Sonntag, 15. März 2026

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin,

So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfach nochmal poste. Er passt so gut zum Frühling, und auch wenn sich bei mir vieles verändert hat, so gibt es doch noch Dornröschen-Momente in meinem Leben. Vielleicht auch in deinem? Dann ist dieser Post ganz besonders für dich. Der Winterschlaf darf jetzt vorbei sein. Lass mit dem Frühling dein Herz wachküssen :)
Ich fühl die Zeile in diesem Lied von Timo Langner richtig. "Halt mich fest und küss mich wach. Mein Herz ruft nach dir."

Ich möchte dich herausfordern! Starte eine Revolution mit mir und wecke das Dornröschen, das in dir schlummert!
Wecke diese wunderschöne, sanftmütige, fleißige, zufriedene Frau in dir, die Gott voll Liebe zum Detail, Bewunderung und Freude geschaffen hat. Lass die Prinzessin in dir nicht länger schlafen, sondern beende ihren Schönheitsschlaf!

Post vom 22.4.2016: Ich fühle mich so oft von mir selbst gefangen und limitiert. Ich denke, ich bin nicht gut/hübsch/nett/motiviert/... genug, um so ein tolles Leben zu führen wie meine Serienhelden oder wie Bloggerinnen, die ich bewundere. Ich denke, ich kann keinen Unterschied in der Welt machen. Daher versumpfe ich vor dem Computer, schaue staffelweise Serien und klicke mich von Blog zu Blog.

Gestern, als ich auf die (schlafenden) Kinder einer Freundin aufgepasst habe, bin ich ein bisschen durch die Räume gegangen. Meine Freundin ist für mich wirklich die Queen des Einrichtens: simpel, kein Schnickschnack, wunderschöne aber einfache Deko, tolle Farben....man fühlt sich sofort wohl und zuhause. Eine große Herausforderung, dass ich nicht anfange, meine Wohnung mit ihrer zu vergleichen, sondern mich einfach mit ihr zu freuen!
Folgende Erkenntnis hatte ich im Badezimmer:

DU bist eine Prinzessin. DU bist wunderschön! DU kannst etwas verändern! DU bist so wichtig für das Reich Gottes, im Himmel und auf der Erde! DU kannst sein, wer du willst. 
DU kannst die sein, zu der ICH dich machen will. DU bist es schon, tief in dir schlummert eine Prinzessin, wie Dornröschen, und wartet darauf, von meinem heiligen Geist wachgeküsst zu werden.



"Steh auf meine Freundin, meine Schöne, und komm mit mir." - Hohelied 2, 10

Wie passend, dass ich da über diesen Vers aus dem Hohelied gestolpert bin :) Gott fordert mich direkt auf, aufzustehen und mitzukommen. Etwas zu tun, statt stumm die anderen Frauen zu bewundern und mich zu vergleichen und mich zu bemitleiden.

Mag sein, dass es nur mir so geht und ihr alle jetzt denkt, "Was will die eigentlich??". Aber ich denke eigentlich nicht, dass ich mit diesem Problem allein bin. Also: Wecke Dornröschen in dir. Und schreib darüber oder rede davon. Lass andere Frauen auch ihr Dornröschen wecken, und ich bin sicher, dass Gott Großes tun wird.

Love,
Anni

Donnerstag, 5. März 2026

Ist Bloggen noch zeitgemäß?

Wer liest eigentlich noch Blogs? Ist das noch in? Wer hat Zeit für echte Zeilen und echten Inhalt und scrollt nicht nur zu den Bildern?
Vielleicht ja genau du! Anfang diesen jungen Jahres gab es bei instagram viele Rückblicke zu 2016. Irgendwie ist dieses Jahr 2026 sympathisch. Irgendwie mochten alle 2016 gerne. Und Bloggen ist ja mal sowas von 2016!!
Als ich mich heute zufällig an meinen Blog erinnerte und mal in die Aufruf-Statistik der letzten 6 Monate gelinst habe, war ich ehrlich überrascht. Es gibt scheinbar Menschen, die noch immer gezielt Blogs suchen und besuchen.
Ich kann dir von unserem unerwarteten, aber lang ersehnten Umzug erzählen, oder vom Schulstart unserer kitafreien, ältesten Tochter. Und warum unser zweites Kind nun im Kindergarten ist. Und wie sich unsere Ministry entwickelt. Und wie Gott uns beschenkt, jeden Tag und immer wieder. Ich kann dir zeigen, was ich häkle und anpflanze, von unseren 3 lustigen Gartentieren berichten und von meinen kleinen und großen Gedanken zu diesem wunderschönen Leben. Von Kinderbasteleien, Geburtstagsfeiern, mama.ministry und vielen mehr :)

Also ja, vielleicht ist Bloggen nicht mehr ganz zeitgemäß, aber vielleicht ist es genau das, was ich gerade brauche.
Und vielleicht, nur vielleicht, ja auch du. :)
Also falls du hier mitliest und dich etwas besonders interessiert, dann gib doch kurz Bescheid :)

love, anni

Samstag, 30. März 2024

Unser dunkler Samstag - eine Ostertradition

Heute ist ein Tag des Aushaltens. Der Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Ein Tag, den wir bewusst nutzen, um die Herzen unserer Kinder und ebenso unsere eigenen zu trainieren, auszuhalten.
An diesem Karsamstag (manchmal auch schon ab Karfreitag) lassen wir den Rollladen im Wohnzimmer geschlossen, es bleibt dunkel und zwar den ganzen Tag, bis zum freudigen Ostermorgen, wo die Sonne und das Licht wieder hereinströmen darf. Das ist natürlich symbolisch: So wie die Sonne sich mit dem Sterben Jesu verfinstert hat und die Welt in Dunkelheit getaucht war, in dem Moment, als Jesus zur Sünde wurde und das einzige Mal eine Trennung vom Vater erlebte, so halten wir diese Dunkelheit aus. Und glaube mir, das ist schwieriger, als du denkst, alle Mahlzeiten und auch den Tag über in Dunkelheit zu sitzen. Denn wir sehnen uns nach dem Licht, wir sind für das Licht geschaffen. Wir sind für die Herrlichkeit und die Liebe Gottes geschaffen. In diesem Aushalten wächst die Vorfreude auf das Osterfest, auf die Auferstehung, auf die Lebensfreude, auf das Licht und die Liebe Gottes, die Jesus für uns zugänglich gemacht hat.

Und wie schön und passend, dass wir auf dieser Seite der Welt Ostern im Frühling feiern. In Neuseeland war es fast seltsamer, Ostern im Herbst als Weihnachten im Sommer zu feiern. Denn das Aufblühen und das neue Leben verdeutlichen so gut, was Jesus DIR schenken möchte. Schau dir die Blüten an, die Sonne, das neue Leben und frage den Heiligen Geist: Was hast du für mich? (Das kannst du auch mit deinen Kindern machen!)

Frohe Ostern von Herzen von unserer Familie an deine!
love, anni

Montag, 18. Dezember 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor - was brauche ich wirklich?

Die Geburtsphase beginnt

☼ Telefonnummern parat, auch dass jemand anderes als du telefonieren kann: Nummer der Hebamme, Betreuung für Geschwister, Geburtsfotograf, Gebetsverteiler, etc.
☼ bequeme Kleidung, auch zum Wechseln
☼ Pool, falls du keine Badewanne hast oder dich darin beengt fühlst
☼ alles, was du brauchst, um eine entspannte und beruhigende Atmospähre zu erschaffen und dich wohl und sicher zu fühlen. Lichterketten, Kerzen, Musik, Affirmationskarten, ein Poster mit Versen, Ermutigungen oder Bildern, die dich motivieren...


Die Geburt

☼ Saugfähige Unterlagen, z.B. Wickelunterlagen oder Inkontinenzunterlagen sind wirklich praktisch, meist bringt die Hebamme diese mit
☼ Snacks! und Getränke, auf die du Lust hast, ich fand Flaschen mit Sportverschluss oder mit Strohhalm praktisch
☼ einen Handspiegel, falls du das austretende Köpfchen sehen möchtest
☼ ein Kamm in der Hand zu drücken oder ein TENS Gerät kann helfen, habe ich aber beides noch nicht ausprobiert :) ☼ Duftöl, falls du das möchtest ☼ (dunkle) Müllbeutel, in der die Hebamme und der Papa direkt alles entsorgen können

Das Baby ist da!

