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Freitag, 1. Dezember 2023

Abschied

Abschied vom alten Jahr wird so langsam greifbar. Die ersten Fragen: "Wie feiert ihr Silvester?" Dieses Jahr ist die Frage nach Silvester und Weihnachten für uns ganz entspannt zu beantworten: Wochenbett, vermutlich spätestens dann :)
Auch der Abschied von unserer Familie zu viert steht uns bevor. Natürlich wunderschön, denn wir dürfen jemanden hinzufügen, und dieser jemand ist auch schon, zumindest für mich, sehr aktiv und merklich präsent. Trotzdem wird bald einiges neu und anders und auch etwas Altes dürfen wir gehen lassen.
Als unser Kleiner, bald Mittlerer, heute auf meinem Schoß eingeschlafen ist, habe ich richtig gemerkt, wie er nochmal Mama-Zeit alleine tanken wollte, während die Große schon schlief. Wie schön, dass ich ihm das heute ermöglichen konnte, selbst die emotionale und körperliche Kapazität dafür hatte und es genießen durfte, wie er auf meinem Schoß in Minuten ganz ruhig wurde, obwohl er "überhaupt nicht müde" war.

Ich habe es schon einmal erlebt, wie mein Baby plötzlich das große Geschwisterkind war und ich bin gespannt, wie es dieses Mal wird. Ich bin vorbereitet, er wird mir so groß vorkommen, nur weil ein kleinerer Mensch hier einzieht. Und doch ist er auch erst drei.

Alles wichtige ist bereit für unseren Kleinsten, der so wild in meinem Bauch strampelt wie kein anderes meiner Kinder. Ein paar Kleinigkeiten würde ich gerne noch erledigen, besorgen, vorbereiten... ich würde gerne in Ruhe noch den Weihnachtsbaum aufstellen, Geburtstag und Kindergeburtstag feiern und mein Mamablessing mit meinen Freundinnen...aber wenn er kommt, dann darf er, ab Donnerstag, gerne. Und voll Freude werden wir uns verabschieden von uns als 4, wir freuen uns auf uns als 5! :)

love, anni

Samstag, 20. Juni 2020

Mama mit Gefühl

Heute geht es weiter mit der #mamasein Reihe.
In der letzten Zeit wirbeln meine Gedanken oft von einem Extrem zum Nächsten. Ob das an den Schwangerschaftshormonen liegt? Es fällt mir jedenfalls schwer, alles zu "Papier" zu bringen und gleichzeitig hilft es mir, die Gedanken zu ordnen.

Ich denke, meine Gefühle sind nicht nur von meiner hormonellen Lage beeinflusst, sondern auch von den Gefühlsausbrüchen meines Kleinkindes.
Und da wären wir schon mitten im Thema: Sie ist das Kleinkind, das seine Gefühle erstmal kennenlernen und austesten darf, und dann lernen darf, sie zu kontrollieren.
Und ich bin die Erwachsene, die Mama, die aushalten lernen und begleiten lernen darf.

Ich bin der Thermostat, nicht das Thermometer. Das heißt, ich gebe die Temperatur vor und passe mich nicht an. Gleiches gilt auch für Gefühlsausbrüche während der Schwangerschaft. Die sind erlaubt, aber ich will mich nicht davon beherrschen lassen.
Natürlich habe ich Gefühle, die von Dingen im Außen beeinflusst werden. Ich bin kein Stein, natürlich werde ich mal sauer, bin genervt, rolle die Augen, hebe die Stimme, stampfe auf den Boden, Tränen fließen.
ABER: Ich unterstelle mich nicht den Gefühlen eines 18 Monate alten Mädchens, nicht dem aufgewirbelten Hormonhaushalt durch Schwangerschaft oder Zyklus, nicht den Nachrichten und Einschränkungen aufgrund von Covid19, nicht der Laune meines Nachbarn, etc.
Für meine Gefühle bin ich ganz alleine verantwortlich. Und als Mama trage ich die Verantwortung, meinem Kleinkind bei der Regulation seiner Gefühle zu helfen.

