Samstag, 2. April 2016

Zeitdieb

Letztes Wochenende war die Zeitumstellung. Vor allem bei der Umstellung auf die Sommerzeit habe ich damit immer meine Probleme und rechne noch die ganze erste Woche, welche Uhrzeit wir jetzt "eigentlich" hätten. Ich bin immer von der "gestohlenen Stunde" genervt.

Dieses Mal haben wir den Ostersonntag, an dem uns die Stunde geklaut wurde, fast komplett draußen verbracht. Draußen wird die Zeit unwichtig. Wir haben gegrillt und haben einfach gegessen, wann wir Hunger hatten, die Kinder haben gespielt und die Sonne ging spät unter. Es war ein wundervoller Tag und wir sind abends glücklich ins Bett gefallen, keine Ahnung um welche Uhrzeit. Dass der Montag ein Feiertag war, hat die Sache noch besser gemacht, da wir nicht früh aufstehen mussten.

Aber mal ehrlich, was ist diese eine Stunde? Gibt es nicht jeden Tag (mindestens) einen Zeitdieb, der mir manchmal sogar mehr als eine Stunde stiehlt? Also bei mir gibt es das definitiv. Um nur ein paar zu benennen: Instagram, Häkeln, Netflix, Lettering, Bloggen, auch Kochen und Putzen kann dazugehören, ... Ich finde, alles ist in Ordnung. Aber wie bei allem kommt es auf das Maß an.
Vor allem wenn ich am Morgen eine Liste mache und mir darüber klar werde, was ich zu tun habe und dann diesen Ablauf mit Jesus bespreche, habe ich gute Chancen gegen die Zeitdiebe anzukämpfen. Viel öfter, so nehme ich mir vor, will ich Jesus morgens fragen: "Jesus, was ist DEIN Plan mit diesem Tag? Was denkst du über meine Idee, heute ... zu tun?" Und dann bin ich gespannt, denn diese Tage haben großes Potenzial.






Machst du mit?

Love,
Anni

Donnerstag, 31. März 2016

10/10 [März]

Meine Lieben, am 10. März war ich nicht zuhause und darum habe ich komplett den 10/10 Post verbummelt. Noch ist es März und diese Chance nutze ich jetzt, um euch meine 10/10 für März vorzustellen:

Sole Hope in Uganda

Sole Hope ist eine klinische Einrichtung für Menschen in Uganda, die von Sandflöhen (jiggers) geplagt sind. Diese Sandflöhe kriechen in den Füßen unter die Haut, legen dort ihre Eier und zerstören das Gewebe. Das ist sehr schmerzhaft und oft mit viel Scham bei den Menschen verbunden, weswegen sie oft lange aushalten, bevor sie die Klinik aufsuchen.
Bei Sole Hope werden v.a. Kindern, aber auch Erwachsenen, die Füße gewaschen, die Sandflöhe werden entfernt und die Menschen werden mit Schuhen versorgt. So schafft Sole Hope es auch, Schuhmachern vor Ort Arbeit zu geben.

Hier könnt ihr diese wertvolle Arbeit unterstützen. Spendet mit mir diesen Monat 10€ an Sole Hope. 



Etwas Gutes zu tun gibt uns nicht nur ein gutes Gefühl. Ich bin überzeugt, es ist unsere Pflicht, zu teilen, was wir haben. 


Love,
Anni

Samstag, 26. März 2016

Fünfzig Kilometer

Also gefühlt bin ich in meinem gesamten Leben nicht so viel gelaufen wie im vergangenen halben Jahr. Vermutlich stimmt das nicht, aber vor einer Woche waren es das erste Mal für mich 50 Kilometer am Stück zu Fuß. Und das ist schon ganz schön weit.

Es war für Tobias und mich eine besondere Wanderung und auch ein kleiner Kurzurlaub. Wir sind nämlich extra los Richtung Köln, um den Solinger Klingenpfad mit Musketier-Freunden zu wandern. Wir haben auch bei einem "Muskelkater", wie seine Tochter sagte, gewohnt. Und das war so schön!
Der Klingenpfad ist rund 70 Kilometer lang, wir sind 50 davon gewandert. Im Bergischen Land ist es wirklich sehr bergig, obwohl der Name, wie ich gelernt habe, vom Graf von Berg kommt und nicht von der Landschaft. Passt aber auch. Der gesamte Klingenpfad hat nämlich über 2200 Höhenmeter.

