechtigkeit (und gleichzeitig SCHÖNHEIT!!) gezeichnet ist, wird dich auf jeden Fall verändern und prägen.
Es tut uns gut, einmal eine größere Perspektive einzunehmen und den Blick abzuwenden von der Welt, die sich nur um uns dreht.
Die Hände und Blicke der Kinder bringen dich in eine Welt, die nicht nur aus Geld verdienen und Geld investieren besteht, sondern aus lieben und leben.
Ich durfte miterleben, dass es Menschen gibt, die nichts haben außer Jesus. Und sie sind glücklich. Das will ich lernen und festhalten:
Jesus ist das EINZIGE, was ich zum Leben brauche!
Zum Muskathlonteam kann ich nur eins sagen: WOW! Danke für euren Einsatz, eure Liebe und eure Arbeit. Ja, es war vielleicht ein bisschen zu viel Programm. Aber wir sind ja schließlich auch nur eine Woche dort gewesen. Vielleicht hat hinter den Kulissen nicht alles reibungslos funktioniert, wir haben davon allerdings nichts mitbekommen. Ich finde, die Planung war super und ich bin Gott dankbar, dass alles so reibungslos geklappt hat.
Nächstes Jahr gibt es auch wieder viele Muskathlons, die beiden deutschsprachigen sind beide mit Compassion, einmal im Mai in Ruanda und einmal in Indonesien.
Tobias und ich träumen ja davon, dass wir nach Indonesien mitgehen! Kommst du mit uns? :)
Love,
Anni
Montag, 27. Juni 2016
Muskathlon in Uganda Tag Sechs
Heute ist es ein langer Post geworden, aber der Tag war auch lang! Ich erinnere euch nochmal an die Videos von Compassion, die ihr auf Facebook findet. Vom Muskathlontag an sich findet ihr auch bei YouTube diverse Videos, die sich lohnen! :)
Es ist 23:30. Der Wecker klingelt. Normalerweise würde ich um diese Zeit eher erst ins Bett gehen, heute ist es Zeit zum Aufstehen. Ich bin müde und drehe mich nochmal um, verziehe das Gesicht. Muss ich wirklich schon aufstehen? Moment... JA! Heute findet endlich der tatsächliche Muskathlon statt! Das heißt 60 Kilometer liegen vor mir. Vielleicht bleibe ich doch lieber liegen... Tobias regt sich auch langsam. Er macht den Wecker aus. Haha, prima. Nein, ich will aufstehen und loslegen!
Wir ziehen uns an, ich flechte mir Zöpfe, dass die Haare den Tag über gebändigt sind und die Füße werden mit Blasenpflastern vorbereitet.
Ganz früh am nächsten Tag, um kurz nach 0:00 Uhr gehen wir zum Nudel- und Kartoffelbuffet. Viel Hunger haben wir nicht, aber wir brauchen Kraft für den Lauf.
Beim Essen treffen wir Tino, der sich mit einem Restaurantangestellten unterhält. Durch das Gespräch werden wir noch ein bisschen fitter.
Um 01:20 sind wir nun wirklich wach. Wir treffen uns mit den anderen, die 60 Kilometer gehen wollen und machen uns auf zum Startfeld.
Im Vorfeld hatte ich ein bisschen Angst, dass wir im dunklen Uganda mitten in der Nacht allein unterwegs sein könnten. Darum hätte ich mir wirklich keine Gedanken machen müssen. Als wir auf dem Gelände ankommen, warten bereits 500 Ugander, die auch mitgehen wollen. Hier herrscht auch schon Partystimmung. Die ganze Nacht haben wir schon bis zu unserer Unterkunft die Musik gehört. Die typischen, spitzen, weißen Partyzelte sind aufgebaut und der Platz ist beleuchtet.
