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Montag, 18. Dezember 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor - was brauche ich wirklich?

Die Geburtsphase beginnt

☼ Telefonnummern parat, auch dass jemand anderes als du telefonieren kann: Nummer der Hebamme, Betreuung für Geschwister, Geburtsfotograf, Gebetsverteiler, etc.
☼ bequeme Kleidung, auch zum Wechseln
☼ Pool, falls du keine Badewanne hast oder dich darin beengt fühlst
☼ alles, was du brauchst, um eine entspannte und beruhigende Atmospähre zu erschaffen und dich wohl und sicher zu fühlen. Lichterketten, Kerzen, Musik, Affirmationskarten, ein Poster mit Versen, Ermutigungen oder Bildern, die dich motivieren...


Die Geburt

☼ Saugfähige Unterlagen, z.B. Wickelunterlagen oder Inkontinenzunterlagen sind wirklich praktisch, meist bringt die Hebamme diese mit
☼ Snacks! und Getränke, auf die du Lust hast, ich fand Flaschen mit Sportverschluss oder mit Strohhalm praktisch
☼ einen Handspiegel, falls du das austretende Köpfchen sehen möchtest
☼ ein Kamm in der Hand zu drücken oder ein TENS Gerät kann helfen, habe ich aber beides noch nicht ausprobiert :) ☼ Duftöl, falls du das möchtest ☼ (dunkle) Müllbeutel, in der die Hebamme und der Papa direkt alles entsorgen können

Das Baby ist da!

☼ Hausgeburtsklassiker: rote Handtücher. Die müssen allerdings keineswegs rot sein ;-) um etwas aufzuwischen oder das Baby einzuwickeln praktisch, aber nur wenn sie schön trocknerweich sind
☼ warme Socken stand auf unserer Hebammenliste, mir war die ganze Zeit so warm, dass ich sie eigentlich nicht anziehen wollte, aber zur Plazentageburt und Kuscheln auf dem Sofa wars dann ganz nett
☼ eine Schale für die Plazenta oder ein Tuch zum Einschlagen/Drauflegen. Meine Hebamme schlug eine Plastiktüte vor, das Rascheln hat mich sehr gestört
☼ ein Nabelschnurbändchen statt einer Klemme zum Abnabeln
☼ alternative Lotusgeburt: Salz, Kräuter und Tasche für die Plazenta
☼ Wärmflasche, ob für Mama oder Baby
☼ eine kuschelige Decke für euch beide ☼ ein Bondingtop oder Kleidung, die dir Haut auf Haut kuscheln ermöglicht und dich trotzdem wärmt
☼ alkoholfreien Sekt / Traubensaft / Cola zum Anstoßen


Wochenbett / die ersten Tage

☼ Unterhosen aus Baumwolle habe ich Netzhöschen vorgezogen, ich habe einfach günstige große "Omaschlüpfer" in 1-2 Größen größer gekauft
☼ Einlagen, Vorlagen, Surfbretter, XXL-Binden, ...wie auch immer du sie nennen willst. Für direkt nach der Geburt fand ich eine Packung sinnvoll, aber da es sich ein bisschen nach Windel anfühlt, habe ich mir schnell eine Alternative gewünscht. Ich habe einfach Mullwindeln gefaltet (kalt einweichen, heiß mit Vorwäsche waschen, gar kein Problem und keine Flecken), Stoffbinden und Periodenunterwäsche funktioniert ebenso
☼ Retterspitz! Eine Tinktur, die man auf die Binde geben kann zum Unterstützen der Heilung
☼ Windeln fürs Baby, zum Beispiel Stoffwindeln und ein Abhaltetöpfchen / Schüssel
☼ wir versuchen möglichst lange Haut auf Haut zu kuscheln, bei uns sind das meistens 2 volle Tage gewesen. Trotzdem ist das 1. Outfit gerichtet, falls es dringend gebraucht oder gewünscht wird. Bei uns ein Body und ein Strampler aus Wolle Seide
☼ Decke oder Pucksack (aus Merinowolle) für die Momente ohne Hautkontakt / Nacht
☼ Bondingtop oder Bondingshirt
☼ ein Buch oder Handarbeitssachen für die Mama, die ganz viel Kuscheln und genießend im Bett liegen darf
☼ idealerweise ist Essen vorgekocht oder man wird bekocht von Freunden / Familie :)
☼ Wochenbettkiste für Geschwisterkinder (z.B. ruhige Beschäftigung und Snacks, die besonders und im Bett möglich sind)
☼ Set für Fußabdruck (ohne Stempel / Farbe)
☼ Stilleinlagen (aus Stoff/Wolle Seide hat bei mir gereicht, ich kenne viele, denen es nicht reicht)
☼ Milcheinschuss: war bei mir immer sehr moderat, vorbereitet zu sein mit z.B. Kohlblättern / Quarkwickeln macht Sinn, denn wenn du in der Nacht aufwachst und sofort eine Linderung brauchst, dann kaufst du nicht erst Kohl ein ;) aber viel kann ich dazu nicht sagen
☼ Heilwolle, Lanolin, Brustwarzensalbe, Silberhütchen: falls du Schmerzen beim Stillen hast, wünsche ich dir, dass du eine kompetente Hebamme hast, die dich gut beraten kann. Ich finde, dass es ein bisschen ein Ausprobieren ist, was DIR gut hilft. MIR hat Johanniskrautöl unglaublich gut geholfen (übrigens auch bei wundem Babypopo)