Es war toll für uns, eine ganz andere Gegend Deutschlands kennen zu lernen. Das Bergische Land ist eben nicht der Schwarzwald. Der Mischwald hat mir, zur Abwechslung zu den ewigen Nadelbäumen bei uns, wirklich gut gefallen, auch blätterlos.
Auch wenn es recht kalt war, beim Laufen wurde uns schon warm. Insgesamt waren wir 10:40h unterwegs, eine Stunde davon haben wir mehrere kurze Pausen gemacht.

 Justus, der beim Muskathlon Mountainbiken wird, ist in die entgegengesetzte Richtung gefahren, so dass wir ihn an einer Stelle unserer Wanderung getroffen haben.


In Köln am Hauptbahnhof hatten wir ein bisschen Zeit, und da ich noch nie in Köln war, sind wir kurz beim Dom vorbeigehuscht. Glücklicherweise ist der direkt vor dem Bahnhof :D

Noch ca. 2 Wanderungen zwischen 50 und 60 km haben wir geplant, und auch weitere rund um 25 - 40 km. Die nächsten Wochenenden werdet ihr uns quasi nur wandernd antreffen. Wer Zeit mit uns verbringen will darf gerne mitwandern :)

Love, Anni

Montag, 7. März 2016

Zerbrochenheit

Draußen schneit es dicke, sehr nasse Flocken. Es ist so grau draußen, wie heute in mir.
Ich bin mit dem Vorsatz aufgestanden, heute alles, was ich tue, zu Gottes Ehre zu machen. Und Stunden später sitze ich da und realisiere, dass mich der Serien-Dschungel wieder einmal gefangen hat.
Ich bin enttäuscht über mich selbst. Über meine Faulheit entsetzt. Über meine Schwachheit beschämt.

Ich bringe die erste (nicht wie geplant die dritte) Wäsche zur Waschmaschine und im Treppenhaus kommt der erlösende Gedanke. Die Woche ist jung, der Montag für jeden nicht so leicht. Ich kann immer noch 'umdrehen'. So oft denke ich, der Tag ist sowieso schon verloren. Es ist schon so spät, jetzt macht es keinen Unterschied mehr, wie ich handle, ob ich noch mehr Süßes esse, ob ich noch rausgehe oder nicht....

Und wieder schau ich hin zum Kreuz, wo du für mich starbt.
Ergriffen von der Gnade und zerbrochen im Geist.
Wieder dank ich dir, Herr.
Wieder geb ich mein Leben hin.




Vor allem in der englischen Version des Liedes kommt es so gut raus: 'I'm in that place once again... Once again I thank you. Once again I pour out my life'. Immer wieder darf ich zu Jesus kommen. Ich darf ihm mein Leben vor die Füße schütten. Ich darf immer wieder Gnade erleben und erkennen und genießen.

Jesus kann meine Zerbrochenheit benutzen und in etwas Wunderschönes verwandeln.
Wie gut Jesus zu uns ist. Ich will IHN heute den Rest des Tages lobpreisen!

Love,
Anni

Mittwoch, 2. März 2016

Füllung

der kopf ist leer
das herz ist leer
nur der bauch ist voll

...kritzelte ich kürzlich auf einen Zettel, als ich eigentlich für die Hochschule arbeiten sollte.

Und ich bemerkte erst ein paar Minuten später, das ich ein grundlegendes Problem analysiert und erfasst habe.
Wenn ich mich nicht gut fühle, esse ich. Essen ist meine Art, negative Gefühle zu kompensieren. Ich weiß weder, warum das so ist noch wie ich es ändern kann. Aber ich beobachte, dass ich nicht allein damit bin. Dass es irgendwie in uns Menschen angelegt sein muss, sich mit Essen zu trösten. Schon Säuglinge werden so "gestillt".
Gott hat sich dabei sicher irgendwas gedacht. Essen ist mehr, als Nahrungsaufnahme.
Wenn es allerdings dazu führt, dass ich wahllos in mich hineinstopfe und erst hinterher merke, dass das zu viel war, dann bin ich maßlos.

Ich bin erwachsen und in der Lage dazu, über meinen Körper und über meine Gefühle zu entscheiden. Ich bin kein Säugling, der mit Nahrung gestillt wird. Das verhilft nicht zu wirklicher, innerer Ruhe. Schon gar nicht am nächsten Morgen auf der Waage.

Ich will mich darum entscheiden, meinen Kopf und mein Herz zu füllen und den Bauch dafür nicht mehr so zügellos. Meinen Kopf und mein Herz will ich dafür füllen, bis sie überlaufen mit den guten Dingen, die ich in sie investiere: (Selbst)Liebe, Geduld, Gottes Wort, Barmherzigkeit, Sanftheit, Fürsorge...