Wir sitzen auf unseren Plastikgartenstühlen und warten darauf, dass es 2:00 wird. Es gibt noch einen kurzen Input, davon bekomme ich allerdings nicht viel mit. Ich überlege und bete, wie die nächsten Stunden wohl werden. Wir beschließen, dass es doch so warm ist, dass wir unsere Jacken gar nicht mitnehmen müssen. Kurz darauf versammeln wir uns vor der Startlinie. 21 Wanderer aus Europa sind wir, ausgerüstet mit Wanderschuhen, Teleskopstöcken, Stirnlampen und atmungsaktiver Kleidung. Zwischen den Ugandern, die in Alltagskleidung und teilweise in Flipflops oder ohne Schuhe antreten, fühle ich mich ein bisschen unwohl. Aber viel Zeit zum Nachdenken habe ich nicht, wir zählen von 10 auf 0 und durch einen Goldregen zum Startschuss laufen wir los. Beziehungsweise, wir werden geschoben. Vorne geht es nicht schneller, überholen können wir nicht, Stöcke benutzen? Fehlanzeige, viel zu eng. Ich finde mich ziemlich schnell damit ab, dass wir uns erstmal mit dem Strom treiben lassen müssen, plaudere mal hier, mal da. Plötzlich habe ich drei ugandische Teenager an meiner Seite, die die komplette erste Runde mit mir gehen! Meine Stöcke finden sie besonders lustig, hier benutzen nur alte Menschen einen Stock zum Gehen. Ohne Stirnlampe wäre es stockdunkel, auf diesem unebenen Boden gibt es einige Stolperfallen, daher bin ich auch über meine Stöcke froh. Mit den Mädchen habe ich gute Gespräche und ich traue mich Fragen zu stellen, die ich Erwachsenen vielleicht nicht gestellt hätte. Eine von ihnen ist im Compassion Projekt, die anderen beiden nicht. Wir diskutieren über Reichtum und Gerechtigkeit (und ich lerne ganz viel Gelassenheit von den Teenies), klären die Frage, ob ich einheimischen Kindern mit gutem Gewissen winken kann (ja!) und versuchen ein bisschen zusammen zu singen.
Unseren ersten Stopp haben wir bei KM 15, ich muss auf die Toilette und wir essen ein paar Bananenstückchen. Immerhin sind wir auch schon drei Stunden unterwegs.
Die letzten acht Kilometer der 21km Runde gehen bergauf durch den Steinbruch. Brutal! Jetzt in der Nacht ist hier niemand außer uns Wanderern. Tobias und ich laufen im gleichen Tempo wie Raphael aus dem Schweizer Team, also beschließen wir, gemeinsam zu gehen. Außerdem die drei Mädchen, die mit mir laufen wollen und gut Schritt halten.
Wir haben nach der ersten Runde einen guten Schnitt von 5km/h. Damit sind wir sehr zufrieden. Wir entscheiden uns dafür, die Strecke der Biker zu gehen, diese fahren die normale 21km Runde und hängen dann eine 9km Schlaufe dran, die die Marathonläufer nicht laufen, für Wanderer ist sie offen. Am Ende werden wir dann 60km haben und 600 Höhenmeter weniger. Mit diesem Profil können wir den Lauf schaffen, kalkulieren wir. Wir haben nämlich nicht wie geplant um 0.00 gestartet, sondern zwei Stunden später. Dies hat uns ein wenig aus unserem Plan gebracht, wir rechnen bis jetzt, dass wir 14 oder 15 Stunden brauchen, sollen aber um 15 Uhr fertig sein. Knackig!
Meine drei neuen Freundinnen begleiten uns jetzt nicht mehr, ab Kilometer 21 sind wir zu dritt unterwegs. Hier auf der Schlaufe sind wir anscheinend die ersten, die Menschen, die hier an der Strecke wohnen, sind doch etwas verwundert, uns zu sehen. Außerdem ist die Beschilderung nicht mehr jeden Kilometer, sondern erst nach 4,5 Kilometern, wo auch der einzige Waterpoint ist, ist das Zeichen zum Umdrehen. Daher fragen wir uns zwischendurch, ob wir auf dem richtigen Weg sind und ob wir einen Wegweiser übersehen haben. Aber wir haben alles richtig gemacht und gut gefunden :)
Auf geht es also in die zweite Hälfte, ca. um 8:30. Ganz genau weiß ich die Zeiten nicht mehr. Wir laufen* weiter, zu dritt. (* bei mir heißt übrigens alles laufen, was ich mit den Beinen mache. Ich weiß, dass das nicht überall in Deutschland so ist. Wenn ich laufen sage, dann meine ich wandern oder gehen! Wenn ich joggen meine, also das, was die Marathonläufer gemacht haben, dann schreibe ich joggen ;) ) Bis jetzt geht es uns sehr gut, haben wir dem Arzt am Startfeld versichert. Und es ist auch so. Dafür, dass wir schon eine komplette Tagestour hinter uns haben und es erst früher morgen ist, geht es uns wirklich gut.