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor? - Körper, Geist & Seele

Zum dritten Mal bin ich schwanger und zum dritten Mal bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor. Jetzt in der dritten Vorbereitung und mit Erfahrung der beiden anderen Geburten kann ich wohl einen noch besseren Einblick geben :)

Jede Hebamme hat für die Hausgeburt eine Liste, was alles besorgt und bereit gehalten werden soll. Diese Listen sind sich sicher sehr ähnlich, aber darum soll es heute auch gar nicht so sehr gehen. (Weil ich vermute, dass es aber trotzdem die ein oder andere interessiert, wird es dazu noch einen Extra Beitrag geben :) )
Denn neben Handtüchern, saugfähigen Unterlagen, heißem Kaffee und Riesenbinden ist auch die Atmosphäre und deine Vorbereitung im Inneren entscheidend.


Nochmal: das wichtigste um eine Hausgeburt vorzubereiten ist nicht die Materialliste, sondern die meiste Vorbereitung findet nicht in deinem Haus, sondern in DIR statt. Und deshalb ist es eigentlich auch egal, ob du zuhause gebären möchtest, oder nicht. DU bist das Haus deines Babys und DU bringst dein Kind auf diese Welt. Dein Baby hilft und handelt intuitiv bei der Geburt, die Vorbereitung brauchst also am meisten DU! Und das sowohl im Körper, als auch in deiner Seele und sogar in deinem Geist!

Körperliche Vorbereitung
Je nach dem, was für ein Bild deines Körpers du selbst hast: setze dich damit auseinander! Setze dich mit normalen Prozessen wie Ausscheidung und Körperflüssigkeiten auseinander, sie sind normal und natürlich. Deine Verdauung ist ein Wunderwerk! Gut ausgedacht und nichts daran ist eklig. Sieh deinen Körper mit den Augen eines Schöpfers oder eines liebenden Vaters: du bist sehr gut! Dein Körper trägt, hält und nährt dein Baby und ist in der Lage, dein Baby sehr gut zu gebären!
Ein riesiger Gamechanger von meiner ersten zur zweiten Geburt war, dass ich gelernt habe, meinen Körper und auch einzelne Bereiche gezielt zu entspannen. Das hört sich so logisch an und hört frau vermutlich in jedem Geburtsvorbereitungskurs. Nimm es ernst! In meiner ersten Geburt war ich irgendwann einfach sehr verkrampft, denn ich hatte Schmerzen und habe gegen sie angekämpft, irgendwann hatte ich einfach keine Kraft mehr. Denn ich war nicht gut vorbereitet. In der zweiten Schwangerschaft habe ich geübt, meinen Kiefer zu entspannen, meinen Nacken zu entspannen, meine Schultern zu entspannen, meinen Bauch zu entspannen, mein Becken und meine Hüfte zu entspannen und meine Beine zu entspannen (Holy Spirit Relaxation von Kierra Blaser). Das war wirklich ein Schlüssel, denn als ich einen kurzen Moment der Verkrampfung und des Schmerzes hatte (hallo Übergangsphase) konnte ich da gezielt arbeiten und mich neu fokussieren. Ich habe mich entschieden, Jesus weiter zu vertrauen, zu spüren, was in meinem Körper vor sich geht, wie das Baby sich dreht und bewegt und dass es alles gut ist und uns dem Ziel näher bringt. Ich habe getönt um meinen Kiefer zu entspannen und die Hüften intuitiv bewegt um alles locker zu lassen und mein Baby ohne zu pressen empfangen dürfen.