Seid ihr mit mir auf dem Weg?
Love,
Anni

Montag, 29. Februar 2016

Fünfunddreißig Kilometer

Noch 3 Monate bis zum Muskathlon! Wir hoffen, dass wir noch mindestens vier Paten finden und somit vier Kinder aus Armut befreit werden! Das heißt im Umkehrschluss: Schon 16 Kinder haben durch unsere Teilnahme am Muskathlon einen Paten gefunden oder werden finanziell unterstützt! Halleluja! Einfach genial!
Hier die Links zu unseren Muskathlon-Profilen:
Annika & Tobias

So, nun teilt mein Mann Tobias seine Sicht auf die letzte Wanderung mit euch:

Tobi in den Weinbergen
Die Vorbereitungen werden nun intensiver. Intensiv trifft auch ziemlich gut auf den vergangenen Samstag. Wir haben mal wieder eine längere Trainingsetappe hinter uns. 35km haben wir im Markgräflerland zurückgelegt...viele Kilometer um sich Gedanken zu machen und nachzudenken. Warum machen wir das eigentlich? Lohnt es sich? Es gehen einem viele Gedanken durch den Kopf.
Aber die guten Gedanken siegen...und das ist gut.
Wir wollen den Kindern unsere Aufmerksamkeit geben, ihnen zusprechen, dass Gott sie wunderbar geschaffen hat und jeden einzelnen liebt. Dadurch geben wir ihnen eine Stimme, die sie allein nicht haben. Aber genauso wollen wir in einer lernenden Haltung nach Uganda gehen...ich glaube, wir können so einiges von ihnen lernen. Sozusagen ein Geben und Nehmen. Den Moment leben, sich Zeit nehmen für Menschen, sich nicht stressen lassen...das würde ich gerne mit in mein Gepäck auf dem Rückweg packen.
durch die Wolfsschlucht
über unserem Markgräflerland




















Auf jeden Fall haben wir ein gutes Wetter erwischt. Zwar haben wir unsere Tour nicht so weit ausdehnen können wie geplant, aber es war schon mal eine gute Runde. 
Durch bisherige Erfahrungen haben wir unsere Füße entsprechend verpflastert und daher (fast) keine Blasen und Schmerzen, auch der Muskelkater kam nicht wie erwartet. Am nächsten Tag waren die müden Beine vom Vorabend schon fast vergessen und wir sind einen kleinen Teil der Strecke durch die Wolfsschlucht nochmal als Spaziergang gelaufen, weil er uns besonders gut gefallen hat.

Spazieren oder Wandern zu gehen tut uns gut, es tut unserer Ehe gut. Hier haben wir Zeit füreinander, zum Reden, zum Träumen... Ein sehr positiver Nebeneffekt der Muskathlonvorbereitung. Dafür sind wir so dankbar, für all die Bereicherung und Wahrheiten und Erinnerungen, die "Der 4. Musketier" und der Muskathlon in unser Leben bringen.
der 4. Musketier Tobias

Love, Tobi & Anni

Freitag, 19. Februar 2016

Es geht um Meer

Mit zwei Freundinnen war ich an der Ostsee. Einmal quer durch Deutschland, quasi die maximale Entfernung innerhalb Deutschlands von uns aus, hat die Bahn uns heil, sicher und ohne Verspätung gebracht. Wunderbar.

An der Ostsee kann ich gar nicht anders, als mich auf das Wesentliche zu besinnen. Davon schrieb ich hier schon einmal. Der Wind pustet die komischen Gedanken aus meinem Kopf. Die Gleichmäßigkeit und Beständigkeit des Meers tut meinem Herzen gut. Die Zeit mit meinem Freundinnen führt mich in die Gemeinschaft mit Gott.

Und dann dieser Sonnenuntergang. Da fällt mir nichts anderes ein als Gott zu loben und zu preisen. Wir sind alle voll von Ehrfurcht und tiefem Glück.


Reisen in die verschiedenen Ecken Deutschlands, Europas, der Welt... erweitert den Horizont, das ist kein Geheimnis. Aber es erweitert auch mein Verständnis über die Größe und Güte Gottes. Vor allem, wenn die Ecke, die ich besuche, von solcher Schönheit zeugt.
Lasst euch ein bisschen hinein nehmen:





Ich liebe die Ostsee. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr noch einmal hin, um meine Schwester zu besuchen, bevor sie ihr FSJ beendet.
Wo auf der Welt ist (bis jetzt) euer Lieblingsfleckchen Erde? Wo kommt ihr ins Schwärmen und Staunen und Preisen?

Love,
Anni

Frühlingserwachen und Dornröschen

Meine liebe Freundin, liebe Schwester, liebe Blogleserin, So hab ich vor Jahren auf meinem Blog diesen Post gestartet, den ich jetzt einfa...