Es ist spannend, nun die Route im Tageslicht zu gehen. Den Weg durch die Dörfer genießen wir sehr, es ist landschaftlich wunderschön, wir haben durch unsere Höhenlage tolle Ausblicke und die Menschen sind freundlich. Kinder aus dem Dorf schließen sich uns an, laufen teilweise Kilometer weit mit uns. Ich klemme meine Stöcke unter den Arm und nehme die Kinder an die Hand. Kommunikation ist weder möglich noch nötig, wir laufen einfach gemeinsam. In diesem Moment weiß ich, warum ich das alles mache, denn ich laufe genau für diese Kinder, die gerade an meiner Hand sind und mir ab und zu verstohlene Blicke zuwerfen oder vorsichtig meinen Arm streicheln. Kinder, die keine Hoffnung haben, aus der Spirale der Armut ausbrechen zu können, weil sie am "falschen" Ort auf die Welt geboren wurden.
Auf dem Bild oben seht ihr mich nach knapp 50 Kilometern. Da war ich dann schon ziemlich am Ende meiner Kräfte und ich zeige auf den Weg, wo wir herkamen. Das ist der 8km lange Anstieg.
Ich habe ernsthaft mit mir gerungen, ob ich bei Kilometer 51 im Ziel bleiben soll, oder ob ich mit Tobias die letzten 9 Kilometer noch laufen soll. Ich hatte wirklich keine Lust mehr. Aber "aufgeben" hätte sich nicht richtig angefühlt. Ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt nicht die letzten 9 Kilometer weitergehe, hätte ich daheim bleiben sollen. Denn die Menschen hier haben keine Wahl. Ich schon. Und ich wollte mich dafür entscheiden, zu kämpfen. Das war meine persönliche Entscheidung und mein persönliches Empfinden. In dem allen ging es nicht um die Leistung an sich oder um die beste Zeit. Einige sind weniger gelaufen, als sie eigentlich geplant hatten und das ist auch gut und ok so. Aber für mich war es nicht richtig. Ich hatte die Kraft, nur nicht die Motivation, aber ich wollte bereit sein, ALLES zu geben.
Und Gott hat mich die letzten Kilometer getragen, das kann ich wirklich sagen. Jeder Schritt war Anstrengung und bei jedem Schritt musste ich mich überreden, meinen Fuß hochzuheben. Ich wollte am liebsten einfach hinsetzen und warten, dass mich jemand vom Team abholt. Tobias hatte einen ähnlichen Durchhänger, den wir auch auf Video aufgezeichnet haben, aber das ist zu privat, das ist nur für uns :) Das war 4 Kilometer vor dem Ziel und ich dachte ich werde gleich verrückt.
Aber: wir haben es tatsächlich geschafft! 60km in genau 13 Stunden! Kurz vor dem Zieleinlauf haben wir unsere ugandische Flagge ausgepackt, als Zeichen, dass wir für Uganda und für Gott, den König, der die ganze Welt in seiner Hand hält, gelaufen sind.
Kurz nach dem Bild wurden wir in den Arm genommen, gedrückt, haben unsere Medaillen bekommen und wurden gut versorgt mit Cola :D Bananen konnte ich einfach nicht mehr sehen.
Ich war so unendlich erleichtert und glücklich, aber auch einfach fix und fertig. Die beiden Bilder oben und unten fangen diesen besonderen Moment ganz gut ein. "Fertig wie ein Lachsbrot" sei ich, hat unser lieber Freund Andi (auch mit Blog) gesagt :) Recht hatte er!
Mit diesen zwei Mädels bin ich die erste Runde gelaufen: Esther (14) und Mable (17).
Am Abend hatten wir noch eine kleine Party mit allen Muskathleten in einem Pavillon, der zum Hotel der Holländer gehört. Dort hat man einen fantastischen Blick und es war eigentlich eine schöne Idee, aber mittlerweile waren Tobias und ich schon 20 Stunden wach, davon sind wir 13 Stunden gewandert und wir waren einfach nur müde. Ich war froh, als es wieder "heim" zu unserem Resort ging und wir ins Bett fallen konnten.
Love,
Anni
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