☼ Hausgeburtsklassiker: rote Handtücher. Die müssen allerdings keineswegs rot sein ;-) um etwas aufzuwischen oder das Baby einzuwickeln praktisch, aber nur wenn sie schön trocknerweich sind
☼ warme Socken stand auf unserer Hebammenliste, mir war die ganze Zeit so warm, dass ich sie eigentlich nicht anziehen wollte, aber zur Plazentageburt und Kuscheln auf dem Sofa wars dann ganz nett
☼ eine Schale für die Plazenta oder ein Tuch zum Einschlagen/Drauflegen. Meine Hebamme schlug eine Plastiktüte vor, das Rascheln hat mich sehr gestört
☼ ein Nabelschnurbändchen statt einer Klemme zum Abnabeln
☼ alternative Lotusgeburt: Salz, Kräuter und Tasche für die Plazenta
☼ Wärmflasche, ob für Mama oder Baby
☼ eine kuschelige Decke für euch beide ☼ ein Bondingtop oder Kleidung, die dir Haut auf Haut kuscheln ermöglicht und dich trotzdem wärmt
☼ alkoholfreien Sekt / Traubensaft / Cola zum Anstoßen


Wochenbett / die ersten Tage

☼ Unterhosen aus Baumwolle habe ich Netzhöschen vorgezogen, ich habe einfach günstige große "Omaschlüpfer" in 1-2 Größen größer gekauft
☼ Einlagen, Vorlagen, Surfbretter, XXL-Binden, ...wie auch immer du sie nennen willst. Für direkt nach der Geburt fand ich eine Packung sinnvoll, aber da es sich ein bisschen nach Windel anfühlt, habe ich mir schnell eine Alternative gewünscht. Ich habe einfach Mullwindeln gefaltet (kalt einweichen, heiß mit Vorwäsche waschen, gar kein Problem und keine Flecken), Stoffbinden und Periodenunterwäsche funktioniert ebenso
☼ Retterspitz! Eine Tinktur, die man auf die Binde geben kann zum Unterstützen der Heilung
☼ Windeln fürs Baby, zum Beispiel Stoffwindeln und ein Abhaltetöpfchen / Schüssel
☼ wir versuchen möglichst lange Haut auf Haut zu kuscheln, bei uns sind das meistens 2 volle Tage gewesen. Trotzdem ist das 1. Outfit gerichtet, falls es dringend gebraucht oder gewünscht wird. Bei uns ein Body und ein Strampler aus Wolle Seide
☼ Decke oder Pucksack (aus Merinowolle) für die Momente ohne Hautkontakt / Nacht
☼ Bondingtop oder Bondingshirt
☼ ein Buch oder Handarbeitssachen für die Mama, die ganz viel Kuscheln und genießend im Bett liegen darf
☼ idealerweise ist Essen vorgekocht oder man wird bekocht von Freunden / Familie :)
☼ Wochenbettkiste für Geschwisterkinder (z.B. ruhige Beschäftigung und Snacks, die besonders und im Bett möglich sind)
☼ Set für Fußabdruck (ohne Stempel / Farbe)
☼ Stilleinlagen (aus Stoff/Wolle Seide hat bei mir gereicht, ich kenne viele, denen es nicht reicht)
☼ Milcheinschuss: war bei mir immer sehr moderat, vorbereitet zu sein mit z.B. Kohlblättern / Quarkwickeln macht Sinn, denn wenn du in der Nacht aufwachst und sofort eine Linderung brauchst, dann kaufst du nicht erst Kohl ein ;) aber viel kann ich dazu nicht sagen
☼ Heilwolle, Lanolin, Brustwarzensalbe, Silberhütchen: falls du Schmerzen beim Stillen hast, wünsche ich dir, dass du eine kompetente Hebamme hast, die dich gut beraten kann. Ich finde, dass es ein bisschen ein Ausprobieren ist, was DIR gut hilft. MIR hat Johanniskrautöl unglaublich gut geholfen (übrigens auch bei wundem Babypopo)

Freitag, 1. Dezember 2023

Abschied

Abschied vom alten Jahr wird so langsam greifbar. Die ersten Fragen: "Wie feiert ihr Silvester?" Dieses Jahr ist die Frage nach Silvester und Weihnachten für uns ganz entspannt zu beantworten: Wochenbett, vermutlich spätestens dann :)
Auch der Abschied von unserer Familie zu viert steht uns bevor. Natürlich wunderschön, denn wir dürfen jemanden hinzufügen, und dieser jemand ist auch schon, zumindest für mich, sehr aktiv und merklich präsent. Trotzdem wird bald einiges neu und anders und auch etwas Altes dürfen wir gehen lassen.
Als unser Kleiner, bald Mittlerer, heute auf meinem Schoß eingeschlafen ist, habe ich richtig gemerkt, wie er nochmal Mama-Zeit alleine tanken wollte, während die Große schon schlief. Wie schön, dass ich ihm das heute ermöglichen konnte, selbst die emotionale und körperliche Kapazität dafür hatte und es genießen durfte, wie er auf meinem Schoß in Minuten ganz ruhig wurde, obwohl er "überhaupt nicht müde" war.

Ich habe es schon einmal erlebt, wie mein Baby plötzlich das große Geschwisterkind war und ich bin gespannt, wie es dieses Mal wird. Ich bin vorbereitet, er wird mir so groß vorkommen, nur weil ein kleinerer Mensch hier einzieht. Und doch ist er auch erst drei.

Alles wichtige ist bereit für unseren Kleinsten, der so wild in meinem Bauch strampelt wie kein anderes meiner Kinder. Ein paar Kleinigkeiten würde ich gerne noch erledigen, besorgen, vorbereiten... ich würde gerne in Ruhe noch den Weihnachtsbaum aufstellen, Geburtstag und Kindergeburtstag feiern und mein Mamablessing mit meinen Freundinnen...aber wenn er kommt, dann darf er, ab Donnerstag, gerne. Und voll Freude werden wir uns verabschieden von uns als 4, wir freuen uns auf uns als 5! :)

love, anni

Montag, 13. November 2023

Kleines Mama-Kinder Mal-Projekt: unser Zähneputz ABC

Ein kleines und schnell umgesetztes Projekt haben meine Kinder und ich vor ein paar Wochen umgesetzt. Beide lieben gerade Malen und Basteln und da die Oma neue Stifte mitgebracht hat, war die Lust noch größer. Ich freue mich meist über die Zeit, in der sie dann gut beschäftigt sind und ich auch etwas erledigen oder ausruhen kann.
Wenn ich mich aber dazu setze, ist es für meine Kinder aber eine besondere Freude, und ich verstehe sie, denn meine Liebessprache ist auch Zweisamkeit, also gemeinsam verbrachte Zeit. Ich muss nicht mal unbedingt mitbasteln, einfach dabei sein reicht oft schon. Aber wenn ich auch noch mitmache, dann ist es umso schöner.
Und da ich manchmal etwas unkreativ bin und nicht immer einen Baum, ein Haus und einen Hasen malen will, habe ich angefangen, die Buchstaben des Alphabets zu malen und ein jeweiliges Tier dazu, das mit dem Anfangsbuchstaben beginnt. Die habe ich mir nicht spontan ausgedacht, sondern die Tiere genommen, die in unserem Zahnputzlied vorkommen. Das Lied hab ich mir selbst ausgedacht, aber der Text geht so, dass ich immer den Buchstaben sage (wie er klingt, als zum Beispiel "ff" für Fisch, statt "eF"für Fisch) und dann singe: "A sagt der Affe, B sagt die Biene..." und so weiter.

Heraus gekommen sind zwei A4 Blätter, die meine Kinder angemalt haben und anschließend haben wir sie laminiert. Keine künstlerische Meisterleistung, sondern Kinder-Mama-Kreativ-Zeit, an die wir uns gern zurück erinnern. Im Bad haben wir sie dann aufgehängt. Ein schnelles Projekt, auf das sie stolz sind und jetzt haben sie gerade nochmal eine neue Motivation zum Zähneputzen und flitzen auch mal zwischendurch ins Bad, um zu schauen wie der eine oder andere Buchstaben aussieht. :)

Was nimmst du dir heute mit? Magst du dich zu deinen Kindern dazu setzen, egal wo gerade ihr Interesse ist, einfach um Zeit mit ihnen zu verbringen? Oder hast du Lust, auch ein ABC Poster für deine Kinder zu gestalten? Was auch immer du tust, tu es mit Liebe! :)
love, anni

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Wie bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor? - Körper, Geist & Seele

Zum dritten Mal bin ich schwanger und zum dritten Mal bereite ich mich auf eine Hausgeburt vor. Jetzt in der dritten Vorbereitung und mit Erfahrung der beiden anderen Geburten kann ich wohl einen noch besseren Einblick geben :)

Jede Hebamme hat für die Hausgeburt eine Liste, was alles besorgt und bereit gehalten werden soll. Diese Listen sind sich sicher sehr ähnlich, aber darum soll es heute auch gar nicht so sehr gehen. (Weil ich vermute, dass es aber trotzdem die ein oder andere interessiert, wird es dazu noch einen Extra Beitrag geben :) )
Denn neben Handtüchern, saugfähigen Unterlagen, heißem Kaffee und Riesenbinden ist auch die Atmosphäre und deine Vorbereitung im Inneren entscheidend.