Es ist wichtig, dass ich kein Stein bin, dass wir unsere Gefühle fühlen. Wie sollen unsere Kinder sonst lernen und viel wichtiger, wie sollen wir sonst leben? Gott hat uns so gemacht, mit unseren Gefühlen! Wir haben ja auch nicht nur negative Gefühle, sondern auch viele positive und schöne! Aber wie ich agiere und reagiere möchte ich nicht von meinen Gefühlen abhängig machen, sondern das entscheide ich in jedem Moment neu. Meine Laune wähle ich selbst! Meine Einstellung zu Dingen wähle ich selbst!
Wir sind Menschen mit Körper, Seele und Geist.
Unsere Seele besteht aus unserem Willen, Gedanken und Emotionen. Wenn ich mich nur von meinen Emotionen führen lasse und meinen Willen ausblende oder meinen Willen im Emotions-Selbstmitleids-Vollbad baden lasse, dann genieße ich das vielleicht einen kurzen Moment. Aber wirklich besser geht es mir insgesamt damit nicht. Es ist wichtig, dass unsere Gedanken von Gottes Liebe und Gottes Geist erfüllt sind, dann können wir unseren Willen auf die richtigen Dinge fokussieren - und unsere Emotionen folgen.
Und falls mir das noch zu schwer fällt, da gibt es durchaus den einen oder anderen Moment, dann unterstelle ich immer wieder neu und bewusst meinen Körper und meine Seele meinem Geist, der von dem Heiligen Geist Gottes gefüllt ist. Und da finde ich Annahme und Vergebung für mich, kann mich beruhigen im Shalom-Frieden Jesu, der allen weltlichen Frieden übertrifft, und dann bin ich neu gewappnet für die Situationen, die meine Emotionen zum Kochen bringen.

Wie geht es dir mit deinen Gefühlen? Vielleicht hast du kein Kleinkind, aber dafür eine andere Herausforderung. Ich sehe es als einen Segen: nur an der Herausforderung können wir lernen.
Es ist so wichtig, dass wir unsere Gefühle nicht unterdrücken (oder die unserer Kinder), Gefühle dürfen gefühlt werden!! Aber gleichzeitig sind sie auch nur Hinweise auf das, was vielleicht gerade schief läuft. So können sie uns auch helfen, Dinge und Situationen anzugehen und zu verändern.
Ich möchte auch gar nicht, dass Gefühle nur negativ besetzt sind. Gefühle sind etwas wunderbares. Denk einmal an die Bandbreite, was wir fühlen können und wie subjektiv das alles ist. Gefühle können wir nicht sehen, nicht greifen, wir wissen manchmal nicht einmal, wo wir sie genau fühlen. Gefühle sind uns von Gott gegeben, sie sind ein Geschenk, über das wir uns freuen dürfen und das wir nutzen dürfen.

love,
anni

Dienstag, 26. Mai 2020

Mama mit Gnade

Willkommen beim ersten Posting in der #mamasein Reihe :) Mal schauen, wie viele es werden.
Ganz am Anfang möchte ich den Grundstein meines Mamaseins erklären.
Ich bin eine Mama mit Gnade.

Gnade ist uns in unserer Familie wichtig. Sie ist uns so wichtig, dass sie sogar einer unserer Familienwerte ist.
Funfact: Mein Name bedeutet passenderweise "Gnade und Barmherzigkeit" (von hebräisch channa).
Gnade ist ein Wert, den wir unseren Kindern mitgeben möchten.
Aber warum ist Gnade für uns so elementar?

Weil wir sie selbst so dringend brauchen.

Und das erlebe ich momentan vor allem ganz stark in meinem Mamasein. Gnade ist mein Grundstein. Ohne Gnade könnte ich keine glückliche Mama sein, denn ich würde mir wahrscheinlich ständig Selbstvorwürfe machen oder über Situationen nachdenken, die nicht so gut gelaufen sind. Keine Mama macht alles richtig, Mamas sind nämlich Menschen. Ja, ganz richtig! Zwar ziemlich krasse Powermenschen, aber eben Menschen. Und deshalb hänge ich mich nicht an meinen Fehlern auf.