Seelische Vorbereitung
Ja, die ist so wichtig! Welche Bilder von Geburt trägst du in dir? Denk mal an eine Geburt, die du im Fernsehen gesehen oder von der du gelesen hast. Welche inneren Bilder darfst du loslassen und ersetzen? Positive Affirmationen können dabei helfen. Vor allem aber hilft dir Wissen! Ich kann dir sehr die folgenden Onlinekurse und Seiten ans Herz legen (unbezahlte und unbeauftragte Werbung)
Kinder des Königs
Painfree Birth Germany
A heavenly Welcome (englisch)
Wie in anderen Bereichen des Lebens gilt: Wissen ist Macht. Wenn du selbst weißt, wie eine physiologische Geburt funktioniert, dann bist du nicht abhängig davon, was Geburtshelfer dir sagen und raten und kannst selbstständig mit deinen Empfindungen umgehen, solange du dich wohl fühlst.
Werde dir bewusst, wie du über (deine) Geburt sprichst. Unsere Worte zeigen, was in unserem Herzen ist und sie haben Kraft, sich tief in unser Herz zu graben. Sprich positiv, sprich davon zu gebären (aktiv und kraftvoll) und nicht entbunden zu werden (passiv und kraftlos), sprich liebevoll von deinem Körper und dem deines Babys.

Geistliche Vorbereitung
Wir sind Körper, Seele und Geist, daher können wir uns nicht nur auf zwei Ebenen oder gar nur einer vorbereiten.
Bei meiner ersten Geburt dachte ich, es reicht, wenn ich den Glauben habe, dass Gott mich mit einer guten Geburt segnet und ihm vertraue. Das ist sicher ein bisschen wahr, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Eben aufgrund dessen, dass wir nicht nur Geist sind, sondern auch einen Körper haben und eine Geburt eins der körperlich intensivsten Erlebnisse ist, die wir vermutlich erleben können. Meine erste Geburt war zwar schön und eine natürliche Hausgeburt, trotzdem hatte ich im Nachhinein das Gefühl, dass Gott mir etwas vorenthalten hat und es hätte besser sein können. Gleichzeitig schämte ich mich, darüber zu sprechen, denn es war ja eine tolle Geburt, es ging mir gut, es ging dem Baby gut, was hatte mir eigentlich gefehlt? Gefehlt hatten mir definitiv das Wissen (siehe beim Punkt seelische Vorbereitung) und die körperliche Vorbereitung.
Inwiefern ist nun aber die geistliche Vorbereitung nötig oder überhaupt möglich?
Ich finde, es ist ein bisschen ähnlich wie mit dem, was deine Seele über Geburt glaubt. Was glaubt dein Geist über Geburt? Glaubst du, dass Gott, der gute Vater, Geburt als heiligen, göttlichen Vorgang geschaffen hat und dass sie sehr gut ist? Glaubst du, dass Gott gute Pläne für dich und für dein Baby hat? All das kannst du im Gespräch mit ihm herausfinden und vom Heiligen Geist korrigieren lassen bzw. ersetzen. Du kannst den Herrn bitten, dir zu zeigen, wo er bei deiner Geburt sein wird (oder wo er bei der vergangenen Geburt war!), welchen geheimen Ort er für dich vorbereitet hat, an den du dich in dieser anstrengeden Aufgabe flüchten kannst.
Egal, wie du vorbereitet bist, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie dein Baby liegt, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie es dir gerade geht, der Herr kann immer ein Wunder tun. Halleluja! Geburt ist seine Erfindung, und sie ist sehr gut. Wenn du es nicht glaubst, dann lass dein Herz und deine Perspektive heilen.