Nochmal: das wichtigste um eine Hausgeburt vorzubereiten ist nicht die Materialliste, sondern die meiste Vorbereitung findet nicht in deinem Haus, sondern in DIR statt. Und deshalb ist es eigentlich auch egal, ob du zuhause gebären möchtest, oder nicht. DU bist das Haus deines Babys und DU bringst dein Kind auf diese Welt. Dein Baby hilft und handelt intuitiv bei der Geburt, die Vorbereitung brauchst also am meisten DU! Und das sowohl im Körper, als auch in deiner Seele und sogar in deinem Geist!

Körperliche Vorbereitung
Je nach dem, was für ein Bild deines Körpers du selbst hast: setze dich damit auseinander! Setze dich mit normalen Prozessen wie Ausscheidung und Körperflüssigkeiten auseinander, sie sind normal und natürlich. Deine Verdauung ist ein Wunderwerk! Gut ausgedacht und nichts daran ist eklig. Sieh deinen Körper mit den Augen eines Schöpfers oder eines liebenden Vaters: du bist sehr gut! Dein Körper trägt, hält und nährt dein Baby und ist in der Lage, dein Baby sehr gut zu gebären!
Ein riesiger Gamechanger von meiner ersten zur zweiten Geburt war, dass ich gelernt habe, meinen Körper und auch einzelne Bereiche gezielt zu entspannen. Das hört sich so logisch an und hört frau vermutlich in jedem Geburtsvorbereitungskurs. Nimm es ernst! In meiner ersten Geburt war ich irgendwann einfach sehr verkrampft, denn ich hatte Schmerzen und habe gegen sie angekämpft, irgendwann hatte ich einfach keine Kraft mehr. Denn ich war nicht gut vorbereitet. In der zweiten Schwangerschaft habe ich geübt, meinen Kiefer zu entspannen, meinen Nacken zu entspannen, meine Schultern zu entspannen, meinen Bauch zu entspannen, mein Becken und meine Hüfte zu entspannen und meine Beine zu entspannen (Holy Spirit Relaxation von Kierra Blaser). Das war wirklich ein Schlüssel, denn als ich einen kurzen Moment der Verkrampfung und des Schmerzes hatte (hallo Übergangsphase) konnte ich da gezielt arbeiten und mich neu fokussieren. Ich habe mich entschieden, Jesus weiter zu vertrauen, zu spüren, was in meinem Körper vor sich geht, wie das Baby sich dreht und bewegt und dass es alles gut ist und uns dem Ziel näher bringt. Ich habe getönt um meinen Kiefer zu entspannen und die Hüften intuitiv bewegt um alles locker zu lassen und mein Baby ohne zu pressen empfangen dürfen.

Seelische Vorbereitung
Ja, die ist so wichtig! Welche Bilder von Geburt trägst du in dir? Denk mal an eine Geburt, die du im Fernsehen gesehen oder von der du gelesen hast. Welche inneren Bilder darfst du loslassen und ersetzen? Positive Affirmationen können dabei helfen. Vor allem aber hilft dir Wissen! Ich kann dir sehr die folgenden Onlinekurse und Seiten ans Herz legen (unbezahlte und unbeauftragte Werbung)
Kinder des Königs
Painfree Birth Germany
A heavenly Welcome (englisch)
Wie in anderen Bereichen des Lebens gilt: Wissen ist Macht. Wenn du selbst weißt, wie eine physiologische Geburt funktioniert, dann bist du nicht abhängig davon, was Geburtshelfer dir sagen und raten und kannst selbstständig mit deinen Empfindungen umgehen, solange du dich wohl fühlst.
Werde dir bewusst, wie du über (deine) Geburt sprichst. Unsere Worte zeigen, was in unserem Herzen ist und sie haben Kraft, sich tief in unser Herz zu graben. Sprich positiv, sprich davon zu gebären (aktiv und kraftvoll) und nicht entbunden zu werden (passiv und kraftlos), sprich liebevoll von deinem Körper und dem deines Babys.

Geistliche Vorbereitung
Wir sind Körper, Seele und Geist, daher können wir uns nicht nur auf zwei Ebenen oder gar nur einer vorbereiten.
Bei meiner ersten Geburt dachte ich, es reicht, wenn ich den Glauben habe, dass Gott mich mit einer guten Geburt segnet und ihm vertraue. Das ist sicher ein bisschen wahr, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Eben aufgrund dessen, dass wir nicht nur Geist sind, sondern auch einen Körper haben und eine Geburt eins der körperlich intensivsten Erlebnisse ist, die wir vermutlich erleben können. Meine erste Geburt war zwar schön und eine natürliche Hausgeburt, trotzdem hatte ich im Nachhinein das Gefühl, dass Gott mir etwas vorenthalten hat und es hätte besser sein können. Gleichzeitig schämte ich mich, darüber zu sprechen, denn es war ja eine tolle Geburt, es ging mir gut, es ging dem Baby gut, was hatte mir eigentlich gefehlt? Gefehlt hatten mir definitiv das Wissen (siehe beim Punkt seelische Vorbereitung) und die körperliche Vorbereitung.
Inwiefern ist nun aber die geistliche Vorbereitung nötig oder überhaupt möglich?
Ich finde, es ist ein bisschen ähnlich wie mit dem, was deine Seele über Geburt glaubt. Was glaubt dein Geist über Geburt? Glaubst du, dass Gott, der gute Vater, Geburt als heiligen, göttlichen Vorgang geschaffen hat und dass sie sehr gut ist? Glaubst du, dass Gott gute Pläne für dich und für dein Baby hat? All das kannst du im Gespräch mit ihm herausfinden und vom Heiligen Geist korrigieren lassen bzw. ersetzen. Du kannst den Herrn bitten, dir zu zeigen, wo er bei deiner Geburt sein wird (oder wo er bei der vergangenen Geburt war!), welchen geheimen Ort er für dich vorbereitet hat, an den du dich in dieser anstrengeden Aufgabe flüchten kannst.
Egal, wie du vorbereitet bist, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie dein Baby liegt, der Herr kann immer ein Wunder tun. Egal, wie es dir gerade geht, der Herr kann immer ein Wunder tun. Halleluja! Geburt ist seine Erfindung, und sie ist sehr gut. Wenn du es nicht glaubst, dann lass dein Herz und deine Perspektive heilen.

Auch wichtig ist übrigens die Vorbereitung des Partners. Willst du mehr dazu hören oder hast du eigene Erfahrungen dazu? Berichte gerne in den Kommentaren! Und die Materialliste für die Hausgeburt kommt auch noch, ganz bald :)

Vor meiner zweiten Geburt hatte ich hier schonmal über meine Geburtsvorbereitung geschrieben.
Trotzdem ist das, was ich hier zusammengetragen habe, immer noch unvollständig. Und das liegt daran, dass ich nur aus meiner Erfahrung und Perspektive schreiben kann. Geburten sind so schön und individuell, wie die Frauen und die Babys, die sie erleben. Darum hilf mir gern: Was war dein Must-Have für die Hausgeburt oder deine Geburt, wo auch immer du geboren hast?