Mamasein mit Gnade bedeutet für mich, dass nicht alles von mir abhängt. Das erleichtert mich ungemein. Meine Kinder sind in Gottes Hand und ich stelle sie täglich unter seinen Segen und Schutz.
Ich als Mama (und auch Papa) kann niemals alle Bedürfnisse erfüllen, egal, wie viel ich gebe.
Ich kann niemals alle Gefahren vorbeugen, egal, was ich mache.
Ich kann niemals immer nur lieb und geduldig sein, egal, wie gern ich es möchte. Und all das muss ich auch gar nicht können und leisten. Denn das wertvollste, was ich meinen Kindern mitgeben kann, ist, dass sie ihren Papa im Himmel kennenlernen und eine Beziehung zu ihm aufbauen.
Das lernen sie unter anderem, da bin ich sicher, an meinem Versagen:
1) Wie gehe ich selbst damit um? Wo suche ich selbst Hilfe und Trost?
2) Sie lernen selbst den Tröster und den perfekten himmlischen Vater kennen.

Und natürlich gibt es dann noch einen anderen Aspekt. Wenn ich Gnade in Anspruch nehmen darf, dann will ich auch gnädig sein. Mit mir selbst, mit meinem Mann und mit meinen Kindern.
Das ist ein Lernfeld. Und auch da gibt es Gnade. Und da wären wir wieder beim Anfang.

love,
anni

Montag, 11. Mai 2020

#mamasein

Gestern war Muttertag und ich überlege schon lange, ein paar Postings zum #mamasein zu schreiben. Was für ein passender Anlass also, eine kleine Reihe zu starten.

Mamasein ist so individuell und vielfältig wie jede Frau ist. Und trotzdem gibt es ein paar Dinge, die uns Mamas vereinen.

Jede Mama ist die Expertin für ihr eigenes Kind. Aber eben auch nur für das eigene Kind, und nicht für das von nebenan, das der Freundin oder das, das im Supermarkt Theater macht. Und auch nur, für die Phase und das Alter, wo ihre Kinder gerade sind. Ist das nicht verrückt?
Eine Mama ist mit einem zwei Monate alten Baby genau so eine Mama, wie eine Frau, deren Kinder schon Teenager sind. Sie haben natürlich unterschiedliche Erfahrungen, aber beide sind Mamas.
Und dann, wenn man jede Phase einmal durchhat, dann sind die Kinder vielleicht schon so groß, dass sie gar nicht mehr Zuhause wohnen und das Mamasein wird wieder ganz anders.

Mamasein ist so natürlich, es ist gleichzeitig nichts besonderes und doch das Besonderste der Welt. Viele der Frauen, denen man auf der Straße begegnet, sind Mamas. Jeder Mensch, dem man auf der Straße begegnet, hat eine Mutter. Ist das nicht verrückt? Je mehr ich darüber nachdenke, desto verrückter finde ich es.

Gott möchte übrigens auch wie eine Mutter zu uns sein. Es gibt wenige Stellen in der Bibel, aber diese liebe ich. Wie schön, dass, egal, wie deine eigene Mutter war, du eine Mama nach Gottes Herzen sein kannst. Denn er ist für dich nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter im Himmel!

Mama ist man sein Leben lang, aber wie es genau aussieht und sich auswirkt, das verändert sich ständig.

Ich möchte in dieser Reihe meine eigenen Erfahrungen teilen und ermutigen. Es geht mir nicht darum Klischees zu füttern oder sonstiges. Ich würde mich über Austausch freuen, wie ihr euer Mamasein erlebt, oder wie es für euch ist noch keine Mama zu sein, aber gerne eine werden zu wollen. Da war ich auch. Vielleicht hilft dir da dieser Brief, den ich einmal an mich selbst geschrieben habe weiter.

Erzähl mir doch ein bisschen von dir. Wie viele Kinder hast du? Was magst du besonders am Mamasein?

love,
anni

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...