Auch wichtig ist übrigens die Vorbereitung des Partners. Willst du mehr dazu hören oder hast du eigene Erfahrungen dazu? Berichte gerne in den Kommentaren! Und die Materialliste für die Hausgeburt kommt auch noch, ganz bald :)

Vor meiner zweiten Geburt hatte ich hier schonmal über meine Geburtsvorbereitung geschrieben.
Trotzdem ist das, was ich hier zusammengetragen habe, immer noch unvollständig. Und das liegt daran, dass ich nur aus meiner Erfahrung und Perspektive schreiben kann. Geburten sind so schön und individuell, wie die Frauen und die Babys, die sie erleben. Darum hilf mir gern: Was war dein Must-Have für die Hausgeburt oder deine Geburt, wo auch immer du geboren hast?

Ein Wort zum Abschluss: Geburt ist individuell, wunderschön, kraftvoll, roh, anstrengend, eine Grenzerfahrung. Ich wünsche dir, dass du deine Geburt gut vorbereiten, gut erleben, gut reflektieren und nacharbeiten kannst und dabei Hilfe und Freundinnen oder weise Frauen an deiner Seite hast. Und vor allem den Heiligen Geist.

love, anni

Samstag, 18. Juli 2020

Geburtsvorbereitung für die zweite Geburt

Wie bereite ich mich auf meine Geburt vor? Vor allem im Rückblick auf die 1. Geburt, was werde ich gleich und was würde ich diesmal anders machen?
Das will ich dir heute ein bisschen beantworten.

Vor Lous Geburt sind wir in der 31. SSW aus Neuseeland nach Deutschland gekommen. Ich habe in Neuseeland als Geburtsvorbereitung Workoutvideos gemacht, aber ansonsten war die Geburt gefühlt noch sehr weit weg.
Als wir in Deutschland waren, habe ich an den letzten paar Abenden eines Geburtsvorbereitungskurses teilgenommen, doch da ging es hauptsächlich um Stillen und Wochenbett. Ich habe hier wundervolle Frauen kennengelernt, und dafür hat sich der Kurs gelohnt. Für die Geburtsvorbereitung hat er mir leider nichts gebracht...
Ich habe Videos angeschaut, von Geburten und auch von Hebammen, die den Geburtsablauf erklären.
Soweit zu meiner ersten Geburt. Diese war eine wunderbare Hausgeburt, die ziemlich lang dauerte und die mir sehr viel Kraft abverlangte. Eine natürliche Geburt. Nicht ganz so wie erhofft und erträumt, im ersten Moment war ich tatsächlich enttäuscht. Hatte das nicht viel zu lange gedauert, war viel zu anstrengend, ich viel zu unfokussiert und leidend? Das war mein Eindruck von mir. Die nächste Geburt sollte auf jeden Fall anders werden. Und auch wenn ich jetzt weiß, dass meine erste Geburt wunderbar war und ich es gut gemacht habe, freue ich mich nun sehr auf das 2. Mal. Mit ein bisschen mehr Erfahrung, mehr Fokus, dem Wissen über meine Stärken und Schwächen und was ich mag und nicht mag und ganz viel neuem Gottvertrauen!

Geburten sind individuell

Vorweg, die ideale Geburtsvorbereitung gibt es wahrscheinlich nicht, denn du weißt nie, wie deine Geburt werden wird. Ein bisschen Spontaneität ist sicher immer gefragt und das Entspannen-Können und Loslassen-Können in unterschiedlichsten Situationen ist super wichtig. Das ist auch etwas, was ich übe mit gezielten Übungen.
In einem ihrer Videos beschreibt Kierra Blaser (Hier kommst du zu ihrer YouTube Seite :)), deren Online-Geburtsvorbereitungskurs ich gemacht habe, den Unterschied zwischen Glaube und Hoffnung/Vertrauen in der Geburt. Das finde ich ganz vorweg wichtig zu wissen:
GLAUBE für spezifische Dinge, die passieren werden / wie sie ablaufen werden, ABER
VERTRAUE und HOFFE, dass Gott gut ist, EGAL was passiert und dass es trotz allem immer noch gut wird. Das verspricht Gott uns.