Ein Wort zum Abschluss: Geburt ist individuell, wunderschön, kraftvoll, roh, anstrengend, eine Grenzerfahrung. Ich wünsche dir, dass du deine Geburt gut vorbereiten, gut erleben, gut reflektieren und nacharbeiten kannst und dabei Hilfe und Freundinnen oder weise Frauen an deiner Seite hast. Und vor allem den Heiligen Geist.

love, anni

Sonntag, 8. Oktober 2023

Traditionen für den Kindergeburtstag

Wahrscheinlich geht es den meisten so: es macht viel Freude, Kinder zu beschenken und sie glücklich zu machen. Und wann ginge das besser, als am Geburtstag?
Uns steht der 5. Geburtstag unserer großen Tochter bevor und insgesamt der 8. Geburtstag, den wir mit unseren Kindern feiern. Mittlerweile haben wir einen kleinen Erfahrungsschatz und eigene Traditionen entwickelt. Nachdem ich im Spätsommer im Internet nach weiteren schönen Traditionen suchte klickte ich auf einen vielversprechenden Pinterest Post. Und was soll ich sagen. Ich wurde sehr enttäuscht. Es ging eigentlich nur um Materielles, Geschenke, Luftballons möglichst groß, möglichst viele und das Herz hat mir irgendwie gefehlt.
Und da dachte ich: Warum nicht mal wieder selbst einen Blogpost schreiben und unsere liebgewonnenen Traditionen festhalten?
Eine neue Inspiration, die ich dann doch noch fand, ist auch dabei, sie kam aber nicht aus dem Internet, sondern von einer Bekannten :)

Geburtstag ist Familientag
Bis jetzt war es immer möglich, dass wir alle Geburtstage sowohl von den Kindern, als auch von uns Eltern, als ganze Familie verbringen konnten. Der Papa konnte sich frei nehmen und wir anderen 3 sind sowieso alle zuhause. Das wird sich wohl auch erst mit Schuleintritt ändern bei uns, denn wir lieben es, den Tag als intensiven Familientag zu verbringen.

Geburtstagsfrühstück
Da wir alle Frühstücksliebhaber sind, gibt es am Geburtstag ein besonders liebevoll gerichtetes Frühstück, zum Beispiel mit Früchte-Zahl, Weißwurst & Brezen oder was auch immer das Herz des Geburtstagskindes begehrt. Zum Geburtstag lesen wir den Psalm vor, der dem Alter des Geburtstagskindes entspricht.

Geburtstagstisch
Natürlich gehören Geschenke dazu und es gibt auch bei uns einen Geburtstagstisch. Dieser ist schön dekoriert mit Kerzen und einem Foto des Geburtstagskinds als Neugeborenes, was vor allem bei der Mama emotional alles ausreizt. Das Kind darf ins Wohnzimmer kommen, wenn die Musik beginnt und dann singen wir für das Geburtstagskind und es darf das schön dekorierte Zimmer bestaunen und alles in Ruhe entdecken.

Zahl aus Fotos
Für die Kinder bestelle ich kleine Fotos, eins von jedem Monat des vergangenen Jahres. Aus diesen Fotos formen und kleben wir das Alter des Kindes an die Fensterscheibe, an die Tür, auf eine Pappe wäre auch möglich.

Was wir an dir lieben
Meistens bei einer Mahlzeit oder zwischendurch, wann immer es passt: In einer Runde sagen wir alle dem Geburtstagskind, was wir besonders an ihm oder an ihr lieben und schätzen und was er oder sie gut kann. Das ist einer meiner Lieblingsmomente des Tages.

Geschwistergeschenk
Wir haben uns am 2. Geburtstag unseres bald Mittleren überlegt, wie wir mit Eifersucht auf die Geschenke des Geschwisterkindes umgehen wollen. Soll das Kind, das nicht Geburtstag hat, auch ein "Trost-Geschenk" bekommen? Für unser Mädchen, das sich durch Geschenke sehr geliebt fühlt, wäre das keine schlechte Idee. Aber: wir haben uns entschieden, dass es auch schön ist, zu lernen sich mitzufreuen. Unsere Lösung ist daher, dass das Geschwisterkind einen exklusiven Ausflug in einen Spielzeugladen machen und selbst ein eigenes Geburtstagsgeschenk für das Geschwisterkind auszusuchen. Darauf sind beide super stolz und sie lernen Schenken und sich Mitzufreuen. Hoffen wir :-D

Besondere Tortenplatte
Zwei besondere Stücke in unserem Haushalt sind für mich die beiden Tortenplatten der Kinder. Ich habe beide mit den Fußabdrücken der Kinder nach ihrer Geburt gestaltet, eine ist richtig getöpfert und die andere ist eine bemalte Porzellanplatte. Jedes Jahr wird darauf der Geburtstagskuchen serviert und gestaunt, wie klein die Füßchen mal waren.

Ein Vers als Jahresbegleiter
Noch ist es mehr für mich, doch ich hoffe, dass es den Kindern irgendwann Freude und Mut macht. Um den Geburtstag herum bitte ich Gott, mir einen Vers für das neue Lebensjahr des Kindes zu zeigen, der das Königskind begleiten, ermutigen, stärken soll. Diesen schreibe ich auch schön auf und er steht gerahmt im Kinderzimmer.

Ermutigungssonne
Das ist neu und die Idee meiner Bekannten, wie oben erwähnt. Man bereitet für die Familienfeier oder den Kindergeburtstag eine Papiersonne mit einzelnen Strahlen vor, auf die Strahlen werden dann gute Eigenschaften und Stärken des Kindes geschrieben. Die Sonne hängt dann bis zum nächsten Geburtstag an einem gut sichtbaren Platz. Das finde ich eine wirklich schöne Tradition, die wir am 5. Geburtstag gerne ausprobieren werden.

Hoch sollst du leben
Auch das ist neu und wollen wir nun beim nächsten Mal beginnen: das Geburtstagskind hochleben lassen, also auf dem Stuhl so oft in die Luft emporheben, wie alt es wird. Das gibt zumindest gute Mukis ;-) Ich bin gespannt, wie es ankommt! :-)


Abgesehen von unseren liebgewonnenen Traditionen dürfen unsere Geburtstagskinder auch eine Geburtstagskrone und ein besonderes Geburtstagsoutfit anziehen, doch das ist es nicht, was den Geburtstag ausmacht. Am Geburtstag und selbstverständlich darüber hinaus wollen wir unserem Geburtstagskind zeigen, wie wichtig es für uns ist und wie sehr wir es lieben. An Geschenke werden die Kinder sich bald nicht mehr erinnern, aber gemeinsame Erlebnisse, wohltuende Worte, Umarmungen und wie sie sich gefühlt haben: das bleibt im Gedächtnis. Wie feiert ihr eure Kinder? Und euch am Geburtstag? love, anni

Freitag, 17. März 2023

A little bit of coffee and a whole lot of Jesus

Ein früher Morgen. Alle schlafen noch, es ist ausnahmsweise mal still im Haus. Dass mich das große Licht nicht blendet, mache ich nur das kleine über der Spüle an. Und dann als nächstes die Kaffeemaschine. Ich suche mir meine Lieblingstasse aus der Spülmaschine: "All I need is a little bit of coffee and a whole lot of Jesus" steht darauf. Ich stelle sie unter die Kaffeemaschine und lasse heißes Wasser einlaufen, um die Tasse zu wärmen.
Mit müden Augen lese ich den Satz nochmal, der schön darauf gelettert ist. All I need... Ich überlege und mahle die Bohnen direkt in den Siebträger. Alles was ich brauche. Gehört Kaffee dazu? Und Jesus und sonst nichts? Kaffeeduft zieht in meine Nase. Ich hole schon mal die Milch aus dem Kühlschrank und zünde eine Kerze an. Irgendwie ist die Liste mir zu kurz. Und zu lang. Ich schäume die Milch auf.
Also, wenn ich mich so einschränke in meiner "Alles, was ich brauche" Liste, dann steht da NUR Jesus. Und wenn ich eine kurze Liste schreiben will, dann kommen da vielleicht andere essentielle Dinge lange vor Kaffee. Und lange vor den Dingen kommen Menschen. Und dazwischen wahrscheinlich noch einiges anderes.
Ich setze mich an den Küchentisch, schlage die Bibel auf und starte in den Tag. Mit Jesus. Und mit Kaffee. Das ist okay. Sogar schön. Aber Jesus brauche ich. Kaffee nicht.

