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Montag, 17. September 2018

Ehe - ein Leib

Am Samstag haben wir unseren 6. Hochzeitstag gefeiert. Es war ein sehr schöner Tag, der letzte, an dem wir unser Kind noch im Bauch, aber noch nicht in den Armen haben :)
Wir haben ein bisschen auf die letzten Hochzeitstage zurück geschaut und das war toll. Wir haben keine richtigen Rituale für den Hochzeitstag. Wir verbringen einfach Zeit zusammen und lassen ein bisschen Revue passieren, was Gott Gutes gemacht hat.
Was macht ihr denn jedes Jahr an eurem Hochzeitstag?

Passenderweise hat Tobias am Freitagabend, dem Abend vor unserem Hochzeitstag, einen interessanten Gedanken von Gott bekommen.
Er leitet hier momentan eine Männergruppe an, die sich einmal wöchentlich trifft. In der Gruppe tauschen die Männer sich aus, ermutigen sich und entdecken zusammen den Schlüssel, um sexuell rein zu leben, also frei von Pornographie, anderen sexuellen Süchte und natürlich treu. Am Freitagabend bereitete Tobias die Session für die kommende Woche vor, bei der es um die "Waffenrüstung Gottes" aus Epheser 6 geht.
Beim "Gürtel der Wahrheit" bekam Tobias eine Offenbarung, einen persönlichen Gedanken von Gott für unsere Ehe.
Der Gürtel der Wahrheit wird als erstes erwähnt. Sie hält alles zusammen - den Rest der Rüstung, ja eigentlich das ganze Leben. Die Wahrheit Gottes ist die Grundlage für die geistliche Kampfführung, denn der Feind, Satan, ist der Wortverdreher und Lügner schlechthin. Seine Hauptstrategie: stehlen, töten und zerstören. (Johannes 10,10).

Für die meisten Männer dieser Gruppe bedeutet das in der aktuellen Lebenssituation: ehrlich vor sich selbst und vor Gott sein, ehrlich untereinander sein, einander Rechenschaft geben und sich dadurch stärken, widerstehen und sexuell rein sein.

Für Tobias war klar: die volle Wahrheit beginnt schon beim Denken, die volle Wahrheit beginnt im Kopf. Und für Tobias ist die Situation natürlich ein bisschen anders, da er, anders als die meisten anderen Teilnehmer, verheiratet ist.
Bei unserer Hochzeit werden wir vor Gott "ein Leib", also ein Körper, eine Person. Natürlich sind wir physisch immer noch zwei Menschen, zwei Individuen mit zwei Gehirnen, Herzen, Seelen etc. Aber gleichzeitig sind wir eins vor Gott, für die unsichtbare Welt.
Ein Leib und ein "Kopf" (mind).

Und darum wollen wir nun in Zukunft schon viel früher miteinander teilen, was uns beschäftigt und in uns vorgeht: sei es ein Gedanke, der uns dem anderen nicht näher bringt oder auch eine Enttäuschung, etc. 

(Sexuelle) Lust beginnt meistens mit einem ziemlich harmlosen Gedanken. Aus diesem wird ein Verweilen, man denkt länger darüber nach und Begierde kommt auf. Und aus der Begierde wird dann das Tun, wenn wir uns nicht unter Kontrolle haben und unseren Begierden und Gelüsten nachgeben. 
Wenn wir schon diesen harmlosen ersten Gedanken mitteilen und ihn somit aus der Dunkelheit (dein Geheimnis) ins Licht (die Wahrheit) stellen, so unsere Überlegung, so kann er sich deutlich schwerer oder sogar gar nicht weiterentwickeln. Und weil wir wissen, dass der Partner davon weiß, ist es leichter, sich selbst zu kontrollieren. Ja, es zeigt definitiv von Stärke, wenn man seinem Partner Süchte, sündhafte Taten oder Gedanken gesteht, Dinge offenbart, die bisher im Verborgenen lungerten, aber ist es nicht noch viel stärker, wenn man bereits den ersten Gedanken teilt, sodass der Feind erst gar keine Chance hat mehr Unheil anzurichten? Wir denken schon! Zugleich zeigt man damit auch Demut, dass man nicht erst versucht selbst mit den schrägen Gedanken klarzukommen, was man vielleicht gar nicht immer schafft! Lasst uns also im Licht wandeln.
Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft miteinander. Und das Blut, das sein Sohn Jesus Christus für uns vergossen hat, befreit uns von aller Schuld. 
- 1. Johannes 1,7 (Hoffnung für Alle, Bibel)

Zudem leben wir, was wir einander vor 6 Jahren versprochen haben: ein Leib zu sein. Ein göttliches Prinzip und Geheimnis, das so wunderbar ist, dass wir es nie ganz verstehen werden. 

Für so eine Ehrlichkeit miteinander benötigt es ein gutes Fundament und beide Partner müssen den Willen zeigen, für die Beziehung zu kämpfen! Sonst kann es unter Umständen eher destruktiv sein, alle Gedanken miteinander zu teilen. Vielleicht ist es erst dran, sich in Selbstbeherrschung zu üben, bevor man diesen Schritt geht.