Geburten sind wunderschön

Ich glaube, das wichtigste ist zu erkennen, egal, ob man schon ein Baby zur Welt gebracht hat oder nicht, dass Geburten etwas wunderschönes sind. Unser Blick und unsere mentale Einstellung beeinflussen maßgeblich, ob die Geburt gut werden kann oder nicht.
Das bedeutet: Wenn ich eine schlechte Erfahrung hatte, sollte ich sie aufarbeiten, reflektieren, glauben, dass es diesmal anders und gut werden kann.
Wenn meine negative Einstellung "nur" von der Gesellschaft geprägt ist, ist es sicher einfacher, sich ein positives Bild zu verschaffen.
Ich spreche positiv und hoffnungsvoll über meine Geburt, denn ich weiß, welche Kraft meine Worte haben. Ich schaue mir Videos von Geburten an, die schön sind. Das sind oft Hausgeburten, aber nicht ausschließlich.


Geburten sind natürlich

Ich bereite mich in dem Rahmen, wie es geht, natürlich auf meine Geburt vor. Denn was gibt es natürlicheres als eine Geburt? Für mich ist der erste Impuls nicht, für eine Geburt ein Krankenhaus aufzusuchen. Wenn das für dich so ist, ist es ok. Dann informiere dich sehr gut und triff im Voraus Entscheidungen, was du möchtest und was du nicht möchtest. Schreibe es auf und sprich mit deinem Ehemann darüber, dass er genau so gut Bescheid weiß, wie du. Unter der Geburt ist er dein Sprachrohr.
Auch wenn du eine außerklinische Geburt planst, was nur wenige Prozent aller Frauen in Deutschland tun, dann informiere dich gut über den Prozess und Ablauf einer Geburt. Wenn du weißt, was auf dich zukommt, kannst du mit den unterschiedlichen Phasen und Gefühlen gut umgehen.

Geburten sind kraftvoll

Geburten sind Naturgewalt pur. Frauenpower vom Feinsten. Der Körper wird natürlich strapaziert und hat eine Menge Arbeit zu tun.


 Vor Lous Geburt habe ich mehr gezielten Sport gemacht, um meine Muskulatur zu stärken und trainieren für diesen "Marathon Geburt". Diesmal habe ich dafür entweder keine Zeit, da es zusammen mit Lou nicht gut klappt, oder keine Kraft oder keine Lust... aber ich fühle mich durch das Tragen von Lou und den Alltag mit ihr besonders im Rücken diesmal sowieso stärker als vor ihrer Geburt. Es ist sicher trotzdem kein Fehler, auch den Körper sowie den Geist gezielt auf diese Kraftattacke vorzubereiten. Auch dazu gibt es wunderbare Videos von Kierra Blaser und anderen wunderbaren Frauen. Bauchtanz soll auch toll sein :)


Wie bereite ich mich denn nun vor?

Ganz konkret in meinem Fall sieht meine Geburtsvorbereitung dieses Mal so aus:
Ich höre regelmäßig die Proklamationen, Bibelverse und Übungen von Kierra Blaser, weil sie in meinem Kurs dabei waren. Du kannst dir natürlich auch selbst Bibelverse heraussuchen, die Gott dir zeigt oder die dich ansprechen!
Ich habe mir einige für mich wichtige Bibelverse aufgeschrieben und neben der Toilette aufgehängt. Wo sonst sitzt man mal in Ruhe und hat einen Moment Zeit, um ein paar Bibelverse durchzulesen? :D

Den bereits erwähnten Online-Kurs "A heavenly Welcome" habe ich mit meinem Mann durchgeschaut und dabei auch besprochen, was wir uns für die nächste Geburt wünschen. Ich plane, ihn jetzt noch einmal allein durchzuführen.