Ich wünsche dir einen Tag voll von dem Bewusstsein, dass Jesus da ist. Dass der Heilige Geist dich versorgt mit Freude, Liebe, Sanftmut, Geduld, Selbstbeherrschung...
LOVE, anni

Mittwoch, 15. März 2023

Das war 2022: Wunder-Camping in Tirol

Im August hatten wir eine freie Woche, die noch unverplant war. Wir wollten unbedingt wegfahren und mit unserem Bus campen, die Autofahrt sollte nicht zu lang sein, Tobi wünschte sich Berge & See und so fiel die Wahl auf:
Österreich, genauer gesagt den Plansee. Wir wussten von zwei Campingplätzen dort, die vermutlich, wie alle anderen, komplett ausgebucht waren. Wir hatten schon bemerkt, dass durch Corona (die Planungsunsicherheit mit Reisen und das Vermeiden von Flugreisen z.B.) viele Leute auf Camping umsteigen. Doch wir hatten großen Frieden einfach ohne zu buchen loszufahren und das taten wir dann auch. Als wir nach etwas über einer Stunde Fahrt ankamen blinkten uns die "keine freien Plätze" und "belegt" Schilder entgegen. Trotzdem steuerten wir den ersten Campingplatz an. Tobi überlegte, ob er erst zur Rezeption oder erst zur Toilette gehen sollte und hatte das Gefühl, der Heilige Geist lotst ihn erst zur Toilette. Ich wartete mit den Kindern im Auto. Kurz darauf kam Tobi mit einem Strahlen im Gesicht zurück: als er zur Rezeption kam, beendete die Dame gerade ein Telefonat: eine Familie hatte abgesagt und genau für unseren gewünschten Zeitraum war nun ein Platz frei, den wir übernehmen konnten.
Was für ein Segen, das hat Gott genau im richtigen Moment geführt! Der Urlaub wurde sehr schön, wir genossen den kalten See, die morgendlichen Brötchen, leckere Pommes, Hängematte, Tobi eine Solowanderung und vieles mehr. Die Zeit auf engem Raum und mit vielen hellhörigen Nachbarn war auch fordernd, mit zwei Kleinkindern, die schnell laut protestieren. Es war der Start einer schwierigen Phase für mich als Mama, davon erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. Trotzdem tat die viele Zeit draußen uns allen so gut. Wir lieben unseren Bus und campen so gerne damit, aber noch lieber als auf einem Campingplatz haben wir es, wenn wir frei stehen können, so wie in Schweden bei unserer großen Reise 2021. Nicht zuletzt wird der Urlaub mir immer in Erinnerung bleiben, da mein Sohn dort das letzte Mal stillte, ein bittersüßer Abschied für uns beide. love, anni

Montag, 13. März 2023

Revival: das vierte Mal Muskathlon

60km. 13h. Hitze. Blasen. Grenzerfahrung.
Blick aus dem Busfenster. Wellblech. Roter Staub überall. Barfüßige Kinder.
Mein Herz. Es schlägt. Es krampft. Es entspannt sich in Gottes Hand.

Das war unser erster Muskathlon vor 7 Jahren. Ein viertes Mal darf ich dabei sein und freue mich so. Im Juni findet wieder ein deutscher Muskathlon statt und zwar in Uganda! In dem Land, wo auch Tobi & ich 2016 am Muskathlon teilgenommen haben und eine der krassesten Erfahrungen unseres Lebens gemacht haben.
Diesmal ist meine Aufgabe, die Teilnehmenden zu betreuen und zu informieren, sie mit Rat und Tat zu unterstützen, Fragen zu beantworten, zu erinnern und den Blick auf Gott zu lenken. Was für eine schöne Aufgabe und wie wunderwunderbar, dass 19 Deutsche und 13 Schweizer Sportler*innen sich aufmachen auf diese großartige und lebensprägende Reise. Mit einem Spendenlauf vor Ort (Halb/Marathon/Ultra/biken) wird im Voraus Geld gesammelt oder Patenschaften vermittelt, für das christliche Kinderhilfswerk Compassion. Mein Herz hüpft, wenn ich an die Arbeit von Compassion denke. "Kinder aus Armut befreien im Namen Jesu" ist nicht nur der Slogan, sondern Programm. Und ein Teil von diesem großen Projekt zu sein macht dankbar und demütig.

Hier noch für dich ein Rückblickvideo von unserem Muskathlon 2016 (wer mich richtig fertig sehen will: here you go)
Demut und Dankbarkeit sind Schlüssel. Ich wünsche mir mehr davon.

Der Anmeldeschluss für den Muskathlon dieses Jahr ist verstrichen. Aber ich erzähle dir bald von einer Möglichkeit, wie du dennoch dabei sein kannst :)
love, anni

Montag, 23. Januar 2023

Kitafreie Familie ?!

Ende Januar sind bei uns im Ort die Kindergärten geöffnet, um einen Einblick zu bekommen und die Einrichtungen kennenzulernen. Obwohl Lou im Dezember schon 4 geworden ist, geht sie bisher nicht in den Kindergarten und das aus einer ganz bewussten Entscheidung von uns Eltern heraus.

Eine Frage der Kultur
Wir leben mit den Kindern und als Familie eine Königreich Gottes Kultur und wir möchten sie so prägen und aufwachsen lassen, dass sie voller Liebe, Vertrauen, Selbstvertrauen und Hoffnung aufwachsen. Das wirkt sich auf unsere Sprache, auf unsere Handlungen, Entscheidungen und auf unser Miteinander aus. Natürlich sind wir Lernende und Wachsende und machen Fehler und ganz bestimmt nicht alles richtig. So lernen wir miteinander auch Gnade, Demut und Vergebung kennen. Echtes und authentisches Königreich Gottes. Im Kindergarten sind die Kinder in einem frühen und sehr formbaren Alter vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt, unterschiedlichen "Kulturen", und damit meine ich jetzt nicht die Kinder, die aus anderen Ländern kommen. Sondern die Kultur, die in der Familie gelebt wird.

Jetzt im Januar wollten wir aber immerhin mal einen Einblick bekommen und auch herausfinden, ob der Kindergarten ein Ort sein könnte, der Lou gefällt und der ihr fehlt, wovon sie mehr profitieren würde, als zuhause.

Je mehr ich mein Herz dafür öffnete, die Kindergärten anzuschauen, desto mehr merkte ich, dass es eigentlich nicht das ist, was ich möchte, sondern eher einen gesellschaftlichen Druck verspüre, dass einem vierjährigen Kind ohne Kindergarten doch etwas fehlt.
Ich hatte in den Wochen davor zwei Begegnungen, die mich bestärkten, neutral zu schauen und zu prüfen, mein Herz zu erforschen. Lasse ich meine Kinder aus egoistischen Gründen zu Hause? Halte ich sie klein? Enthalte ich ihnen etwas vor?

Ermutigung für und gegen die Kita
Ein befreundeter Vater von vier Kindern, der bereits schulpflichtige Kinder hat, ermutigte mich: Wir haben eine Schulpflicht und homeschooling ist in unserem Land nicht erlaubt (denn sonst würde die Familie homeschooling vorziehen), also muss ich keine Energie darauf verschwenden, über homeschooling nachzudenken. Er vertraue Gott, dass er die Kinder für die Schule und alles, was damit zusammenhängt, stark mache und schütze und ihnen Weisheit gäbe, die Kinder gut zu begleiten. Außerdem freue er sich über die Kontakte und Möglichkeiten, die Kinder in der Schule eröffnen.
Am Wochenende danach hatten wir eine göttliche Begegnung beim Augsburger Straßenbahngebet, an dem wir als Familie teilnahmen. Die Frau, die Jesus liebt, sprach unsere Kinder an und unterhielt sich mit ihnen und es stellte sich heraus, dass sie nicht nur aus unserem Ort kommt, sondern auch als pädagogische Fachkraft in einem von mir favorisierten Kindergarten arbeitet. Das hat mich auf der einen Seite sehr ermutigt, dass auch Christen im pädagogischen Beruf meine Kinder begleiten können. Gleichzeitig tauschte ich mich mit ihr über die Atmosphäre in der Einrichtung (nicht in dieser, sondern generell) aus und darüber, welche Einflüsse herrschen. Und das hat mich wiederum in unserer Entscheidung, dass die Kinder zuhause bleiben, bekräftigt.
In der gleichen Woche erhielt ich eine bestürzte Nachricht von meiner Mama, die eine Aussage einer pädFachkraft auf einem Ausflug einer Kitagruppe mithörte. Sie freute sich und dankte mir, dass ich ihre Enkel bei mir daheim habe. Es mag ein Einzelfall und eine Kleinigkeit gewesen sein, aber wer weiß das schon. Und wie viel möchte ich dem Zufall überlassen, wenn es um die Herzensbildung und das Selbstvertrauen meiner Kinder geht?