Was denkst du? Wo beginnt sexuelle Unreinheit und ab wann ist es wichtig, mit dem Partner zu teilen, um ehrlich miteinander zu sein. 

love, anni

Samstag, 24. Februar 2018

Voll Porno?!

Das Wort Pornografie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus „porn“ und „grafie“ zusammen, was soviel bedeutet wie: die Darstellung des Ungesetzlichen.
Wow, was für ein tolles Thema für einen Blogeintrag... über Pornos reden wir eigentlich nicht, oder? Schon gar nicht in der Kirche und dann noch umso weniger als Frauen!
Aber was Pornografie ist muss ich nicht wirklich erklären. Es weiß wohl jeder, um was es geht.

Ganz ehrlich: ich habe ein Problem mit Pornos!
Ich hatte das Problem: immer wenn ich einsam war, kam der Drang danach Pornos zu schauen. Etwas, worüber ich vor der DTS niemals geredet hätte! Denn: das Problem habe ja nur ich, als Christ schaut man keine Pornos und erst recht nicht als Frau und es ist furchtbar peinlich.
Dachte ich.
Im Austausch mit anderen jungen Frauen hier habe ich festgestellt, dass Mädchen und Frauen sehr wohl auch Probleme mit Selbstbefriedigung und Pornografie haben, das ist kein reines Männerproblem. Allerdings, so kommt es mir vor, ist das Thema noch schambesetzter als bei den Männern.
Auch ist es für Frauen wohl ein Problem auf einer anderen Ebene, denn für mich war ein Porno nicht einfach nur eine körperliche Erleichterung, sondern etwas, das ein seelisches Defizit (Einsamkeit) ausgleichen sollte.
Und diesen Trost will ich immer und ausschließlich bei meinem Mann und bei Jesus suchen.

Die gute Nachricht ist: niemand muss Pornos schauen. Freiheit davon ist möglich und nötig. Die ersten Schritte dazu sind:
-       Transparenz und jemanden haben, der regelmäßig nachfragt.
-       Auslöser herausfinden (in welchen Situationen kommt es vor, dass ich Pornos schaue?) und am besten vermeiden, wenn es irgendwie geht oder bewusst in diese Situationen hineingehen
-       Gott um Hilfe bitten und den Verführer in die Schranken weisen: wir dürfen im Licht leben!

Ich schaue keine Pornos mehr.
Aber ein Problem habe ich immer noch mit Pornos:
Sie widern mich an.
Pornografie ist einfach gegen jegliche Frauen- und Menschenwürde. Ich verstehe gar nicht, wie so etwas legal sein kann! Was ist denn unser Grundgesetz?! Die Würde des Menschen ist unantastbar? Gilt das auch für die Rotlichtszene?
Selbst wenn du nicht nachvollziehen kannst, warum ich Pornografie ablehne, ist eines nicht zu verleugnen: Sexsklaverei boomt in Deutschland und das Vergnügen einiger weniger geht auf die Kosten und die Würde von Frauen, viele davon aus osteuropäischen Ländern. Sie werden ausgetrickst, ausgenutzt, vertröstet, nicht ausbezahlt, festgehalten, illegal ins Land gebracht, missbraucht und vieles mehr, an das ich gar nicht denken möchte.

Ein weiterer Aspekt: Pornos wecken falsche Erwartungen und geben ein falsches Bild von Sex. Sex ist etwas wunderbares, die beste Erfindung von Gott, wie zwei Menschen aneinander gebunden werden. Sex besiegelt einen Bund zwischen zwei Menschen. Zwei. Für immer. Pornos sind anonym und ohne jegliche Verpflichtungen. Doch so war Sex von Gott nie gedacht. Die Bibel trennt Ehe und Sex nicht voneinander.

Durch das Schauen von Pornos werden diese Branche und die Sexsklaverei unterstützt, Ehen zerstört, Einsamkeit und Scham gefördert. Etwas so Schönes und Reines wird falsch dargestellt und beschmutzt.

- vergeben - versöhnt - rein -
Und da mache ich nicht mehr mit. Und deshalb schreibe ich darüber. Ich möchte dir sagen: du bist nicht allein. Es ist okay. Fehler passieren. Ausrutscher und Rückfälle passieren. Aber lass dich nicht von deiner Scham definieren. Jesus ist auch dafür gestorben. Er vergibt dir.
Du darfst dir auch vergeben.
Vergebung ist stark. Mein Mann hat mir vergeben. Und nun sind wir gemeinsam stärker und verbundener als vorher.

Was im Dunkeln bleibt, ist ein Fest für Satan. Er möchte, dass es im Dunkeln bleibt und setzt alles daran, dass du nicht in die Freiheit kommst. Was auch immer du ans Licht bringst: die Wahrheit wird dich frei machen. (Johannes 8,32)

love,

anni

Hilfe gibt es unter anderem hier:

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...