In diesen letzten Wochen, die nun anstehen (es sind nur noch rund 2 Monate!!) plane ich noch intensiver die Übungen zur Entspannung zu machen. Das Ziel ist, dass ich mich/meinen Körper in jeder Situation entspannen kann. (Kann man super üben mit einem Kleinkind! :D)

Außerdem möchte ich noch einen Tag (oder einen halben, mal schauen, wie wir es einrichten können) Zeit allein mit Gott verbringen. Mal schauen, was er über die Geburt zu sagen hat ;)
Und gezielt beten mein Mann und ich für die Geburt, nicht täglich, aber immer wieder. Segnen meinen Körper, segnen das Baby. Sprechen Gottes gute Wege aus über unsere wachsende Familie.

Ich lese wenig, aber ausgewählt und gezielt. Beispielsweise immer wöchentlich zum Wochenwechsel aus dem Buch "Beten für mein Baby" von Jennifer Polimino. Gerne teile ich auch mal meine Leseliste mit dir.

Meine Online Freundin Salome hat mir erzählt, dass sie einen konkreten Abend mit ihrem Mann Zeit genommen hat, um für alle vorher gesammelten Ängste und Bedenken zu beten und Mama und Kind unter Gottes Schutz zu stellen. Auch das wollen wir noch machen.

Mein Rat für dich

Bleib in Verbindung mit dem Heiligen Geist, besonders in dieser sensiblen Zeit der Schwangerschaft und Geburt. Gerade weil es so eine wenig kontrollierbare und außergewöhnliche Zeit ist, die noch dazu so ursprünglich und natürlich erlebt werden kann, ist es ganz besonders, jetzt mit Gott zu connecten.
Gott möchte zu dir sprechen, über deine Geburt und durch deine Geburt. Alles, was passiert, kann unserer Beziehung mit Gott dienen, wenn wir unsere Herzen für ihn aufmachen. 

So weit mal... Hast du noch eine Frage?
Love,
anni

Sonntag, 18. November 2018

Ende & Anfang

Meine Schwangerschaft neigt sich dem Ende zu. Mein Bauch ist eine schöne Kugel, aber viel Platz ist nicht mehr darin. Das Baby spüre ich sehr intensiv, wenn es seinen Po gegen meine Bauchdecke drückt oder seine Füßchen bewegt. Ich spüre, wie es sich weiter nach unten ins Becken gräbt.
Und langsam wird mir bewusst: mir steht ein Abschied bevor. Ein Abschied von meiner 1. Schwangerschaft. So lange habe ich dieses Baby im Bauch getragen und genau dort ist es mir jetzt auch so vertraut. Ich weiß, wann die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass es sich bewegt, ich weiß, wie es sich anfühlt, ich habe mich an meinen neuen Körper gewöhnt und freue mich an ihm.
Und bald ist das vorbei.
Auf den neuen Anfang freue ich mich natürlich! Das Baby, das mir im Bauch so vertraut ist, werden wir endlich auf den Arm nehmen können und richtig kennen lernen.
Wird es mir weiterhin so vertraut sein?
Ich bereite mich auf die Geburt vor.
Die Babyklamotten sind gewaschen und sortiert, die Stoffwindeln liegen bereit und sind gefettet, dass sie dicht sind.
Ich häkle und stricke für mein Winterbaby.
Die Federwiege hängt.
Jeden Tag gehe ich spazieren.
Ich trinke eine Kräuterteemischung aus Hirtentäschel, Himbeerblätter, Verbenae und Frauenmantel.
Ab nächster Woche kommen noch Sitzbäder mit Heublüten dazu.
Und natürlich die Dammmassage.
Das Zimmer und der Geburtspool brauchen noch ein paar Handgriffe.
Ich höre den Podcast "Die friedliche Geburt" von Christin Graf, um mehr über den Ablauf einer Geburt zu verstehen und lese im Buch "Babybauchzeit" von Nora Imlau und Sabine Pfützner. So kann ich mich einstimmen, auch auf andere Geburtsmöglichkeiten einlassen und bin vorbereitet.
Und ich erzähle meinem Baby davon, dass es bald in meine Arme darf. Dass es aus dem Bauch raus darf wir uns dann besser kennen lernen können. Dass wir ganz viel kuscheln werden.
Und ich freue mich darauf; auf die Geburt, auf das Kennenlernen, auf die ersten Wochen.
Bald darfst du kommen, Baby. Lass dir die Zeit, die du brauchst. Ich warte auf dich.

love, anni


Sonntag, 9. September 2018

Gott, was denkst du über...die Geburt?