Wir bleiben auf dem Weg. Wir schauen uns die Einrichtungen an und entscheiden mit der Hilfe des Heiligen Geistes.
Wir lassen unsere Liebe wachsen. Mit oder ohne kita - wir werden es sehen.

love, anni

Freitag, 20. Januar 2023

Das war 2022: Rosenhochzeit

Im September 2022 hat sich unser Hochzeitstag das 10. Mal gejährt. Und das wollten wir feiern. Also haben wir unsere Familie und unsere Freunde eingeladen, Blumenkränze und Gerberas gekauft, obwohl der 10. Hochzeitstag eigentlich die Rosenhochzeit ist, (im ersten Jahr unserer Beziehung bekam ich zu jedem Monatstag eine Gerbera 💘) und Pizza bestellt. Nach zehn Jahren habe ich auch endlich ein Fotobuch erstellt (und dann vergessen zur Feier mitzunehmen). 

unsere gemeinsamen Reisen

Wir feierten auf einem schönen Hof im Allgäu, der sich für uns wie eine zweite Heimat anfühlt. Nach Lobpreis und Predigt erneuerten wir unser Eheversprechen, beziehungsweise gaben uns eines, denn bei unserer Hochzeit hatten wir uns geeinigt, nur auf das vorformulierte Eheversprechen des Pastors zu antworten. "Ja, ich will, mit Gottes Hilfe", das gilt noch immer. Doch nach 10 Jahren ist die Liebe reifer, die Entscheidung klarer, die Beziehung gefestigt. Wir wuschen einander die Füße, als Zeichen des gegenseitigen Dienens, wie Jesus es bei seinen Jüngern getan hatte. Nicht naiv und mit rosaroter Brille, sondern mit 10 Jahren Erfahrung, was das heißt: den anderen höher zu achten, zu respektieren, ihm zu dienen. Und auch: sich dienen zu lassen. Beides gehört dazu. Lieben und sich lieben lassen. So ein schönes Zeichen und so ein schönes Fest. Beim Eheversprechen liefen die Tränchen und dann wurde gefeiert, getanzt und gegessen. 

In der Vorbereitung habe ich mich immer wieder gefragt, ob es eingebildet ist, einen Hochzeitstag so zu feiern und ob es nicht privater sein müsste, etwas, das nur zwischen uns gehört. Auch unseren fünften Hochzeitstag, die Holzhochzeit hatten wir bereits gefeiert. Und beide Hochzeitstagfeste waren so schön! So bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die Liebe und das Leben immer gefeiert werden dürfen. Denn es gibt Gott die Ehre! Schlechte Nachrichten und Hass gibt es genug. Wie bei der Hochzeit auch geht es uns beim Hochzeitstag feiern um die Liebe, viel mehr als um uns. Um Gottes Geschenk an uns, unsere Beziehung ist ein Ausdruck davon. Wir haben das Privileg und die Verantwortung eine Ehe zu leben als Abbild, wie Gott seine Gemeinde liebt. Das wollen wir gut machen. Und das wollen wir feiern. Denn es ist einfach wunderbar und wir haben allen Grund zu danken und Gott die Ehre dafür zu geben. 

unsere Hochzeit 2012
unser 5. Hochzeitstag 2017





love, anni

Mittwoch, 18. Januar 2023

Das war 2022

 Hallo DU, wie wunderschön, dass du noch da bist! Oder hast du neu hierhergefunden?

Das sind wir :)
Ich bin jedenfalls noch hier, sogar noch im selben Ort, in der selben Wohnung, wie beim letzten Posting. Und das war immerhin vorletztes Jahr! 😂 Upsi... da ist ganz schön viel passiert und neben mir turnt gerade mein großes Mädchen um 21:30. Das Leben eben. Unsere beiden Kinder sind wie ich eher Nachteulen mit einer kreativen Abendphase... 

Ein bisschen teilhaben lassen an unserem 2022 (na gut, eigentlich besteht da ein Defizit seit 2020) will ich dich trotzdem. Ich freu mich drauf. Es war ein spannendes und volles Jahr. Tobi und ich sind beide 30 geworden, wir haben viel gefeiert, gelacht und gelernt, sind gereist und waren viel im Garten. Wir waren oft krank. Liebe wächst hier immer noch. Und Geduld. Und Sanftmut. Dank dem Heiligen Geist - was für ein wundervoller und treuer Begleiter!

love, anni









Dienstag, 23. November 2021

Kindersegnung

An einem Wochenende im September haben wir unseren Sohn gefeiert. Es war nämlich nicht nur sein erster Geburtstag, sondern wir haben ihn auch gesegnet.

[Wir lassen unsere Kinder nicht taufen, weil wir Taufe als persönliches Bekenntnis zu Jesus verstehen. Da wir unseren Kindern diese Lebens-Entscheidung nicht abnehmen können, verzichten wir auf eine Taufe im Kindesalter. Sie können sich dann später selbst dazu entscheiden, wenn sie das möchten. Anstelle der Taufe, feiern wir eine Kindersegnung.]

Segnen, was bedeutet das eigentlich? Im Kern: das Gute, das Gott (in diesem Fall) für das Kind hat, auszusprechen. 

In unserer Familie segnen wir die Kinder jeden Samstag. Dazu erzähle ich gerne einmal mehr in einem anderen Post. So war es uns nicht eilig, eine "offizielle" Segnungsfeier zu gestalten. Da aber auch in unserer Kirche bald wieder eine Kindersegnung stattfindet, haben wir überlegt, ob wir unseren Sohn dafür anmelden wollen. Und wir haben uns dagegen entschieden, aus unterschiedlichen Gründen.

- die Segnung als "Programmpunkt" gefiel uns nicht so gut 

- mit Baby auf dem Arm und Maske auf dem Gesicht ist schwierig und unpersönlich

- wir brauchen keinen Pastor als Mittler, wir sind dank Jesus alle Priester vor ihm 

Also entschieden wir kurzerhand, die Geburtstagsfeier mit einer Segnungsfeier zu verbinden. 


Wir luden den engen Familienkreis zum Mittagessen ein, Tobi schabte Spätzle für 12 Personen und ich kochte ein ganzes Kilo Linsen dazu, das machten wir bereits am Vorabend. Nach dem Essen war es auch schon bald Zeit, in den Garten umzuziehen, denn hier wollten wir die Segnung feiern und anschließend Kaffee trinken und Kuchen essen. Zur Segnung hatten wir zusätzlich noch zwei befreundete Familien und das Nachbarsmädchen eingeladen. Ich bin so dankbar für unseren tollen Garten, in unserer Wohnung wäre das sehr kuschelig geworden. Es war Regen angesagt, aber mittags schien dann sogar die Sonne richtig warm. 

Der Ablauf für unsere Segnung war so: 

Wir erzählten den Gästen und auch unserem Sohn, was ihn ausmacht und was wir an ihm schätzen. Dann las ich den Vers vor, den wir für ihn ausgesucht hatten: 

Psalm 73,28: "Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte / und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun."


Anschließend beteten Tobi und ich für unseren Sohn. Wir ließen auch ein kleines Zeitfenster danach offen, dass unsere Familie und Freunde auch für ihn beten konnten. Wer das nicht wollte, konnte einen Eindruck oder ein Gebet auf einen Zettel schreiben.

Das war's schon. Wir hatten eine schöne Zeit gemeinsam im Sandkasten, bei leckerstem Kuchen, alle haben sich gut verstanden. Geschenke gab's natürlich auch :) 

Es war ein schöner Tag!

Erzähl doch mal, wie feiert ihr Taufe / Segnung?

love, anni

Montag, 13. September 2021

Ein ganzes Jahr

Unser Baby ist nun schon ein Jahr alt! (Und noch länger habe ich mich hier nicht gemeldet) Was für eine Freude und eine ruhige Stabilität er einfach durch seine Anwesenheit in unsere Familie bringt. Unser Sohn macht mich zu einer ganz anderen Frau, zu einer ganz anderen Mama. Ich habe viel zu erzählen :) 

mein neugeborenes Baby, September 2020

Allein schon seine Geburt - schnell, kraftvoll, in Frieden, wir alle zusammen. Und so ging es auch weiter. Mit uns. Ein ganzes Jahr schon. Wir sind immer noch am selben Ort, immer noch in der gleichen Wohnung, immer noch im gleichen Job. Jetzt zu viert und es wird immer schöner. 

Die Themen um diesen Blog zu füllen haben mir ein bisschen gefehlt. Aber je mehr ich meine Fühler ausstrecke und aus meiner Blase hier heraus schaue, desto mehr begreife ich, wie wichtig es ist, nicht leise zu bleiben. Liebe soll wachsen. Liebe darf wachsen. Hier wächst Liebe. In meinem Herzen wächst Liebe. In meinem Leben. Und ich teile gerne meine Wachstumsreise. Ein großer Wunsch ist es natürlich, dass dieser Einblick dir dann auch weiterhelfen oder dich inspirieren kann. Dass du dich mitfreuen kannst und auch deine Liebe wachsen lässt. 