Natürlich setze ich mich momentan vermehrt damit auseinander, wie ich mein Baby gebären möchte. Ein bisschen was dazu habe ich hier ja schon geteilt.
Je mehr Bücher und Artikel ich  zum Thema Hausgeburt und schmerzfreie Geburt lese, desto mehr fällt mir auf, dass die Autoren für das Unverständnis hierfür in unserer Gesellschaft oft als einen der Gründe anführen, dass das christliche Weltbild nur eine schmerzvolle Geburt zulässt. Denn schließlich wird schon im 3. Kapitel der Bibel erwähnt, dass eine Geburt schmerzhaft sein soll. Und zwar als Strafe dafür, dass Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen hat. Eine weitere Konsequenz dafür ist die „Vertreibung aus dem Paradies“, also dass die Menschen nicht mehr in ständiger Gemeinschaft mit Gott leben konnten. Denn Gott ist heilig und Sünde kann nicht in seiner Heiligkeit sein. Die alttestamentliche Ära begann, in der die Menschen mit ihren Opfern ihre Sünden vor Gott bereinigen mussten. Doch vor 2000 Jahren hat sich das geändert. Jesus wurde zum Fluch (und hat ihn damit gebrochen)  und zum endgültigen Opfer, und obwohl wir auf der Erde und nicht im Paradies leben, können wir durch den Heiligen Geist in Gemeinschaft mit Gott leben und durch Jesu Opfer sind wir rein vor Gott.

Gilt es also noch, dass wir unter Schmerzen gebären müssen?
Ich denke, die Realität ist, dass unsere Körper sich verändert haben. Wenn im Garten Eden vor dem Sündenfall Geburten schmerzfrei waren, dann müsste am Geburtsprozess etwas anders gewesen sein. Ein 50cm großes Baby aus der Gebärmutter heraus durch den Geburtskanal und die Vagina zu pressen, die weniger als 50cm weit sind, ist rein physisch ein Problem, das überwunden werden muss.

Dass es weh tun wird, stelle ich nicht in Frage. Aber ich bin überzeugt, dass es mit der richtigen Technik und Atmosphäre, Vorbereitung und Einstellung und noch weiteren Faktoren, definitiv Schmerzen sind, die aushaltbar sind. Die ohne Medikamente oder medizinische Eingriffe ausgehalten werden können.
Aber will Gott das überhaupt?
Wir dürfen aus der Kraft Gottes leben. Auch als Frauen. Auch unter der Geburt.
Schon im alten Testament lesen wir (trotz Fluch), dass Gott unser Leiden in Freude verwandeln will (z.B. Psalm 30,11-13).
Zudem hat Gott uns den Heiligen Geist geschenkt, der nicht mehr nur ausgewählt auf Propheten kommt, sondern in jedem Christen lebt.
Mit den Früchten (Auswirkungen)  und der Kraft des Heiligen Geistes in mir, habe ich keine Zweifel daran, dass ich mein Baby gut auf die Welt bringen kann und das auch ohne dabei von Schmerzen völlig überwältigt zu werden.

Ich denke nicht, dass Gott sich wünscht, dass jede Geburt möglichst schmerzhaft ist. Ich denke, dass er uns für eine möglichst angenehme und schmerzarme Geburt ausrüsten will, soweit das mit unserem menschlichen Körper eben möglich ist.
Ich gehe in das letzte Schwangerschaftstrimester und die Geburt mit Geschenken von meinem himmlischen Papa:
Liebe, Frieden, Kraft, Freude, Selbstbeherrschung, Geduld, Güte, Sanftmut, Vertrauen.
love, anni

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...