Besonders wichtig sind mir da nach wie vor, oder nun noch mehr, die Themen Schwangerschaft, Geburt und die frühen Jahre der Kindheit. Auch die wertvolle Arbeit von Compassion ist mir wieder neu am Herzen. 

Das reicht jetzt erst mal fürs Erste. Ich hoffe in den nächsten Wochen kommt hier wieder mehr, wenn überhaupt noch jemand mitliest. Melde dich doch gern in den Kommentaren, falls du da bist! :D 


love,

anni

Samstag, 18. Juli 2020

Geburtsvorbereitung für die zweite Geburt

Wie bereite ich mich auf meine Geburt vor? Vor allem im Rückblick auf die 1. Geburt, was werde ich gleich und was würde ich diesmal anders machen?
Das will ich dir heute ein bisschen beantworten.

Vor Lous Geburt sind wir in der 31. SSW aus Neuseeland nach Deutschland gekommen. Ich habe in Neuseeland als Geburtsvorbereitung Workoutvideos gemacht, aber ansonsten war die Geburt gefühlt noch sehr weit weg.
Als wir in Deutschland waren, habe ich an den letzten paar Abenden eines Geburtsvorbereitungskurses teilgenommen, doch da ging es hauptsächlich um Stillen und Wochenbett. Ich habe hier wundervolle Frauen kennengelernt, und dafür hat sich der Kurs gelohnt. Für die Geburtsvorbereitung hat er mir leider nichts gebracht...
Ich habe Videos angeschaut, von Geburten und auch von Hebammen, die den Geburtsablauf erklären.
Soweit zu meiner ersten Geburt. Diese war eine wunderbare Hausgeburt, die ziemlich lang dauerte und die mir sehr viel Kraft abverlangte. Eine natürliche Geburt. Nicht ganz so wie erhofft und erträumt, im ersten Moment war ich tatsächlich enttäuscht. Hatte das nicht viel zu lange gedauert, war viel zu anstrengend, ich viel zu unfokussiert und leidend? Das war mein Eindruck von mir. Die nächste Geburt sollte auf jeden Fall anders werden. Und auch wenn ich jetzt weiß, dass meine erste Geburt wunderbar war und ich es gut gemacht habe, freue ich mich nun sehr auf das 2. Mal. Mit ein bisschen mehr Erfahrung, mehr Fokus, dem Wissen über meine Stärken und Schwächen und was ich mag und nicht mag und ganz viel neuem Gottvertrauen!

Geburten sind individuell

Vorweg, die ideale Geburtsvorbereitung gibt es wahrscheinlich nicht, denn du weißt nie, wie deine Geburt werden wird. Ein bisschen Spontaneität ist sicher immer gefragt und das Entspannen-Können und Loslassen-Können in unterschiedlichsten Situationen ist super wichtig. Das ist auch etwas, was ich übe mit gezielten Übungen.
In einem ihrer Videos beschreibt Kierra Blaser (Hier kommst du zu ihrer YouTube Seite :)), deren Online-Geburtsvorbereitungskurs ich gemacht habe, den Unterschied zwischen Glaube und Hoffnung/Vertrauen in der Geburt. Das finde ich ganz vorweg wichtig zu wissen:
GLAUBE für spezifische Dinge, die passieren werden / wie sie ablaufen werden, ABER
VERTRAUE und HOFFE, dass Gott gut ist, EGAL was passiert und dass es trotz allem immer noch gut wird. Das verspricht Gott uns.

Geburten sind wunderschön

Ich glaube, das wichtigste ist zu erkennen, egal, ob man schon ein Baby zur Welt gebracht hat oder nicht, dass Geburten etwas wunderschönes sind. Unser Blick und unsere mentale Einstellung beeinflussen maßgeblich, ob die Geburt gut werden kann oder nicht.
Das bedeutet: Wenn ich eine schlechte Erfahrung hatte, sollte ich sie aufarbeiten, reflektieren, glauben, dass es diesmal anders und gut werden kann.
Wenn meine negative Einstellung "nur" von der Gesellschaft geprägt ist, ist es sicher einfacher, sich ein positives Bild zu verschaffen.
Ich spreche positiv und hoffnungsvoll über meine Geburt, denn ich weiß, welche Kraft meine Worte haben. Ich schaue mir Videos von Geburten an, die schön sind. Das sind oft Hausgeburten, aber nicht ausschließlich.


Geburten sind natürlich

Ich bereite mich in dem Rahmen, wie es geht, natürlich auf meine Geburt vor. Denn was gibt es natürlicheres als eine Geburt? Für mich ist der erste Impuls nicht, für eine Geburt ein Krankenhaus aufzusuchen. Wenn das für dich so ist, ist es ok. Dann informiere dich sehr gut und triff im Voraus Entscheidungen, was du möchtest und was du nicht möchtest. Schreibe es auf und sprich mit deinem Ehemann darüber, dass er genau so gut Bescheid weiß, wie du. Unter der Geburt ist er dein Sprachrohr.
Auch wenn du eine außerklinische Geburt planst, was nur wenige Prozent aller Frauen in Deutschland tun, dann informiere dich gut über den Prozess und Ablauf einer Geburt. Wenn du weißt, was auf dich zukommt, kannst du mit den unterschiedlichen Phasen und Gefühlen gut umgehen.

Geburten sind kraftvoll

Geburten sind Naturgewalt pur. Frauenpower vom Feinsten. Der Körper wird natürlich strapaziert und hat eine Menge Arbeit zu tun.


 Vor Lous Geburt habe ich mehr gezielten Sport gemacht, um meine Muskulatur zu stärken und trainieren für diesen "Marathon Geburt". Diesmal habe ich dafür entweder keine Zeit, da es zusammen mit Lou nicht gut klappt, oder keine Kraft oder keine Lust... aber ich fühle mich durch das Tragen von Lou und den Alltag mit ihr besonders im Rücken diesmal sowieso stärker als vor ihrer Geburt. Es ist sicher trotzdem kein Fehler, auch den Körper sowie den Geist gezielt auf diese Kraftattacke vorzubereiten. Auch dazu gibt es wunderbare Videos von Kierra Blaser und anderen wunderbaren Frauen. Bauchtanz soll auch toll sein :)


Wie bereite ich mich denn nun vor?

Ganz konkret in meinem Fall sieht meine Geburtsvorbereitung dieses Mal so aus:
Ich höre regelmäßig die Proklamationen, Bibelverse und Übungen von Kierra Blaser, weil sie in meinem Kurs dabei waren. Du kannst dir natürlich auch selbst Bibelverse heraussuchen, die Gott dir zeigt oder die dich ansprechen!
Ich habe mir einige für mich wichtige Bibelverse aufgeschrieben und neben der Toilette aufgehängt. Wo sonst sitzt man mal in Ruhe und hat einen Moment Zeit, um ein paar Bibelverse durchzulesen? :D

Den bereits erwähnten Online-Kurs "A heavenly Welcome" habe ich mit meinem Mann durchgeschaut und dabei auch besprochen, was wir uns für die nächste Geburt wünschen. Ich plane, ihn jetzt noch einmal allein durchzuführen.

In diesen letzten Wochen, die nun anstehen (es sind nur noch rund 2 Monate!!) plane ich noch intensiver die Übungen zur Entspannung zu machen. Das Ziel ist, dass ich mich/meinen Körper in jeder Situation entspannen kann. (Kann man super üben mit einem Kleinkind! :D)

Außerdem möchte ich noch einen Tag (oder einen halben, mal schauen, wie wir es einrichten können) Zeit allein mit Gott verbringen. Mal schauen, was er über die Geburt zu sagen hat ;)
Und gezielt beten mein Mann und ich für die Geburt, nicht täglich, aber immer wieder. Segnen meinen Körper, segnen das Baby. Sprechen Gottes gute Wege aus über unsere wachsende Familie.

Ich lese wenig, aber ausgewählt und gezielt. Beispielsweise immer wöchentlich zum Wochenwechsel aus dem Buch "Beten für mein Baby" von Jennifer Polimino. Gerne teile ich auch mal meine Leseliste mit dir.

Meine Online Freundin Salome hat mir erzählt, dass sie einen konkreten Abend mit ihrem Mann Zeit genommen hat, um für alle vorher gesammelten Ängste und Bedenken zu beten und Mama und Kind unter Gottes Schutz zu stellen. Auch das wollen wir noch machen.

Mein Rat für dich

Bleib in Verbindung mit dem Heiligen Geist, besonders in dieser sensiblen Zeit der Schwangerschaft und Geburt. Gerade weil es so eine wenig kontrollierbare und außergewöhnliche Zeit ist, die noch dazu so ursprünglich und natürlich erlebt werden kann, ist es ganz besonders, jetzt mit Gott zu connecten.
Gott möchte zu dir sprechen, über deine Geburt und durch deine Geburt. Alles, was passiert, kann unserer Beziehung mit Gott dienen, wenn wir unsere Herzen für ihn aufmachen. 

So weit mal... Hast du noch eine Frage?
Love,
anni

Dienstag, 23. Juni 2020

wunderbar weiblich

Ich bin nun schon über eine Woche im 3. Trimester angelangt und meine Schwangerschaft ist nicht mehr zu übersehen. Das merke ich vor allem auch an den Blicken, wenn wir unterwegs sind oder wenn ich nicht durch den Spalt zwischen Badezimmertür und Waschbecken in unserem kleinen Bad durchpasse.

schwanger in Neuseeland mit Louisa
Und ich muss sagen, dass ich diesen Kugelbauch liebe. In der Schwangerschaft fühle ich mich so richtig weiblich und schön. Das ist sicher auch dadurch bedingt, dass es mir einfach gut geht, ich es liebe, mein Baby beständig zu spüren und ich einfach so fasziniert bin, dass da ein kleiner Mensch in mir wächst.
Schon meine erste Schwangerschaft hat mir ein ganz neues Körpergefühl geschenkt. Ich kann viel besser "hören", was mein Körper braucht - Wasser, Obst, Ruhe, Bewegung, etc. - und schaffe es auch viel besser, dann darauf einzugehen. Das trägt noch mal mehr zu einem guten Körpergefühl bei.
In dieser Schwangerschaft bin ich, dank meinem Kleinkind, noch viel beweglicher und fitter und ich bin so stolz und dankbar, was mein Körper gerade leistet. Ganz nebenbei und ohne mein Zutun wird in meinem Bauch ein wunderbarer neuer Mensch geformt.

yay, Kompressionsstrümpfe!
Eine Schwangerschaft ist extrem und geht manchmal auch mit mehr Beschwerden einher. Auch ich bin kurzatmig, müde und trage täglich Kompressionsstrümpfe, die ich nicht sonderlich bequem oder sexy finde. Die ersten kleinen Risse in meiner Bauchhaut werden sichtbar. Mein Bauchnabel sieht echt komisch aus. Aber: was für eine krasse Leistung vollbringe ich grade, während ich nur hier sitze und das schreibe. In mir lebt ein anderer Mensch, ein kleiner Junge, den Gott gerade liebevoll wachsen lässt. Das finde ich einfach nur beeindruckend und es gibt mir auf das Leben als Gesamtes eine ganz neue Sicht.

Wie wertvoll ist jedes Leben!
Wie viel Liebe steckt der Schöpfer in jeden Menschen!
Wie viel kann eine Frau aushalten!
Und auch: Wie viel Schönheit steckt in diesem ganzen Prozess, im Wachsen und im Leben, im Zurückbilden. In diesem Kreislauf. Nicht jede Phase ist schön. Aber Gott hält jede Phase und begleitet uns in jeder Phase und es ist gut.

Ich mag diese Natürlichkeit, die mir gerade wieder so sehr vor Augen steht. Diese "raw beauty". Das Wort fesselt mich. Natürliche, reine Schönheit. Kraftvoll. Rund. Weich. Sicher.

love,
anni

Samstag, 20. Juni 2020

Mama mit Gefühl

Heute geht es weiter mit der #mamasein Reihe.
In der letzten Zeit wirbeln meine Gedanken oft von einem Extrem zum Nächsten. Ob das an den Schwangerschaftshormonen liegt? Es fällt mir jedenfalls schwer, alles zu "Papier" zu bringen und gleichzeitig hilft es mir, die Gedanken zu ordnen.

Ich denke, meine Gefühle sind nicht nur von meiner hormonellen Lage beeinflusst, sondern auch von den Gefühlsausbrüchen meines Kleinkindes.
Und da wären wir schon mitten im Thema: Sie ist das Kleinkind, das seine Gefühle erstmal kennenlernen und austesten darf, und dann lernen darf, sie zu kontrollieren.
Und ich bin die Erwachsene, die Mama, die aushalten lernen und begleiten lernen darf.

Ich bin der Thermostat, nicht das Thermometer. Das heißt, ich gebe die Temperatur vor und passe mich nicht an. Gleiches gilt auch für Gefühlsausbrüche während der Schwangerschaft. Die sind erlaubt, aber ich will mich nicht davon beherrschen lassen.
Natürlich habe ich Gefühle, die von Dingen im Außen beeinflusst werden. Ich bin kein Stein, natürlich werde ich mal sauer, bin genervt, rolle die Augen, hebe die Stimme, stampfe auf den Boden, Tränen fließen.
ABER: Ich unterstelle mich nicht den Gefühlen eines 18 Monate alten Mädchens, nicht dem aufgewirbelten Hormonhaushalt durch Schwangerschaft oder Zyklus, nicht den Nachrichten und Einschränkungen aufgrund von Covid19, nicht der Laune meines Nachbarn, etc.
Für meine Gefühle bin ich ganz alleine verantwortlich. Und als Mama trage ich die Verantwortung, meinem Kleinkind bei der Regulation seiner Gefühle zu helfen.

Es ist wichtig, dass ich kein Stein bin, dass wir unsere Gefühle fühlen. Wie sollen unsere Kinder sonst lernen und viel wichtiger, wie sollen wir sonst leben? Gott hat uns so gemacht, mit unseren Gefühlen! Wir haben ja auch nicht nur negative Gefühle, sondern auch viele positive und schöne! Aber wie ich agiere und reagiere möchte ich nicht von meinen Gefühlen abhängig machen, sondern das entscheide ich in jedem Moment neu. Meine Laune wähle ich selbst! Meine Einstellung zu Dingen wähle ich selbst!
Wir sind Menschen mit Körper, Seele und Geist.
Unsere Seele besteht aus unserem Willen, Gedanken und Emotionen. Wenn ich mich nur von meinen Emotionen führen lasse und meinen Willen ausblende oder meinen Willen im Emotions-Selbstmitleids-Vollbad baden lasse, dann genieße ich das vielleicht einen kurzen Moment. Aber wirklich besser geht es mir insgesamt damit nicht. Es ist wichtig, dass unsere Gedanken von Gottes Liebe und Gottes Geist erfüllt sind, dann können wir unseren Willen auf die richtigen Dinge fokussieren - und unsere Emotionen folgen.
Und falls mir das noch zu schwer fällt, da gibt es durchaus den einen oder anderen Moment, dann unterstelle ich immer wieder neu und bewusst meinen Körper und meine Seele meinem Geist, der von dem Heiligen Geist Gottes gefüllt ist. Und da finde ich Annahme und Vergebung für mich, kann mich beruhigen im Shalom-Frieden Jesu, der allen weltlichen Frieden übertrifft, und dann bin ich neu gewappnet für die Situationen, die meine Emotionen zum Kochen bringen.

Wie geht es dir mit deinen Gefühlen? Vielleicht hast du kein Kleinkind, aber dafür eine andere Herausforderung. Ich sehe es als einen Segen: nur an der Herausforderung können wir lernen.
Es ist so wichtig, dass wir unsere Gefühle nicht unterdrücken (oder die unserer Kinder), Gefühle dürfen gefühlt werden!! Aber gleichzeitig sind sie auch nur Hinweise auf das, was vielleicht gerade schief läuft. So können sie uns auch helfen, Dinge und Situationen anzugehen und zu verändern.
Ich möchte auch gar nicht, dass Gefühle nur negativ besetzt sind. Gefühle sind etwas wunderbares. Denk einmal an die Bandbreite, was wir fühlen können und wie subjektiv das alles ist. Gefühle können wir nicht sehen, nicht greifen, wir wissen manchmal nicht einmal, wo wir sie genau fühlen. Gefühle sind uns von Gott gegeben, sie sind ein Geschenk, über das wir uns freuen dürfen und das wir nutzen dürfen.

love,
anni

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...